Ein Sommer, der (bisher) keiner ist
August bringt Hoffnung auf Hitzewelle im Tal

von Redaktion

Häufig sind die ersten August-Wochen die heißeste Zeit des Jahres. In diesem Jahr waren die sogenannten Hundstage allerdings bisher kühl und nass. Besteht zumindest für die kommende Woche Hoffnung auf etwas Sommer?

Aktuell erinnert das Wetter eher an November als an August – doch es gibt Hoffnung.

„Wir haben wieder eine sehr feuchte Woche hinter uns, in der atlantische Meeresluft das Wetter bestimmt hat“, fasst unser Schaftlacher Wetterexperte Hans Wildermuth die erste Augustwoche zusammen. „Am Wochenende findet wieder ein markanter Luftmassenwechsel statt.“ Zunächst werde eine Heißluftblase durchgewunken, dann kommt wieder kühle Atlantikluft ins Oberland. Konkret bedeutet das:

So wird der Samstag zu einem richtigen Sommertag. Es wird sonnig und die Luft erwärmt sich schnell bis über 25 Grad, bei etwas Föhnunterstützung bis nahe 30 Grad. Doch schon am Abend zieht eine markante Kaltfront mit Gewittern und Starkregen durch und treibt die heiße Luft nach Osten weg. 

Der Samstag-Nachmittag dürfte laut Wildermuth aber noch recht sicher sein, der Frontdurchzug mit böigem Wind und einsetzendem Regen werde wohl erst abends erfolgen. „Also rechtzeitig den Biergarten verlassen und bei der Bergtour noch früher zurückkehren. Allerdings wird der Tag für Bergtouren schon etwas zu warm.“

15 Grad und Regen

In der Nacht auf Sonntag zieht die Kaltfront mit Gewittern und Regen durch, was sich bis in den Tag hinein ziehen kann. „Auch am Sonntag bleibt es unbeständig mit vormittags immer wieder Regen, teils auch anhaltend, weil die Front an den Alpen entlangschleift“, so unser Wetterfrosch. Der Regen fällt eher durch Dauerhaftigkeit als durch hohe Intensität auf, sodass in der Summe keine große Menge zusammen kommt. Die Temperatur steigt kaum über 15 Grad an, ein Unterschied von mehr als 10 Grad gegenüber dem Vortag.

In der neuen Woche stellt sich die Wetterlage ein klein wenig um. „Die Tiefdruckgebiete vom Atlantik ziehen sich etwas mehr auf den Ozean zurück, damit kommen wir in eine warme südwestliche Strömung.“ Ein klein wenig bedeutet laut Wildermuth aber auch, dass wir immer noch in einer Randlage zu den Tiefdruckgebieten verbleiben, eine stabile Hochdrucklage wird das nicht. „Es ist wieder mal eine knappe Sache.“

Endlich sommerliche Aussichten

Von Montag bis Donnerstag wird es allerdings von Tag zu Tag etwas wärmer, wobei am Donnerstag die 30-Grad-Marke erreicht wird. Am Montag und Dienstag besteht in den Bergen nachmittags und abends noch ein Schauerrisiko, am Mittwoch weniger, am Donnerstag lebt die abendliche Schauertätigkeit wieder auf.

Am Freitag bringt uns eine Störung schwülheiße Luft, deren Auswirkungen noch ungewiss sind. „Es wird wohl wieder auf eine Gewitterlage hinauslaufen, die bei wenig Abkühlung bis ins Wochenende hinein reichen wird.“ Es bleibt also recht warm in dieser anhaltenden Tiefdruckrandlage. Wildermuth fasst abschließend zusammen:

Also unter dem Strich ganz sommerliche Aussichten, besser als in der aktuellen Woche, auch wenn sich keine stabile Hochdrucklage einstellt.


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