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Trau dich: Gegen die Abrissbirne

Aus dem Erbe Zukunft machen

Von Rose Beyer

Meist haben sie eine bewegte Geschichte hinter sich. Markante Gebäude wie das Gut Kaltenbrunn oder das Hotel Maximilian in Gmund oder das Tegernseer Hotel Bayerischer Hof. Nicht selten stehen sie lange leer, bevor sich Verantwortliche darauf einigen, was daraus werden soll.

Denkmale haben eine vielfältige Bedeutung für die Bürger. Sie sind identitätsstiftende Orte, Zeugnisse historischer Baukultur und raumprägende Elemente unserer bebauten Umwelt. Heimat.

Gemeinsam gegen die Abrissbirne: Die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal und 90 weitere
Initiativen aus ganz Bayern wollen sich für gefährdete Häuser mit Geschichte einsetzen. Im Januar haben sie sich zum „Denkmalnetz Bayern“ zusammengeschlossen.

Am 15. April soll die Plattform unter www.denkmalnetzbayern.de starten, auf der sich die Aktiven mit ihren Projekten vorstellen können. Alle Mitglieder betreiben Denkmalschutz und Denkmalpflege und sind ehrenamtlich tätig. Bekannter Fürsprecher ist der Fernsehjournalist und Filmemacher Dieter Wieland.

Dabei sind die die Bürgerinitiativen über folgendes einig: Denkmale zu schützen, zu erhalten und zu pflegen, das ist die Aufgabe der ganzen Gesellschaft. Nicht nur der Staat und die jeweiligen Eigentümer sind verantwortlich. Folgerichtig gewinnt bürgerschaftliches Engagement im Bereich des Denkmalschutzes zunehmend an Bedeutung.

Um dieses Potenzial für die Allgemeinheit fruchtbar zu machen, braucht es ein geeignetes Umfeld. Kompetente und starke Behörden, Sensibilität und Fachkenntnis in Politik und Verwaltung sowie geeignete Verfahren und Förderstrukturen.

Die Mitglieder der Gemeinschaft kennen ihre Heimat und die lokale Geschichte am besten.
Auch bauliche Entwicklungen von Dörfern, Städten und Siedlungen sind bekannt. Sie wünschen sich, dass die vor Ort vorhandene Kompetenz im Denkmalbereich besser vernetzt wird, etwa durch die Erstellung einer Liste freiwilliger Ansprechpartner wie Eigentümer, Handwerker oder Architekten oder eine verstärkte Bürgerbeteiligung.


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