Mittagsbetreuung an Tegernseer Grundschule: Elternbeirat bedankt sich für 15 Jahre Betreuung im Kindergarten

Fünfte Anmerkung vom 07. Oktober / 00:34 Uhr
Gestern Abend hat uns eine Email zum Thema Mittagsbetreuung erreicht, mit der Bitte den Inhalt zu veröffentlichen. Es geht dabei um ein offizielles Dankeschön von Seiten des Elternbeirats der Grundschule Tegernsee an den katholischen Kindergarten St. Qurinius. Wir kommen der Bitte natürlich gerne nach:

Seit diesem Schuljahr findet erstmals die Mittagsbetreuung für die Tegernseer Schüler in der Grundschule statt. Die Initiative der Stadt Tegernsee wurde vom Schulleiter der Grundschule, Peter Walter, gern aufgenommen und bis zum Beginn dieses Schuljahres in die Tat umgesetzt.

Vor 15 Jahren wurden erstmals Schulkinder im Kindergarten betreut.

Angefangen mit 4 Kindern wurden es in den folgenden Jahren immer mehr. Das Kindergartenteam hatte sich damals entschieden eine Betreuung anzubieten, weil Eltern diese dringend benötigten. In den Schulferien und an schulfreien Tagen konnten die Schulkinder auch ganztägig da sein.

Durchschnittlich waren 12 bis 15 Kinder nach der Schule im Kindergarten. Bis auf einzelne Ausnahmen haben auch alle Schulkinder immer im Kindergarten gegessen. Das Konzept beinhaltete die Betreuung der Kinder, frisch gekochtes Mittagessen, Möglichkeit Hausaufgaben unter Aufsicht zu machen, den Spielplatz zu nutzen und an Projektthemen des Kindergartens altersentsprechend teilzunehmen.

In den letzten Jahren waren 28 Kinder aus der ersten bis dritten Klasse im Kindergarten.

Aus diesem Grund möchte sich der Elternbeirat der Grundschule Tegernsee, vertreten durch seinen Vorsitzenden Martin Strüber, beim Kindergartenteam für die stets gute und liebevolle Betreuung der Schulkinder in den vergangenen 15 Jahren mit einem kleinen Präsent bedanken.

Hier noch das Foto mit allen Beteiligten:

Foto von links: Martin Strüber (Elternbeiratsvorsitzender), Gabriele Schmitt (ehemalige Kindergartenköchin), Ria Schulte (Kindergartenleiterin), Monika Pappert (Betreuerin), Susann Bernhardt (Betreuerin), Michaela Zenz (Betreuerin), Thomas Wellendorf (Elternbeirat)

Vierte Anmerkung vom 30. September / 16:06 Uhr

Die Mittagsbetreuung in der Grundschule Tegernsee wird gut angenommen

Wie der Bürgermeister auf der letzten Sitzung vermeldet hat, nehmen derzeit insgesamt 31 Kinder das neue Angebot der Tegernseer Grundschule zur Mittagsbetreuung wahr. Das sind mehr als zu Beginn gedacht. Und somit ist das Ganze schon jetzt ein voller Erfolg.

Die Verpflegung jedoch war bis zuletzt ein offener Punkt. Ursprünglich hatte man dafür den Katholischen Kindergarten vorgesehen. Allerdings wusste dort bis Anfang September nicht mal die Leiterin Ria Schulte wie und in welchen Räumen das ganze stattfinden soll.
Peter Janssen sieht das jedoch anders. Laut seiner Aussage war alles bereits in trockenen Tüchern. Die Abmachung mit der Katholischen Kirche stand. Nur leider hatte dann sehr kurzfristig die Erzdiozöse rechtliche Einwände.

So oder so. Die Verpflegung hat die Seniorenresidenz Wallberg übernommen. Ein qualitativer Nachteil ist das laut Janssen nicht, da deren Küche bereits einige Jugendeinrichtigungen im Tal beliefert.

Wer sich ebenfalls für die Mittagsbetreung seines Kindes interessiert, kann hier den Vertrag runterladen. Danach ausfüllen und einfach bei der Grundschule oder im Rathaus abgeben.

Dritte Anmerkung vom 12. August / 12:42 Uhr
Auch wenn in den Kommentaren darauf hingewiesen wird, dass die Ausführungen zur Mittagsbetreuung beim Punkt Mittagsverpflegung im Kindergarten unwahr sind. So müssen wir auf das Protokoll der Stadtratssitzung hinweisen. Da sagt Herr Janssen wortwörtlich beim Thema Ganztagesbetreuung der Grundschüler:

Noch was anderes was sich abgezeichnet hat. Die Frage der Mittagsverpflegung war noch offen. Weil der Kindergarten entschieden war. Und ich habe jetzt die Mitteilung bekommen, noch nicht schriftlich, noch nicht verbindlich, dass der Kindergarten wieder eine Kochkraft einstellen wird, nachdem ja die Frau Schmidt Ihren Dienst beendet hat. Und dann werden wohl die Kinder der Schule sich dort bekochen lassen können. Dann kriegen die frisches Essen. Da war ja immer große Zufriedenheit mit der Verpflegung im Kindergarten.

Soweit die eindeutige Aussage des Bürgermeisters. Eine Bestätigung oder einen Widerruf lässt sich derzeit von Herrn Janssen leider nicht einholen, da er bis zum 29. August im Urlaub ist. Hans Staudacher von der Tegernseer Verwaltung meinte heute aber, dass das ganze seines Wissens nach so angedacht ist, wie von uns beschrieben. Zwar gibt es noch keine Abmachung. Aber es wird wohl darauf hinauslaufen.

Im Urlaub ist übrigens auch Frau Schulte, die Leiterin des Kindergartens. Und zwar ab morgen. Mit Ihr hatten wir gerade eben gesprochen. Und so wie es aussieht weiß im Kindergarten noch niemand was von seinem Glück. Die neue Köchin ist zwar gerade eingestellt worden. Aber von einer Verpflegung der 29 Grundschüler geht Frau Schulte derzeit nicht aus. Zumindest hat sich mit Ihr niemand in Verbindung gesetzt.

Und wenn das die Leiterin des Kindergartens nicht weiß, könnte es eng werden im neuen Schuljahr.

Zweite Anmerkung vom 07. August / 11:29 Uhr
Im Juli fand zum Thema Mittagsbetreuung eine Informationsveranstaltung statt. Deren Resonanz war laut Bürgermeister Janssen sehr positiv. Insgesamt 29 Kinder wurden von Ihren Eltern bereits zu dem neuen Angebot, welches im neuen Schuljahr startet, angemeldet. Die Stadt hatte mit 20 gerechnet.

Das Konzept sieht für die Grundschüler nicht nur Mittagsbetreuung und Hausaufgabenbetreuung sondern auch Mittagsverpflegung im Kindergarten vor. Auf der Stadtratssitzung informierte Janssen auch darüber, dass die Mittagsverpflegung der Grundschüler im Kindergarten durchgeführt werden kann. Dafür wird gerade eigens eine neue Köchin eingestellt.

Anmerkung vom 01. Juli / 12:44 Uhr
Auf der letzten Stadtratssitzung wurden die Beschlüsse zu Kosten und genauer Ausgestaltung des Themas Nachmittagsbetreuung aus dem Verwaltungs- und Finanzausschusses vom 22. Juni vorgestellt. Wie im Original Beitrag berichtet musste das Thema Nachmittagsbetreuung an der Grundschule Tegernsee aufgrund diverser operativer Mängel im Konzept nochmal eine Runde durch die Gremien drehen. Wie üblich in Tegernsee wurden die entscheidenden Stellen (wie der Kindergarten oder der Elternbeirat) erst nach der Entscheidung aus dem Gemeinderat angehört. Und das auch erst aufgrund der Intervention einiger Gemeinderäte in der letzten Sitzung vom 18. Mai. Damals musste Bürgermeister Peter Janssen die von ihm präferierte Beschlussfassung ändern und die angesprochenen Gespräche im Nachgang doch noch durchführen lassen. Man mag sich fragen warum das in Tegernsee immer erst nach Druck funktioniert. Wir gehen mittlerweile von einer Strategie des Bürgermeisters aus. Wir nennen Sie: “Vorpreschen, hinhalten, beidrehen, durchsetzen”. Diese Strategie gepaart mit einer sehr mangelhaften Informationspolitik bewirkt normalerweise folgendes: Bis auf einige kleine Anpassungen werden die notwendigen Beschlüsse schnell durchgebracht. Proaktive Kommunikation würde das in den Augen der Verantwortlichen nur behindern.

Die genauen Kosten für die Eltern

Aber dafür können ja die Schüler und Ihre Eltern nichts. Deswegen jetzt hier relativ kurz und knapp die Entscheidung des Verwaltungs- und Finanzausschusses:
Der zeitliche Rahmen der Mittags-/Nachmittagsbetreuung bewegt sich von 11:30 bis 16:00 Uhr. Freitags bis 14:00 Uhr. Bei in Einzelfällen auftretenden Lücken wird sich die Schule um einen Ausgleich kümmern. Die Kosten pro Schuljahr für eine Gruppe von 20 Kindern liegen voraussichtlich bei insgesamt 27.000 Euro (siehe Rechnung weiter unten). Das Land schießt 7.000 Euro zu. Somit ergibt sich aufgrund des Teilungsprinzips für die Eltern eine Beteiligung in Höhe von 10.000 Euro. Umgerechnet auf ein Kind bedeutet das: 250 Euro pro Schuljahr zzgl. 1,50 Euro pro Tag. Laut Janssen soll damit ein Anreiz gesetzt werden kein Hopping zu betreiben. Die Kündigung oder Änderung der Buchungstage ist nur zum 01. Februar eines Jahres möglich. Die Kostenregelung läuft probeweise für 2010/2011. Mittagessen kostet extra. Wo genau und wieviel das kostet steht noch nicht fest. Und die Ferienbetreuung wird getrennt organisiert. Aber auch hierfür steht das genaue Konzept noch nicht fest.


Ursprünglicher Artikel vom 19. Mai mit der Überschrift: “Nachmittagsbetreuung an Grundschule in Tegernsee kommt. Aber was kostet das die Eltern?”
Bürgermeister Peter Janssen hat schon seit längerer Zeit den Wunsch ein Ganztageskonzept für die sehr kleine Grundschule einzuführen – und damit die Schule zu sichern. Das Thema hatte er dann auch gleich dem neuen Rektor Peter Walter bei dessen Amtsantritt im letzten September mit auf den Weg gegeben. Walter war nicht untätig und hat in der Zwischenzeit ein Konzept formuliert wie die geforderte Nachmittagsbetreuung an der Grundschule aussehen kann. Das fertige Konzept wurde jetzt von Peter Janssen auf der gestrigen Stadtratssitzung inklusive einer Kostenschätzung vorgelegt. Diese beläuft sich auf etwa 20.000,- pro Jahr zuzüglich einmaliger Kosten in Höhe von 5.000 Euro. Die genaue jährliche Kalkulation für die laufenden Kosten siehr folgendermaßen aus:

Personalkosten: 24.000 Euro
Laufende Betriebskosten: 3.000 Euro
_____________________________
Macht zusammen: 27.000 Euro pro Jahr

Da der Hort in Tegernsee bisher 10.000 Euro kostet und der Freistaat solche Projekte mit 7.000 Euro pro Jahr fördert, kommen somit auf die Stadt Tegernsee Mehrkosten in Höhe von 10.000 Euro zu.
Diese wären laut Janssen für dieses Jahr zwar vom Haushalt abgedeckt. Aber für eine langfristige Lösung müsste man die Eltern mit einer gewissen Eigenleistung beteiligen.

Peter Janssen sprach sich erwartungsgemäß bereits bei der Vorstellung des Konzeptes dafür aus. Die folgende Diskussion drehte sich dann um die Vor- und Nachteile. Wie hoch die Belastung der Eltern ausfallen darf. Und warum die Lösung im Kindergarten, die bereits seit 15 Jahren gut funktioniert, aufgegeben wird.

Die Diskussionsbeiträge flossen mehrheitlich in den endgültigen Beschluss

Hier mal die wichtigsten Aussagen der anwesenden Stadträte und des Bürgermeisters zu dem Thema. Ergänzend muss gesagt werden, dass es dabei um einen Grundsatzbeschluss für oder gegen die Nachmittagsbetreuung ging. Denn ohne diesen kann die Stadt keinen Zuschuss beim Freistaat beantragen.

Peter Janssen (Bürgerliste):
“Ich persönlich meine man sollte hier nicht den “billigen” Jakob machen. Sondern eine angemessene Elternbeteiligung nehmen, aber diese sozial abfedern. Immer unter der Überschrift Chancengleichheit. Wir wollen gerade auch den Kindern die Möglichkeit geben die Schwierigkeiten haben auf das gleiche Bildungsniveau zu kommen. Und die dürfen nicht abgehalten werden.”

Norbert Schußmann (CSU):
“Das macht von der Standortsicherung angefangen bis über den tatsächlichen Bedarf Sinn. Die Kosten sind überschaubar. Damit wir den Förderantrag stellen können, sollten wir jetzt dafür stimmen.”

Andrea Köstler (FWG):
“Bisher wurden die Kinder im Kindergarten auch in den Ferien betreut. Aber da an der Schule 12 Wochen Ferien sind, muss man bedenken, dass keine Muter 12 Wochen im Jahr Urlaub hat.”

Andreas Obermüller (FWG):
“Das Konzept von Herrn Walter hat gravierende Nachteile. Und es hat zu viele Facetten, mit denen wir uns in einem Ausschuss befassen sollten, bevor wir irgendetwas auf den Weg bringen wovon wir nicht wissen wie das im Detail aussieht.”

Thomas Mandl (SPD):
“Für manches Kind ist es das beste wenn es nicht alleine am Nachmittag vor dem Fernseher sitzt, sondern hier eine qualtivative Betreuung ausnützen kann. Ich bin dafür, dass wir jetzt hier abstimmen und die Einzelheiten werden sich schon ergeben.”

Was das die Eltern kosten wird, blieb unklar

Mit Janssens Beitrag, dass “sich an den Schulen jetzt auch einiges getan hat. Sowohl von der Förderseite her, als auch von der Anspruchsseite. Und das muss man bedenken” war dann auch die Diskussion beendet und zeigte bereits die Tendenz für den endgültigen Beschluss. Dieser war nämlich einstimmig – für die Nachmittagsbetreuung. Die Stadt kann nun den Förderantrag beim Freistaat stellen. Der Beschluss war allerdings auch gespickt mit Formulierungsänderungen der Stadträte. Was bedeutet, dass jetzt Gespräche mit Elternbeirat und Kindergarten geführt werden müssen. Einerseits um eine Lösung für die Ferien zu finden. Andererseits um Synergien mit dem Kindergarten bei der Betreuung der Erst- und Zweitklässler auszuloten.

Wenn das alles passiert ist, geht das Thema dann final über an den Verwaltungs- und Finanzausschuss, der alle Feinheiten des Konzepts und Einzelheiten der Finanzierung bespricht und beschließt. Und wenn der das dann beschließt, ist hoffentlich noch genügend Zeit, dass sich die Eltern auf eine “angemessene” Elternbeteiligung einstellen können. Denn wie hoch die sein wird, das konnte oder wollte gestern keiner sagen.


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