„In Tegernsee lässt sich gut alt werden“ – Aber lässt sich auch jung gut leben?

Von Redaktion

Die Seniorenbefragung zum herunterladen

Zweite Ergänzung vom 12. Dezember / 10:19 Uhr:
Die komplettem Ergebnisse der Seniorenbefragung sind nun ebenfalls online. Dabei hatte die Stadt im Oktober alle Tegernseer ab einem Alter von 65 Jahren persönlich angeschrieben.

Wie die Verwaltung schreibt war der einzige Zweck der Befragung „den heutigen und künftigen Senioren in Tegernsee das Leben zu erleichtern und zu verschönern. Nur wenn die Stadt die Wünsche und Gewohnheiten der Senioren kennt, kann sie das Richtige für sie tun und umgekehrt unsinnigen Aufwand vermeiden.“

Das Echo auf die Befragung war wie bereits berichtet sehr groß. Von den 986 Fragebögen kamen 315 ausgefüllt an die Stadt zurück. Auf die Frage „Wie zufrieden sind Sie mit Ihren Lebensbedingungen“ äußerten sich 112 sehr zufrieden, 166 zufrieden und 32 mittel. Unzufrieden war nur 1 und unzufrieden keiner. Die komplette Befragung und deren Ergebnisse kann man unter dem folgenden Link als PDF-Dokument runterladen.

Lässt sich in Tegernsee auch jung gut leben?

„In Tegernsee lässt sich gut alt werden!“ so das Fazit aus dem Tegernseer Rathaus.

Doch eine andere Frage bleibt immer noch offen: „Lässt sich in Tegernsee auch jung gut leben?“ Wobei mit jung, jüngere Familien mit Kindern, Jugendliche, jüngere Arbeitnehmer bspw. in der Gastronomie usw. gemeint sind.

In Kreuth zum Beispiel hat man sich entschieden an der (landkreisweit empfohlenen) Seniorenbefragung nicht teilzunehmen und den Anstoß aus dem Landkreis lieber als Anlass genommen eine generelle Bürgerbefragung zu starten. Geplant für Anfang 2011 werden in der Befragung dann wirklich alle befragt. In Kreuth will man also den seit einiger Zeit eingeschlagenen Weg weitergehen und sich um alle, auch um Familien und Kinder kümmern.

Der Anfang dazu wurde mit speziellen und vergünstigten Ausweisungen von Bauland für Familien und der verstärkten Förderung von Kinderbetreuungsplätzen in einigen Gemeinden im Tal bereits gemacht. Leider aber immer noch zu wenig, wenn wie in Kreuth 17 Bürger sich für ein Grundstück im Rahmen des Einheimischenprogramms bewerben.

Warum aber die Stadt Tegernsee nicht auch wie Kreuth eine “Bürgerbefragung” anstatt einer “Seniorenbefragung” durchgeführt hat, bleibt uns ein Rätsel. Wenn Interesse an der Meinung und den Wünschen der Bürger – dann doch eigentlich an den Wünschen aller Bürger.

Vielleicht klappt`s dann auch mit der Antwort auf die Frage „Lässt sich in Tegernsee eigentlich auch gut jung leben?“

Ergänzung vom 27. November / 11:13 Uhr mit der Überschrift „Aus der Tegernseer Bürgerversammlung: Altersdurchschnitt der Einwohner steigt auf 52 Jahre“:
Auf der Bürgerversammlung hatte Peter Janssen aber nicht nur über die Tiefgarage an der Point gesprochen, sondern auch eine Menge weiterer Informationen an die Bürger weitergegeben.

Dabei hatte der Bürgermeister bekannte Themen zu vermelden, wie den Umbau der Hauptstraße und das neue Parkhaus am Hornanwesen. Oder den Rückgang der Übernachtungszahlen, was im weiteren Verlauf noch zu einigen Diskussionen führen sollte. Auch ging Janssen auf Erfolge bei neu angesiedelten Betrieben (ATS + Cafe Kreutzkamm) und damit verbundene Arbeitsplätze ein. Sowie auf die neu eingeführte Mittagsbetreuung und die Herausforderungen bei Real- und Mittelschule im Tegernseer Tal.

Neue Informationen hatte Janssen auch mitgebracht: So sind die Ergebnisse der Seniorenbefragung da. Bei 1.000 verschickten Fragebögen gab es einen Rücklauf von 330 Teilnehmern. Und die Zufriedenheitsquote (zufrieden oder sehr zufrieden) mit der Stadt Tegernsee liegt bei annährend 90%.

Wer sich jetzt wundert, warum nur die Senioren befragt wurden, dem sei die vorgestellte Entwicklung des Altersdurchschnitt der Tegernseer Bürger empfohlen. Denn der liegt mittlerweile bei exakt 52 Jahren. Tendenz: Älter werdend.

Altersdurchschnitt:
2005 – 49,2 Jahre
2006 – 49,9 Jahre
2007 – 50,2 Jahre
2008 – 50,6 Jahre
2009 – 51,0 Jahre
2010 – 52,0 Jahre!!

Nach gestoppten 38 Minuten schloss Peter Janssen mit den leicht rückläufigen Zahlen aus dem Stadthaushalt und den Worten: „Mit der Stadt Tegernsee geht es weiter aufwärts“. Übergab dann an den zweiten Bürgermeister Anton Staudacher und leitete damit die folgende Fragestunde Tegernseer Bürger ein.

Der Aufreger war dabei die mehrmalige Anfrage von Maria Heiß (Leiterin des örtlichen Gewerbeverbandes), einen Einblick in die Zahlen der TTT zu bekommen. Um welchen Etat geht es und an welchen Zielen wird TTT-Chef Georg Overs gemessen?

Diese Fragen konnte Anton Staudacher nicht beantworten und verwies auf die allgemeine Zielsetzung den seit über 20 Jahren rückläufigen Trend bei den Übernachtungszahlen zu stoppen. „Das geht nun mal nicht von heute auf morgen“ betonte Staudacher.

Zufrieden war Maria Heiß damit aber nicht und wies immer wieder darauf hin, dass „wir früher weniger Geld zur Verfügung hatten und die Übernachtungszahlen trotzdem besser waren“.

Ursprünglicher Artikel vom 25. November unter der Überschrift „Aus der Tegernseer Bürgerversammlung: Die Point bekommt eine Tiefgarage – Klinik braucht mehr Parkplätze“:
Bürgermeister Peter Janssen hatte eine große Neuigkeit zu vermelden. Und die wollte er den etwa 100 anwesenden Zuhörern bei der gestrigen Bürgerversammlung dann auch nicht lange vorenthalten.

Die Deutsche Rentenversicherung, Betreiberin der Orthopädischen Klinik Tegernsee, plant eine neue Tiefgarage. Die Klinik hat sehr gute Auslastungszahlen, aber mittlerweile ein großes Parkproblem. Durch Ihre Lage an der Point sind die Möglichkeiten für eine Erweiterung der Parkplätze auch stark eingeschränkt. Und da die Gefahr bestand, dass sich die Betreiberin komplett zurückzieht oder aber die Anzahl der Patienten stark reduziert hat man im Stadtrat der Voranfrage für den Bau einer Tiefgarage unter der Point prinzipiell zugestimmt.

Orthopädische Klinik Tegernsee. Links ist das Strandbad Point. Abbildung: www.ok-tegernsee.de

Die Pläne sind zwar schon fortgeschritten. Konkrete Entscheidungen oder auch der genaue Ort sind allerdings noch nicht definiert. Unklar ist beispielsweise ob die Tiefgarage unter den Hartplatz-Bereich kommt oder aber unter den bestehenden Parkplatz. Dies und viele weitere Details müssen aber noch durch die Gremien überprüft und abgesegnet werden. Sicher ist nur, die Stadt möchte die Klinik halten und ist dafür bereit die Point „unterkellern“ zu lassen.

Laut Peter Janssen sollen aber die Beeinträchtigungen an der Oberfläche, vergleichbar mit dem Parkhaus der Sparkasse unterhalb des Kurparks, minimal gehalten werden bzw. nur da offensichtlich sein, wo sie niemanden stören.


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