Aus für den Streichelzoo. Viele Besucher, aber wenig Spenden und mangelnde Unterstützung – Tegernseerstimme

Aus für den Streichelzoo. Viele Besucher, aber wenig Spenden und mangelnde Unterstützung

Von Redaktion

Das war's dann endgültig mit dem Wackersberger Hof

Fünf Jahre lang konnte das Team vom Wackersberger Hof unzählige Kinderherzen erfreuen. Doch damit ist jetzt endgültig Schluss. “Am Ende war Abends fast nur noch Kupfergeld in der Kasse”, sagt Frau Kallweit. Letztes Jahr sind die Spenden um fast 50% zurück gegangen – obwohl deutlich mehr Besucher gekommen sind, wie in den Jahren zuvor. Dazu komme noch, dass die Preise für Futter und Einstreu gestiegen sind. Seit das Heizen mit Holz-Pellets auf dem Vormarsch ist, steigen natürlich auch die Preise für Sägespäne.

Neben den rückläufigen Spenden bemängelt Frau Kallweit aber auch die geringe Unterstützung der Gemeinde. “Zwei Jahre haben wir auf die Genehmigung gewartet, bis wir unsere Hinweisschilder an der aufstellen durften”, sagt sie, “abgebaut waren sie dann in 2 Tagen!” Als der Wackersberger Hof im Frühjahr eine Email an die Gemeinde schickte, dass der Hof diese Saison nicht mehr geöffnet wird, waren die Schilder schneller weg, als man gucken konnte. Eine Antwort auf die Mail – Gute Wünsche für die Zukunft, Nachfrage nach Hilfe, oder sonst irgendeine Regung von Seite der Gemeinde, gab es dagegen bis heute nicht.

Es sind wohl verschiedene Gründe, dass am Ende die anfallenden Rechnungen für Tierarzt, Futter und Versicherungen nicht mehr länger gezahlt werden konnten. An der Familie Kallweit liegt es zumindest nicht: “Wir haben in den letzten fünf Jahren keinen Cent mit dem Streichelzoo verdient”, sagt Frau Kallweit. Eigentlich war eine kleine Aufwandsentschädigung für sie eingeplant. Aber wenn diese gezahlt worden wäre, wäre der Streichlzoo schon vor Jahren wieder geschlossen worden.

Die Tiere sind inzwischen weg. Manche Verkauft. Andere kostenlos abgegeben. “Wir wissen aber, dass sie in guten Händen sind und können sie jederzeit besuchen”, betont Frau Kallweit.

Die Unterlagen des rund 30-köpfigen Fördervereins sind auch schon beim Notar. Zur Abwicklung. Ohne Streichelzoo auch kein Verein.

Verabschiedet hat sich der Wackersberger Hof mit einer etwas verbitterten Nachricht auf seiner Homepage:

Streichelzoo„ Wackersberger Hof für ( immer ) geschlossen. Wir waren der Meinung eine gute Idee für Familien mit Kindern zu haben,
aber die Realität hat uns eingeholt! Mangelnde Unterstützung von den umliegenden Gemeinden, Banken, Hotels oder Fabriken, die gesunkende Spendenbereitschaft der Besucher und die im Tal immer größer werdende Konkurenz zwingen uns zur Aufgabe! Der Benny und das Team vom Wackersberger Hof bedankt sich bei allen jungen und alten Besuchern. Für schöne 5 Jahre „ Streichelzoo „

Ein paar wenige Tier sind übrigens immer noch auf dem Wackersberger Hof. Hauptsächlich für die eigenen Gäste der Ferienwohnung. Und weil man ja doch auch irgendwie an den Tieren hängt.


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