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Gesundheitsamt kann Fälle nicht mehr tagesaktuell melden

Ausbrüche in Pflegeeinrichtungen und Kliniken

Von Nina Häußinger

Die Inzidenz im Landkreis Miesbach steigt weiterhin an. Mittlerweile sind zahlreiche Pflegeeinrichtungen und Klinik betroffen. Doch das Gesundheitsamt betont: “Kein Grund zur Panik.”

Im Landkreis sind immer mehr Pflegeeinrichtungen von Omikron betroffen. / Beispielbild

Wie bereits erwartet, steigt die 7-Tage-Inzidenz, die das RKI für den Kreis Miesbach aktuell mit 1.434,4 angibt, weiter deutlich an. “Die reale Inzidenz wäre sogar noch etwas höher, aber das Gesundheitsamt Miesbach schafft es aufgrund der unglaublich hohen Zahl an positiven PCR-Tests wie die meisten anderen Gesundheitsämter in Bayern nicht mehr, alle Fälle tagesaktuell zu melden”, erklärt eine Sprecherin des Landratsamts. Die positiven Fälle seien aber nicht „verloren“, sie werden sukzessive über mehrere Tage abgearbeitet.

Mittlerweile gibt es in zahlreichen Pflege- und Behinderteneinrichtungen und vielen Kliniken im Landkreis eine Vielzahl an Fällen. Dazu die Sprecherin weiter:

Nach aktuellem Kenntnisstand sind die Verläufe der Betroffenen relativ mild. Problematisch ist eher der Personalausfall durch Erkrankungen und Quarantänen.

Genaue Zahlen zu Betroffenen können wegen der Vielzahl an Fällen nicht mehr angegeben werden. Das Gesundheitsamt müsse nun vielmehr alle zur Verfügung stehenden Kräfte auf die Betreuung der Einrichtungen legen (insbesondere Beratung und Schulung zu Hygienemaßnahmen, Beratung der Einrichtungsleitungen hinsichtlich Personaleinsatz).

Schulen und Kitas auch stark betroffen

Auch an Schulen und Kitas gibt es zahlreiche Fälle: 412 der insgesamt 1.455 Corona-Fälle der vergangenen Woche sind unter 18 Jahren. Das entspricht etwa 28 Prozent aller Fälle und liegt damit minimal über der seit Monaten relativ stabilen Quote von 25 Prozent unter 18-Jährigen. §Der ganz leichte Anstieg hat nichts zu bedeuten und ist wahrscheinlich eine Momentaufnahme durch das engmaschige Testen in Schulen und Kitas”, vermutet das Landratsamt. Das Gesundheitsamt berichtet, dass von fast jeder Schule und jeder Kita im Landkreis fast täglich neue Fälle gemeldet werden. Die genaue Angabe von Zahlen ist auch hier nicht mehr möglich.

Das Gesundheitsamt muss bei diesen hohen Fallzahlen nun noch stärker priorisieren als bisher: Im Fokus stehen Pflege- und Behinderteneinrichtungen und Kliniken. Der Schutz der vulnerablen Personengruppen habe oberste Priorität. Hier werden nun alle Kräfte des Gesundheitsamtes zusammengezogen.

Daher bittet das Gesundheitsamt noch einmal: Per Schnelltest oder PCR-Test positiv getestete Personen müssen unverzüglich in Quarantäne und alle Kontaktpersonen selbstständig informieren. “Bitte keinesfalls erst auf eine Information durch das Gesundheitsamt warten.” Auf der Website des Landratsamtes, gibt es umfangreiche und leicht verständliche Informationen.

PCR-Tests gibt es am Testzentrum in Miesbach (bitte unbedingt diese Informationen dazu beachten zum berechtigten Personenkreis und zur Anmeldung für Tests) oder beim Hausarzt. Im Zweifelsfall müssen Betroffene warten, bis ein Termin im Testzentrum oder in einer Praxis frei wird. Das Gesundheitsamt bzw. die Corona-Hotline kann keine Termine vermitteln.

Bürger berichten von mildem Verlauf

Erfreulicherweise berichten die meisten zuletzt positiv getesteten Personen von einem relativ milden Verlauf, sodass die hohen Fallzahlen sicher ein Grund zur Vorsicht, aber kein Grund zur Panik sind.

Landrat Olaf von Löwis ruft die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises zu Zuversicht auf: „Wir sind noch nicht über den Berg! Bitte bleiben Sie weiterhin vorsichtig und achtsam. Aber ich bin überzeugt, dass wir auch diese Welle gemeinsam überstehen werden, wenn wir zusammenhalten und uns nicht durch einzelne, laute Meinungen auseinandertreiben lassen. Ich bitte Sie: Bleiben Sie zuversichtlich, nutzen Sie eines unserer Impfangebote, lassen Sie sich boostern und denken Sie an die bekannten Hygieneregeln.“


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