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Autofahrer missachten BOB-Signale

Von Redaktion

Ein gefährlicher Trend zeichnet sich ab: Durch die Langsamfahrstrecke zwischen Holzkirchen und Schaftlach müssen Autofahrer an Bahnübergängen derzeit länger warten – zu lange finden einige und ignorieren an unbeschrankten Übergängen einfach das Haltesignal.

Vorsicht an unbeschrankten Bahnübergängen: Auch wenn die Züge scheinbar langsam heranrollen, Haltsignal in jedem Fall einhalten. /Bild: Bayerische Oberlandbahn
Vorsicht an unbeschrankten Bahnübergängen: Auch wenn die Züge scheinbar langsam heranrollen, Haltsignal in jedem Fall einhalten. /Bild: Bayerische Oberlandbahn

Wie die Bayerische Oberlandbahn gestern mitteilte, wolle das Unternehmen und die Deutsche Bahn „aus gegebenem Anlass“ auf das richtige Verhalten an Bahnübergängen hinweisen. Durch die Langsamfahrstelle zwischen Schaftlach und Holzkirchen habe man beobachtet, dass vor allem am unbeschrankten Bahnübergang in Thann „wiederholt die Vorfahrtsregeln missachtet wurden“.

In der Pressemitteilung heißt es: „Vielen Verkehrsteilnehmern ist die Bedeutung des Andreaskreuzes und der Sicherungsanlagen nicht hinreichend bekannt, oder die Gefahren werden unterschätzt.“ So dauert einigen Autofahrern die Wartezeit an den Bahnübergängen derzeit offensichtlich zu lange. Durch die nur langsam heranrollenden Züge, scheint die Gefahr einschätzbar. Doch weit gefehlt: Die Züge sind sehr viel schneller dran, als es scheint – trotz Langsamfahrstrecke. Außerdem haben die Züge aufgrund ihres Gewichts und der hohen Geschwindigkeiten einen sehr viel längeren Bremsweg als ein normaler PKW, so die BOB-Verantwortlichen.

Tödlicher Unfall vor einigen Jahren

2011 kam es am Thanner Bahnübergang zu einem tragischen Unfall, bei dem zwei junge Männer in ihrem Auto von einem Zug erfasst wurden und tödlich verunglückten. Da die Stelle auch heute noch schlecht einsehbar ist, gilt hier besondere Vorsicht und Achtsamkeit – trotz rückläufiger Unfallzahlen. „Im vergangenen Jahr kam es zu keinen Zwischenfällen an diesem Bahnübergang“, erklärt Ernst Größwang, Verkehrsexperte der Polizei Holzkirchen. Insgesamt sei die Zahl der Unfälle an Bahnübergängen rückläufig.

Doch die Verantwortlichen der BOB warnen: „Immer wieder kommt es zu tragischen Unfällen, die durch richtiges Verhalten der Verkehrsteilnehmer zu 95 Prozent vermieden werden könnten“.

Bauarbeiten in Warngau vorzeitig beendet

Ein gute Nachricht gibt es allerdings. So können die Bauarbeiten in Warngau einen Tag früher beendet werden – heißt: Die Bahn fährt zwischen Holzkirchen und Schaftlach schon ab heute wieder mit normaler Geschwindigkeit, statt erst am Samstag.

Aus diesem Grund weisen die Verantwortlichen der BOB eindringlich darauf hin, den Vorrang des Schienenverkehrs vor dem Straßenverkehr zu beachten und das rot blinkende Licht an dem Bahnübergang als absolutes Haltsignal zu respektieren. Die Holzkirchner Polizei empfiehlt generell, die Geschwindigkeit vor Bahnübergängen zu reduzieren.


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