Wiesseer Seepromenade: Bis der Glanz kommt braucht es noch eine ganze Weile

Von Redaktion

Ergänzung vom 11. März / 08:30 Uhr
Da waren wir mit der letzten Überschrift „Bad Wiessee bald in neuem Glanz: Die Seepromenade wird verschönert“ wohl ein wenig zu forsch. Denn obwohl die Gremien sich seit Jahren darüber Gedanken machen und bereits Pläne für die Verschönerung der Promenade existieren, konnten sich die Parteien im Kurausschuss auch gestern auf keine Lösung einigen.

Der Grund ist jedoch tendenziell positiv, da nun zum ersten Mal ein nachhaltiges Konzept für Wiessee und die Promenade auf- und vor allem umgesetzt werden soll. Wahrscheinlich.

Angefangen hatte die Diskussion um die Verschönerung der Promenade mit sogenannten Liegebänken, die auf dem Areal verteilt werden sollen. Die Sorge um die vielen älteren Kurgäste brachte die Mitglieder des Ausschusses dazu, zwar prinzipiell für eine solche Lösung zu sein, jedoch nur wenn ein Orthopäde die Altersverträglichkeit bestätigt.

Und dann kam Julian Siebach, Betreiber der Wandelhalle und brachte die geplante Tagesordnung „komplett durcheinander“ wie Bürgermeister Höß am Ende mit einem Schmunzeln betonte. Siebach`s Auftritt zum Thema „Vision eines professionellen Ortsmarketings“ war zwar erst am Ende der Veranstaltung vorgesehen. Jedoch wies er bereits bei den Liegen darauf hin, dass man sich die geplanten 15.000 Euro aufheben solle, sobald man ein Gesamtkonzept für die geplante Verschönerung habe.

Unterstützt von Jupp Brenner (CSU) schlug Siebach vor die Seepromenade für eine Art offene Verkaufsausstellung von Liegenabietern zu nutzen. Zumindest für diesen Sommer. Der Vorteil: Man muss sich nicht auf eine spezielle Art festlegen, die man im nächsten Jahr nicht mehr haben möchte. Und vor allem spart man sich die Kosten, da die Anbieter die Liegen kostenfrei zur Verfügung stellen. Kontakte in dem Bereich gibt es bereits. Eine kurzfristige Lösung sei kein Problem, so Siebach.

Die geplanten Sonnenschirme wurden wie die relativ schnell umsetzbare Wasserfontäne für die Wiesseer Bucht ebenfalls ein Opfer der im Kurausschuss aufkommenden „Wir brauchen ein Gesamtkonzept“ Bewegung.

In 4 Wochen will man nuun im Rahmen einer Klausur über die Promenade entscheiden. Auf den Tisch soll dann auch das sehr visionäre Ortsplanungskonzept für Bad Wiessee kommen, welches Julian Siebach gestern Abend ausführlich skizziert hat.

Der Tenor der Präsentation „Wir alle müssen begreifen, dass Bad Wiessee auf dem aufsteigenden Ast ist und nicht andersherum“ brachte einige zum Nachdenken.

Das Konzept werden wir noch ausführlicher vorstellen. Vor allem die folgende Diskussion um Sinn und Unsinn einer TTT und deren „horrender Budgetbedarf“ könnten noch für einigen Gesprächsbedarf sorgen.

Die Seepromenade in Bad Wiessee soll schöner werden. Konkret wird es Entspannungsliegen anstatt der Holzbänke geben

Ergänzung vom 07. März / 18:51 Uhr
Bereits letzten November hatte sich der Wiesseer Kurausschuss mit der Verschönerung des „Prunkstücks“ Seepromenade befasst. Die Entscheidung von damals: Wir gehen es langsam an und wollen die Promenade im nächsten Frühjahr, also heuer, Stück für Stück schöner machen.

Nun ist März, der Frühling befindet sich optisch vor der Tür, und die Seepromenade ist bald dran. Nur noch die letzten Entscheidungen müssen in einer erneuten Kurausschuss-Sitzung am kommenden Donnerstag, den 10. März im Lesesaal des Haus des Gastes getroffen werden.

1. Liegebänke sollen aufgestellt werden – war bereits bei der letzten Sitzung Thema

2. Ein Sonnenschutz für Besucher der Konzerte am Seepavillon – Ein Wunsch von Bernhard Krahl-Urban, dem umtriebigen Manager des Wiesseers Kurorchesters. Damit es auch bei starker Sonneneinstrahlung noch Spass macht den Musikern zuzuhören.

3. Installation einer 16 Meter hohen Wasserfontäne in der Wiesseer Bucht – sozusagen als Blickfang, der auch nachts angestrahlt werden soll.

Richtig spannend wird es dann bei Punkt 5 der Tagesordnung, der Vision von Wandelhallen-Vermarkter Julian Siebach zur professionellen Vermarktung von Bad Wiessee. Das hat dann zwar nur sekundär etwas mit der Verschönerung der Seepromenade zu tun. Interessant dürften jedoch die Diskussionen im Kurausschuss dazu werden.

Hier noch die aktuelle Einladung:

Die Einladung zum Wiesseer Kurausschuss am 10. März um 18:30 Uhr im Haus des Gastes

Ursprünglicher Artikel vom 03. Dezember:
„Klar ist, dass wir die Seepromenade angehen müssen. Aber warum wir beim Seeforum seit Jahren nichts machen, ist mir schleierhaft. Dieser Zustand ist einem Kurort nicht angemessen“, so die deutlichen Worte von Kurt Sareiter (CSU) im letzten Wiesseer Kurausschuss.

Sareiter forderte in der Sitzung nicht nur die Seepromenade maßgeblich zu verbessern, sondern erweiterte seine Forderungen auch auf das Projekt Seeforum; und dies unabhängig von der Zukunft des Hotel Lederers. Damit war er zwar nicht der einzige im Ausschuss. Wurde jedoch bei dieser Forderung sehr schnell von Bürgermeister Peter Höß ausgebremst:

Vor 3 Jahren hatten wir auch 1,5 Millionen Euro mehr in der Gemeindekasse. Auch wenn wir es gerne hätten, können wir uns heute nicht mehr das alles erlauben was noch vor einigen Jahren vom Gemeinderat beschlossen wurde.

Wir haben im Nachgang Peter Höß nochmal gefragt, wie er das Thema Seeforum und die Auswirkungen auf die Umgestaltung der kompletten Seepromenade sieht. Hier seine kurze Einschätzung:

Bei der Seepromenade ist Höß also, wie auch von TTT-Chef Georg Overs gefordert, bereit und willens Geld in die Hand zu nehmen, um diese maßgeblich zu verbessern. Die konkreten Vorschläge sind nämlich schon da. Bereits 2004 hatte die Gemeinde in einer aufwändigen Analyse Maßnahmen zu Papier gebracht und bewertet. Das ganze verschwand dann aber in der Schublade. Passiert ist bis dato bekanntermaßen noch nichts.

Aber wie Georg Overs betonte: „An der Promenade muss im nächsten Jahr einiges passieren. Etwas mit Aha-Effekt. Wir versprechen den Gastgebern schon seit Jahren Neuerungen. Und die wiederrum halten Ihre Gäste hin. Das ist einfach kein guter Zustand.“

Und so wie es jetzt aussieht geht es zwar klein los; aber es geht los: Mit Kunstprojekten wie heuer schon, mehreren Entspannungsliegen und weiteren kleinen Schritten.

Die Seepromenade wird also Stück für Stück repäsentativer – im nächsten Frühjahr dann.


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