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Netzwerk der gesunden Städte

Bad Wiessee wird WHO-Gemeinde

Von Nicole Posztos

Aktualisierung vom 18. Juni / 09:57 Uhr
Bad Wiessee ist sowohl dem Namen als auch dem eigenen Selbstverständnis nach ein Kurort. Um diesem Prädikat weiteren Ausdruck zu verleihen, hatte sich die Gemeinde im November 2012 um einen Beitritt zum “Netzwerk der gesunden Städte und Gemeinden”, einem Programm der WHO, beworben.

Seit dem 6. Juni gehört Wiessee nun als zweites bayerisches Heilbad zu dem Kreis von weltweit 75 Mitgliedern. Ein Ziel der Beteiligung ist es auch, sich international mit Städten wie Wien und Kopenhagen sowie national mit Berlin, Dresden oder Kurorten wie Bad Segeberg und Bad Bramstedt fachlich auszutauschen.

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Bad Wiessee möchte sich noch stärker als Kurort positionieren.

Am 19. Juni ist nun die Urkundenverleihung, die ab 14 Uhr in der Wandelhalle stattfindet. Während des offiziellen Teils werden verschiedene Redner einen Einblick in diverse Themen rund um den Gesundheitstourismus geben.

So wird unter anderem Klaus Westphal, Wirtschaftsförderer des Kreises Segeberg, unter anderem darüber berichten, was in den letzten Jahren in den beiden Kurstandorten des Kreises unternommen worden ist, um die Gesundheitswirtschaft nachhaltig zu beleben. Eine Herausforderung, vor der auch Bad Wiessee steht.

Mit der Mitgliedschaft im Gesunde Städte-Netzwerk der Weltgesundheitsorganisation, so die Verantwortlichen, möchte Bad Wiessee ein Statement für die Zukunft abgegeben: “sich der Gesundheit und dem Wohl der Menschen – sowohl vor Ort als auch als Tourismusregion – zu verpflichten.”

Ursprünglicher Artikel vom 11. November 2012:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich bereits im Jahr 1988 auf ein Konzept zur weltweiten Gesundheitsförderung verständigt. Darin inbegriffen sind unter anderem Projekte zur Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz, an Schulen aber auch in Städten und Gemeinden.

Aus dieser Arbeit ist schließlich das Netzwerk der gesunden Städte und Gemeinden in der Bundesrepublik Deutschland entstanden. Dieses zählt bislang 80 Mitglieder. Auch Bad Wiessee würde gerne dem Kreis, zu dem auch bayerische Städte wie Nürnberg, Würzburg oder München dazugehören, beitreten. Das hat Bürgermeister Peter Höß auf der letzten Sitzung des Gemeinderates verkündet:

Bad Wiessee ist ein Kurort, da würde es uns sicherlich gut zu Gesicht stehen, wenn wir dies auch mit einem Siegel der WHO nochmals untermauern könnten.

Für 250 Euro im Jahr ist man dabei

Die Kriterien für eine Mitgliedschaft in dem Gesundheitsnetzwerk der WHO scheinen relativ leicht zu erfüll sein. Bad Wiessee müsse nur einen Antrag stellen und sich damit zukünftig verpflichten, bei allen Entscheidungen die im Gemeiderat getroffen werden, den Gesichtspunkt Gesundheit mit in Betracht zu ziehen. Als Jahresbeitrag sind 250 Euro fällig. Darüber hinaus kann und soll sich Bad Wiessee dann aktiv am Netzwerk beteiligen und sich einmal jährlich in eine Konferenz des Netzwerks mit einbringen.

Eine Summe, die einige Mitglieder des Gremiums für durchaus sinnvoll investiert halten. “Eine Beitrag von 250 Euro im Jahr ist doch eine kostengünstige Investition und ein solches Siegel der WHO ist gute Werbung für unseren Ort,” so Birgit Trinkl von den Freien Wählern.

Versteckte Risiken?

Nichts desto trotz gab es auch einige kritische Stimmen. ”Obwohl das Netzwerk bereits seit 1988 exisitert, sind nur 80 Städte und Gemeinden darin vertreten, das ist schon verwunderlich,” gab Hartwig Bayerschmidt (CSU) zu bedenken und brachte dabei den Gedanken ins Spiel, dass eine Mitgliedschaft vielleicht auch versteckte Risiken mit sich bringen könnte.

Bürgermeister Peter Höß versicherte daraufhin, dass die Mitgliedschaft im Netzwerk auch jederzeit wieder kündbar sei und versprach sich darüber nochmals zu informieren. In der abschließenden Abstimmung sprach sich der Gemeiderat dann mit großer Mehrheit für das Beantragen der Mitgliedschaft aus. Lediglich Hartwig Bayerschmidt und Kurt Sarreiter (beide CSU) stimmten dagegen. Als Ansprechpartnerin der Gemeide Bad Wiessee wurde Brigtta Ammer vom Jodschwefelbad ernannt.

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