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69-Jähriger angelogen und abgezockt

Bargeld-Übergabe im fünfstelligen Bereich

Von Filiz Eskiler

Es ist keine neue Masche, trotzdem ist ein Vorfall von diesem Wochenende kaum zu glauben: ein 69-Jähriger aus dem Landkreis Miesbach wurde zu einer Übergabe von Bargeld im fünfstelligen Bereich überredet. Wie konnte das passieren?

Am Freitagvormittag, den 26. November, erhielt ein 69-Jähriger aus einer nördlichen Gemeinde im Landkreis Miesbach einen Anruf von einem Mann, der sich als ein Polizist ausgab. Der angebliche Kripobeamte versuchte den 69-Jährigen von einer verdeckten Fahndung wegen eines Raubdelikts zu überzeugen. Das Geld des Mannes, so der falsche Polizeibeamte, sei nicht mehr sicher – sowohl das Geld daheim als auch das auf seinen Bankkonten.

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“Hochprofessionell agierende Täter”

Stundenlang lief das Telefonat zwischen dem Betrüger und dem 69-Jährigen. Schließlich wurde der Mann dazu überredet, Bargeld in niedriger fünfstelliger Höhe vor seinem Haus an einen “Kollegen” des Betrügers zu übergeben. Laut dem Polizeipräsidium Oberbayern Süd agierten die Täter “hochprofessionell”. Weiter wird berichtet:

Erst später am Nachmittag wurde dem 69-Jährigen bewusst, dass er Opfer von Betrügern geworden war und der Mann erstattete Anzeige bei der echten Polizei.

Das Polizeipräsidium warnt eindringlich vor diesen und ähnlichen Betrugsmaschen. Einige Tipps der Polizei gilt es zu beachten, sollte man tatsächlich einen solchen Anruf erhalten:

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angeblich dringende Ermittlungen, z. B. zu einem Einbruch oder Überfall in der Nähe!
  • Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen! Legen Sie einfach auf!
  • Lassen Sie niemanden in die Wohnung, der sehen will, wo Sie Geld oder Schmuck aufbewahren!
  • Rufen Sie nie über die am Telefon angezeigte Nummer zurück! Drücken Sie keine Wahlwiederholung. Legen Sie auf und wählen dann neu den Notruf 110!
  • Übergeben Sie nie Geld an Unbekannte!
  • Erstatten Sie immer, auch im Versuchsfall, Anzeige bei Ihrer Polizeiinspektion!

“Bitte sprechen Sie mit Ihren Verwandten, Freunden, Bekannten und im sozialen Umfeld über das Betrugsphänomen”, richtet sich das Polizeipräsidium Oberbayern Süd an alle Bürger. “Geben Sie auch die genannten Verhaltenstipps weiter! So können Sie sich und andere vor skrupellosen Betrügern schützen”.

Hilfsangebote zu allen Themen, auch zum Themenbereich des Internetbetrugs und deren Maschen finden Sie auch im Internet unter www.polizei-beratung.de.


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