Wiesseer Gemeinderat lehnt Klinik-Erweiterung ab
Bedenken wegen Wildparkern

von Rose Beyer

Vor vier Wochen erst hat sich der Kreuther Gemeinderat für eine Erweiterung der “Klinik im Alpenpark” ausgesprochen. Dabei war es bereits da zu einigen Diskussionen gekommen. Denn die Räte mussten sich entscheiden: entweder für die 30 neuen Betten oder die eigene Ortsgestaltung.

Am vergangenen Dienstag nun musste sich der Gemeinderat in Bad Wiessee mit den Plänen der Klinikbesitzer auseinandersetzen. Und die Wiesseer haben klare Vorstellungen, was die Stellplatz-Situation betrifft.

Kreuth-Ringsee: Die Klinik im Alpenpark soll erweitert werden.
Kreuth-Ringsee: Die Klinik im Alpenpark soll erweitert werden.

Die „Klinik im Alpenpark“ plant einen zweiten Trakt. Insgesamt 30 zusätzliche Betten sollen so entstehen und damit auch die Wirtschaftlichkeit des Betriebes weiter erhöhen. Für das Vorhaben ist jedoch nicht nur das bereits erfolgte Einverständnis der Gemeinde Kreuth nötig. Auch Bad Wiessee muss sich mit den Plänen auseinandersetzen.

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Die Krux an der Sache: die Klinik befindet sich in Ringsee und damit auf Kreuther Boden. Der Parkplatz liegt dagegen auf Wiesseer Grund. Und die setzen wesentlich strengere Regeln an als die Nachbargemeinde. Auf vier Betten müsse ein Stellplatz kommen, so die Ansage aus der Wiesseer Verwaltung. Die Kreuther geben sich dagegen mit einem Stellplatz pro acht Betten zufrieden. Bei einer Gesamtkapazität von 150 Betten differieren die beiden Rechnungen dann schon ganz schön.

“Wir wollen die Nachbarn schützen”

Dazu kämen außerdem noch die Fahrzeuge der Angestellten, so Wiessees Bauamtsleiter Helmut Köckeis auf Nachfrage. Köckeis macht sich grundsätzlich Sorgen, wie das mit den Stellplätzen funktionieren solle. Zudem habe der Parkplatz laut Köckeis keine baurechtliche Genehmigung. Und man wolle die Nachbarn schützen.

Grund genug für die Wiesseer Verwaltung den Antrag des Betreibers erst einmal abzulehnen. Auch wenn, so die Aussage im Gemeinderat eine Erweiterung der Klinik begrüßt werde. Doch die Frage nach den Parkplätzen müsse zu erst geklärt werden. “Wir wollen, dass das klipp und klar nachgewiesen wird, sonst haben wir pausenlos Wildparker und Komplikationen auf der Straße”, fordert der Bauamtsleiter. Eine Tiefgarage sei die eigentlich bessere Lösung.

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