Bei Schnee und Kälte – Leeberg eingeweiht

Von Nicole Posztos

Wenn an einer Stelle wie dem Leeberg ein millionenschwere Gehwegsverbreiterung, Verkehrsinsel und Abbiegespur eingeweiht wird, dann darf die große Politik nicht fehlen.

Dabei war es, bei den aufgrund Kälte und Schnees eher kurzen Ansprachen, vor allem ein Satz von Claus-Peter Olk, der im Gedächtnis blieb: „Die Stadt Tegernsee ist die Gewinnerin.“

Das gilt im besonderen, nachdem man dort so lange auf die Fertigstellung des wichtigen Teilstücks gewartet hatte. Aus verschiedenen Gründen wurde die Maßnahme immer weiter verschoben. Doch im Juni diesen Jahres ging es los mit den Bauarbeiten, die nach fünf Monaten abgeschlossen waren.

Von links: Alexander Radwan, Jakob Kreidl, Ilse Aigner, Peter Janssen und Claus-Peter Olk.

Eigens zur heutigen Einweihung war auch Bundesministerin IIse Aigner gekommen. Und zusammen mit Claus-Peter Olk vom Rosenheimer Bauamt, dem Landtagsabgeordneten Alexander Radwan, Landrat Jakob Kreidl und Tegernsees Bürgermeister Peter Janssen durchschnitten sie das Band.

Sieben Jahre, drei Abschnitte, 2,1 Millionen Euro

Abgeschlossen ist damit auch der gesamte Ausbau der B 307 zur Verbesserung der Tegernseer Ortsdurchfahrung. Die ersten Vorbereitenden Arbeiten gab es bereits 2002. Ab 2004 wurden dann die kompletten Arbeiten vom Rosenheimer Bauamt in drei Teilabschnitten realisiert.

Der Bauabschnitt 1 mit einer Länge von 250 Metern wurde bereits 2004 gebaut und erstreckte sich von der Leebergstraße Richtung Süden. Neben einem Ausbau der Fahrbahn wurde der Geh- und Radweg auf drei Meter verbreitert.

Der Bauabschnitt 2 wurde 2009 in Angriff genommen. Die Bauarbeiten erfolgten ab dem Fischerstüberl bis kurz vor die Leebergstraße auf einer Länge von 340 Metern. Auch hier wurde die Straße ausgebaut und der Geh- und Radweg auf 3 Meter verbreitert.

Der gesamte Abschnitt um den Leeberg herum. Quelle: Staatliches Bauamt Rosenheim

Und heuer konnte mit dem Bauabschnitt 3 die letzte Lücke im Bereich der Leebergstraße geschlossen werden. Das Kernstück dieses Abschnittes ist die neue Anbindung der Leebergstraße an die Bundesstraße mit dem Bau der über 8 m hohen und 100 m langen Stützwand mit einer Gesamtfläche von ca. 620 m2.

Insgesamt, so das Bauamt, konnte dadurch die Ortsdurchfahrt von Tegernsee für alle Verkehrsteilnehmer sicherer und für den Ort optisch ansprechend gestaltet werden. Der Gesamtaufwand beläuft sich auf 2,1 Millionen Euro.

Und damit bekommt Tegernsee endlich auch die Durchfahrt, die es laut Peter Janssen verdient. Denn Janssen hatte Anfang des Jahres auf die wiederholten Absagen der Bauarbeiten etwas genervt klargestellt:

Ein Fremdenverkehrsort wie Tegernsee kann sich ein drittklassiges Netz an Geh- und Radwegen nicht leisten.

Vom damaligen Ärger war heute aber nichts mehr zu spüren. Und nach der ruppigen Kälte an der Point war die Einkehr ins Bräustüberl umso angenehmer. Einweihungen muss man eben feiern, wie sie fallen.

Von links: Bürgermeister Peter Höß (Bad Wiessee), Landrat Dr. Jakob Kreidl (CSU), Bürgermeister Peter Janssen (Tegernsee), Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner / Quellle: Bräustüberl Tegernsee


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