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Die Belanglosigkeiten der Tegernseer Zeitung – Oder wie man aus einem Furz einen Donnerschlag macht

Von Redaktion

Wir hatten ja schon über die “Belanglosigkeiten” und Falschmeldungen der Tegernseer Zeitung geschrieben. Insofern könnte man sagen: Gut, das Thema ist auch irgendwann durch. Aber interessant wird das ganze schon, wenn man sich teilweise auf den gleichen Sitzungen tummelt. Denn es ist faszinierend was da für “Nachrichten” rauskommen. Konstruiert bis gelogen wäre vielleicht zu viel. Aber an den Haaren herbeigezogen ist es allemal. Auch da, liebe Tegernseer Zeitung, habt Ihr mein Verständnis. Eine Zeitung täglich zu füllen ist nicht einfach. Aber wie es nun mal so ist mit Füllmaterial – das wandert am besten in die freien Ritzen und drüber kommt der Putz.

Aber nicht bei euch. Da wandert der ganze belanglose Müll auf die Titelseite. So wie heute wieder:

Realschul-Bau noch einmal auf dem Prüfstand?
Erweiterung des Wiesseer Gebäudes statt Neubau in Finsterwald: Kreisausschuß soll abermals beraten.

Das ist die zweite Titelgeschichte. Der Artikel drüber zum Strandbad in Tegernsee ist zwar nicht besser. Aber die konstruierte Geschichte zum scheinbar auf der Kippe stehenden Realschul-Bau in Gmund ist wirklich einmalig.

Zur Erklärung: Am Ende der Diskussion zum Schulcontainer-Thema im Wiesseer Gemeinderat am Donnerstag meldete sich Fritz Niedermaier (FWG) zu Wort. Sein Vorschlag, man solle doch mal prüfen, ob nach dem Abriss des Feuerwehrhauses und der Turnhalle das ganze Areal nicht einfach zu der Gesamt-Realschule erweitert werden könne. Denn er glaubt das komme wahrscheinlich um die Hälfte billiger als wie ein Neubau in Finsterwald und überhaupt wäre es ja egal ob die Schüler nach Wiessee fahren oder nach Gmund und dann sind ja auch die Finanzen des Landkreises so mies – hat er in der Zeitung gelesen.

Der zweite Bürgermeister, Robert Huber, der als Vertreter des Gremiums alle Vorschläge der Gemeinderäte aufnehmen muss, bügelt den Vorschlag in einer knapp 10-sekündigen Antwort mit diesen Worten ab:

“Es ist mein Auftrag als Mitglieds eines Gremiums eine Anregung aufzunehmen.
Ich bin Mitglied des Kreisausschusses und werde das so vortragen,
wie du es eingebracht hast. Und dann schauen wir auf die Ressonanz letztendlich.”

Also zusammengefasst: Ein Gemeinderat macht einen nicht-fundierten Vorschlag. Dieser wird von niemanden diskutiert und auch nicht ernstgenommen. Und derjenige, der das Thema weiteregeben soll, bügelt den Vorschlag in 10 Sekunden ab.

Daraus eine Titelgeschichte zu machen, die dem Leser das Gefühl gibt, der Bau in Gmund stehe auf der Kippe, ist mehr als dreist. Das ist leserverdummend, konstruiert und schlussendlich eine Täuschung.

Was wir uns jetzt fragen: Warum macht die Tegernseer Zeitung sowas? Sind das wirklich Füllprobleme? Oder soll eventuell noch mehr Unsicherheit beim Thema Schule im Tal geschürt werden? Haben die Menschen von der Zeitung einfach keine Lust, hintegründiges zu berichten? Warum schreibt man nicht darüber, wie es das so scheinbar erfolgreiche Monte Mare (Die Zeitung berichtete) einfach nicht auf die Reihe bekommt, das Strandbad richtig zu betreiben?

Für sowas 27 Euro im Monat zahlen? Wer`s mag. Mein Abo habe ich schon gekündigt. Aber danke trotzdem für die tollen Bilder von der Feier des Hotels Das Tegernsee. Die Werbung war sicher nicht billig.


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