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Berufsunfähigkeit – Beiträge steigen 2017

Von Redaktion

Vor allem junge Menschen und Berufseinsteiger denken zu selten über das Thema Berufsunfähigkeit nach. Doch eine langwierige Krankheit, ein Unfall oder immer häufiger werdende psychische Erkrankungen können schon in jungen Jahren zur dauerhaften Aufgabe des Jobs zwingen. In solchen Fällen kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung dabei helfen, den Lebensstandard dauerhaft abzusichern. Wer noch keine entsprechende Versicherung hat, sollte sich beeilen. 2017 könnten die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung nämlich merklich steigen.

Bildrechte: Flickr Sick Leonid Mamchenkov CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Die Beträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung drohen 2017 teurer zu werden. Wer sich erst 2017 für diese Versicherung entscheidet, muss mit einer Beitragserhöhung von bis zu fünf Prozent rechnen. Das liegt daran, dass der Garantiezins 2017 auf 0,9 Prozent sinkt. Die Reserven der Versicherer werden daher niedriger verzinst. Um das Niveau zu halten, müssen die Versicherungsnehmer tiefer in die Tasche greifen.

Vor allem für junge Menschen wird es teuer. Dabei profitieren gerade sie am längsten vom Schutz dieser Versicherung. Für sie ist ein Abschluss also noch 2016 empfehlenswert. Doch auch wenn die Zeit drängt, sollte nicht einfach der erstbeste Tarif abgeschlossen werden. Denn die Angebote der Versicherer fallen recht unterschiedlich aus. Ein Blick in die Klauseln kann bares Geld bringen.

Tipps für den Abschluss

Um den Lebensstandard halbwegs zu erhalten, sollte die monatliche Rente aus der Berufsunfähigkeitspolice zwischen 70 und 100 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens betragen. Ein Knackpunkt bei den Versicherungen ist, wann die Rente überhaupt ausbezahlt wird. Idealerweise sollten Versicherungsnehmer die volle Summe schon bei 50 Prozent Berufsunfähigkeit ausbezahlt bekommen, wie es zum Beispiel bei der CosmosDirekt üblich ist. Einige Versicherungen zahlen jedoch erst bei einem höheren Grad. In diesem Zusammenhang ist auch der sogenannte Prognosezeitraum relevant. Dies ist der Zeitraum, den der Arzt für eine voraussichtlich andauernde Berufsunfähigkeit attestieren muss. In vielen Tarifen ist dieser Zeitraum mit ein bis drei Jahren angegeben. Da dies oft nicht realistisch ist, sollten im Vertrag maximal sechs Monate vereinbart werden.

Die Berufsunfähigkeit ist am besten auf den erlernten Beruf bezogen. Andernfalls kann der Versicherer verlangen, dass der Berufsunfähige in einem anderen Beruf arbeitet. In der Versicherungssprache heißt dies „abstrakte Verweisung“. Wer also nicht in einem anderen als dem erlernten Beruf weiterarbeiten möchte, sollte darauf achten, dass die abstrakte Verweisung ausgeschlossen ist.

Berufsunfähigkeitsversicherungen werden manchmal zusammen mit einer Kapitallebens- oder Rentenversicherung angeboten. Von solchen Angeboten ist abzuraten. Wer nämlich die Altersvorsorge kündigt, verliert zugleich den Risikoschutz. Dann im vielleicht fortgeschrittenen Alter erneut eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, kann teuer werden.

Am günstigsten sind Berufsunfähigkeitsversicherungen, wenn noch keine Vorerkrankungen bestehen. Mit zunehmenden Alter treten jedoch häufiger gewisse Leiden und Krankheiten auf. Diese sollte man beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitspolice auf keinen Fall verschweigen. Wer die Fragen nach dem Gesundheitszustand nicht wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet, riskiert seinen gesamten Versicherungsschutz.

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