Besondere Sportarten im TV schauen: Wie geht das?

von Extern

Sportfans wissen es: Fußball– und Formel 1-Fans sind privilegiert, denn es ist schon schwierig, gar nichts vom Sport mitzubekommen. Wer jedoch ein Fan einer anderen Sportart ist, sei es eine eher im Ausland bekannte Sportart oder eine Randsportart, der blickt förmlich in die Röhre. Wenn man was kommt, dann wahlweise als sinnlos zusammengeschnittene Zusammenfassung zwischen Suppe und Kartoffeln, alternativ aber auch zu arbeitsunfreundlichen Uhrzeiten mitten in der Nacht. Aber gibt es rund um NBA, NFL und anderen Sportarten nicht auch nützliche Möglichkeiten?

Direktangebote für Deutschland nutzen

Es gibt durchaus die Chance, besonderen Sport oder Randsportarten in Deutschland zu schauen. Die bekannteren – und großen – internationalen Sportarten haben durchaus ihren Weg zu den bekannten Streaming-Anbietern im Sport gefunden. So beispielsweise die NBA:

  • Watch NBA – der Dienst hat mehrere Pakete, die wahlweise einen einzelnen Zugang zu jedem Spiel bieten, alternativ kann ein Mehrfachzugang gewählt werden. NBA-Spiele gehen so definitiv nicht unter.
  • Vorteil – da es mehrere Pakete gibt, kann der Fan mühelos entscheiden, wie er die NBA schauen mag.
  • Offline – jedes Spiel kann auch offline oder halt später geschaut werden. Das ist hinsichtlich der Zeitumstellung natürlich praktisch.
  • Auch andere Sportarten lassen sich mitunter über Direktangebote schauen. Reitsport läuft beispielsweise unter einem Abo bei Clipmyhorse oder FEI.tv. Beim Golf sieht es ein wenig anders aus, da die Livestreams je nach Tour variieren.

    Angebote der hiesigen Pay-TV-Sender nutzen

    Nicht nur die Pay-TV-Sender bieten Sportarten. Nitro und Pro7 haben sich als klassische TV-Sender rund um die NBA und Dart herausgehoben. Doch auch die Pay-TV-Sender bieten gemeinsam mit Streamingdiensten viel an:

  • Sky – Golf, Tennis, teilweise auch die NBA und NFL sind mit im Angebot. Allerdings beschränken sich oft die Streams auf große Spiele oder Wettbewerbe.
  • DAZN – der Dienst bietet längst etliche Spartensportarten in vielen Streams. Welche Games gezeigt werden, hängt oft von der Rechtevergabe ab.
  • RTL+ – der Streamingdienst konzentriert sich zwar in erster Linie auf Fußball, doch zeigt er mitunter auch andere Sportarten. Der Vorteil: Das Abo ist mit 4,99 Euro günstig.
  • Telekom – Magenta Sport zeigt neben der dritten Fußballbundesliga auch Eishockey und den deutschen Basketball- und Footballsport. Auch die NHL wird bei Magenta Sport oft gezeigt.
  • Für viele Randsportarten muss der Fan durchaus kreativ werden. Den meisten Fans geht es so, dass sie zwar einen Wettbewerb oder ein Turnier sehen wollen, aber kaum Interesse daran haben, ein ganzes Jahr im Abo zu bezahlen. So sehen es beispielsweise Reitsportfreunde. Sie nutzen den Probemonat von einem der beiden Anbieter, um das Turnier zu sehen. Fällt später wieder was Interessantes an, so wird eine neue E-Mail-Adresse genutzt. Ob das ebenfalls für Fans anderer Sportarten gilt, ist schwer zu sagen, doch ist es sehr wahrscheinlich.

    Doch auch die öffentlichen Sender sollten nicht vergessen werden. Selbst, wenn Sport nicht im normalen TV-Programm gezeigt wird, so gibt es oft online oder über die Mediathek einen Livestream.

    Ausländische Angebote nutzen

    Natürlich ist es möglich, alles online zu schauen. Wie viele Fußballfans haben schon Sky-Streams online geschaut, obwohl sie kein Abo haben? Wer sich nur halbwegs bei Google umsieht, der findet fast immer ein Ergebnis. Solche Streams kommen aber mitunter mit Problemen:

  • Performance – manchmal ist die Performance des Streams schlecht. Damit müssen Fans in diesem Fall gerade bei kostenlosen und nicht wirklich legalen Streams leben.
  • Sprache – gerade bei den illegalen Streams ist es längst nicht gesagt, dass es eine deutsche oder englische Tonspur gibt. Wird der Stream aus Italien ins Netz gebracht, müssen Fans mit der italienischen Tonspur leben.
  • Eine andere Möglichkeit ist, offizielle Streams zu nutzen und auch zu abonnieren. Natürlich ist es nicht ohne eigenes Zutun möglich, sich die NFL oder NBA direkt aus Amerika zu holen, denn die Streams arbeiten mit Ländersperren. Aber:

  • VPN – mit einem VPN können sich Nutzer in Deutschland mühelos als US-Amerikaner ausgeben. Der Trick ist schlichtweg, sich beim Einwählen die entsprechende US-IP auszusuchen. Wie das funktioniert, wird auf Vpnoverview.com erklärt.
  • Abo – bei Abomodellen muss dennoch ein wenig aufgepasst werden. Sobald Adressdaten mit ins Spiel kommen, ist ein VPN mitunter nicht ausreichend.
  • Freunde – wer hingegen im Ausstrahlungsraum Freunde hat, der kann sich wieder mit dem VPN behelfen und – nach Rücksprache – deren Log-in-Daten nutzen.
  • Generell ist die Nutzung eines VPN bei ausländischen Angeboten zwar einerseits legal, andererseits aber tückisch. Da es hinsichtlich der Übertragungsrechte strikte Regeln gibt, kann solch ein Stream nach Deutschland auch mal geblockt werden. Wer einen gemeinsamen Zugang mit einem Amerikaner nutzt, der muss bedenken, dass diesem der Zugang gesperrt werden könnte, wenn herausgefunden wird, dass der Account mit anderen Personen geteilt wird.

    Letztendlich ist es schwierig, eine allgemeingültige Regel rund um besondere Sportarten zu nennen. Dart-Fans haben ganz andere Möglichkeiten als Radsport- oder Schwimmfans. Oft ist der einzige Weg, sich selbst ausgiebig zu informieren und zu schauen, ob es mitunter eigene Streams gibt. Das kann nervig sein, zumal nicht jeder Wettbewerb oder jedes Turnier am gleichen Ort zu finden ist. Aber wer sich erst einmal damit beschäftigt, der findet im Regelfall durchaus irgendwo eine Möglichkeit, seinen Sport live oder wenigstens auf Abruf zu sehen.

    Fazit – Sport im TV: Es kommt auf den Sport an

    Es gibt keine klare Regel, wo welcher Sport wann, wo zu sehen ist. Je nach persönlicher Vorliebe müssen Fans selbst schauen, ob es mitunter sporteigene Streamingdienste gibt oder ob mit irgendeinem Anbieter Verträge abgeschlossen wurden. Liegt das Problem an der deutschen Ausstrahlung, so kann ein VPN helfen die Streams anderer Länder zu sehen. Letztendlich gilt hier die einfache Regel, dass es kaum ein Event, so groß oder klein es auch ist, nicht im Internet gezeigt wird.


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