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Weyarner Bürger können aufatmen

Bettler-Banden auf dem Rückzug

Von Cornelia Schramm

Nachdem sie in den letzten Monaten regelrecht von Bettlern in organisierten Banden terrorisiert wurden, können die Weyarner Bürger nun etwas aufatmen.

Die Welle an hartnäckigen Bettlern scheint zunächst vorüber zu sein. Aber nur bis zur Weihnachtszeit.

Die Weyarner Wohngebiter bekommen derzeit fast täglich beuscht von Bettler-Banden
In den Weyarner Wohngebieten waren die Bettler-Banden zuletzt unterwegs

Auf Nachfrage berichtet der Holzkirchner Polizeihauptkommissar Peter Wabnitz, dass die Bettelbanden, die vermehrt Bürger in Weyarn und Umland unter Druck gesetzt hätten, „verschwunden“ seien. „In unserem Dienstbereich war es die letzte Woche ruhig“, erklärt der Holzkirchner Polizist in Bezug auf Anrufe wegen Bettlern.

Für den Hauptkommissar ist die Gefahr aber keinesfalls gebannt. Es sei normal, dass die organisierten Banden nach verstärkter Präsenz wieder untertauchen und ihre Machenschaften in „andere Landkreise verlegen“ würden. Dennoch vermutet er, dass das organisierte Betteln zur besinnlichen Weihnachtszeit wieder zunehmen wird.

Mitleid fehl am Platz

Wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, kommt es meist nicht nur vermehrt zu Dämmerungseinbrüchen. Die Banden wissen genau wie sie vorgehen müssen. Gerade in der kalten Jahreszeit, in der Zeit um Weihnachten, besinnen sich viele Bürger auf das Essentielle: auf ein geborgenes Zuhause, warmes Essen und die Familie um sich.

Bettelnde Frauen, die vornehmlich Weihnachtskarten verkaufen, erschleichen sich schnell das Mitleid vieler, vor allem älterer, Bürger. Diese spenden aus Wohlwollen höhere Geldbeträge als sonst, was wiederum vermehrt das organisierte Verbrechen auf den Plan ruft. Die Polizei Holzkirchen rät eindringlich davon ab, den Bettler-Banden Geld zu spenden. Potentielle Spender werden von den Banden immer wieder gezielt aufgesucht, weiß Polizeihauptkommissar Wabnitz. Langfristig wird man die Banden so nicht los.

Mitleid sei aus Sicht der Polizei ebenfalls fehl am Platz. Die Bettler seien zwar arm, aber keineswegs notleidend. Per Bus würden sie meistens aus osteuropäischen Ländern abgeholt und gezielt in Ortschaften gefahren werden um dort zu betteln. Der einfache Bettler sieht von seiner „Beute“ wenig. Das Geld wird ihm sofort von den Hintermännern abgenommen. Und das auch zur Weihnachtszeit.

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