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Überraschende Wende der italienischen Firma

Betreiber des Schlierseer Skandalheims zieht die Reißleine

Von Sabiene Hemkes

Erst vor drei Tagen meldete das Landratsamt Miesbach, dass den Betreibern der Seniorenresidenz Schliersee nun endgültig die Betriebserlaubnis zum 20.11.2021 entzogen wird. Nun meldet sich der Betreiber Sereni Orizonte mit einer überraschenden Neuigkeit zu Wort.

Der Betreiber der Seniorenresidenz Schliersee schließt die Einrichtung frühzeitig.

Am Montag gab das Landratsamt Miesbach bekannt, den Betreibern der Seniorenresidenz Schliersee die juristische Grundlage zur Führung der Einrichtung zu nehmen. Landrat Olaf von Löwis nannte dies die “schwierigste und belastendste Entscheidung” seiner gesamten Amtszeit. “Aber es gibt keine Verbesserung der Situation in der Einrichtung mehr.“ (Zum Artikel mit allen Details geht es hier)

Nun meldet sich der italienische Mutterkonzern der deutschen S.O. Nursing GmbH Schliersee zu Wort. In einer Pressemitteilung erklären sie, dass sie die noch bestehenden Verträge mit den Bewohnern zum 30. September kündigen mussten. Dazu Simone Bressan, Direktorin der S.O. Nursing:

Unser vordringlichstes Ziel ist es, die Sicherheit und das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenresidenz Schliersee bis zur Stilllegung der Einrichtung zu gewährleisten.

Das bedeutet: Obwohl das Landratsamt erst ab Mitte November den Betrieb untersagt, zieht die S.O. Nursing GmbH Schliersee schon Ende September die Reißleine. Die verbliebenen Bewohnerinnen und Bewohner werden in der Schlierseer Einrichtung bis zum „letzten Betriebstag ordnungsgemäß betreut“, heißt es in der Meldung weiter.

Man wolle versuchen, mit den Familien und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „Angebote zu Alternativen zu finden.“ Besonders die eigene Einrichtung in Augsburg wird dabei von dem Konzern als Option erwähnt.

Italienischer Betreiber weist Vorwürfe zurück

In der Meldung wehren sich die Betreiber aber ausdrücklich gegen den Vorwurf, „unkooperativ“ bei der Wahl eines Übernahmekandidaten gewesen zu sein. Entsprechende Vorwürfe in dem Medien weisen sie als Falschaussagen vehement zurück.

Richtig sei vielmehr, dass sie bereit waren, „außerordentlich günstige Konditionen für den Erwerb des Unternehmens zu bieten“, um die Übernahme zu erleichtern. Ein seriöser, in „NRW beheimateten neuen Träger“ sei sehr an der Übernahme interessiert gewesen. Ein schon der ARGE vorgelegter Businessplan hätte allerdings nicht in der noch zur Verfügung stehenden Zeit bis zum 1. Oktober geprüft werden können.

Daher habe es laut Bressan keine Alternative zur Schließung der Schlierseer Residenz gegeben. Das Unternehmen verspricht zum Schluss der Erklärung: „Wir werden alle Bedürfnisse der Bewohner erfüllen und richten unser Planen und Handeln am Schutz der Gesundheit der uns anvertrauten betagten Menschen aus.“


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