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Bahnstrecke ins Oberland

Elektrifizierung für 75 Millionen Euro?

Von Nina Häußinger

Langsam kommt Fahrt in die Angelegenheit. Die Dieselmotoren der BOB sollen abgeschafft und die Strecken im Oberland elektrifiziert werden. Das hat die Bayerische Regierung im Juli 2017 erklärt. Nun steht ein erster Kostenrahmen fest.

Wann kommen die elektrifizierten BOB-Züge im Tegernseer Tal an und was wird es kosten?

Rund 75 Millionen Euro – so viel soll die Elektrifizierung der Bahnstrecken im Oberland kosten. Zumindest nach einem ersten Grobkostencheck, der auf der Internetseite www.bahnausbau-muenchen.de kommuniziert wird.

Die Webseite informiert über die Bauvorhaben der Deutschen Bahn im Großraum München. Dazu gehört auch das Bayerische Oberland und die vieldiskutierte Elektrifizierung. So heißt es auf der neugegründeten Informationsseite:

Die Oberlandstrecken werden bislang mit Dieseltriebwagen befahren, eine Umstellung auf elektrische Fahrzeuge wäre ein wichtiger Beitrag zur Luftreinhaltung und Lärmminderung im ökologisch sensiblen Alpenraum.

Zusätzlich zu der Errichtung der Oberleitungsanlagen auf allen Strecken im Oberland, ist auch geplant, das Unterwerk in Holzkirchen zu erweitern sowie die Leit- und Sicherungstechnik anzupassen. Einen konkreten Terminplan für das Vorhaben gibt es noch nicht.

Ursprünglicher Artikel vom 17. Oktober 2017 mit der Überschrift: „BOB-Alternative fürs Tal schon 2018?
Plötzlich soll doch alles ganz schnell gehen. Schon 2018 könnte der erste mit Akku und Brennstoffzellen betriebene Zug an den Tegernsee fahren, das berichtet der Merkur. Ein runder Tisch am Montag soll das entscheidende Treffen gewesen sein. Das Kabinett hatte schon im Sommer beschlossen die Dieselmotoren abzuschaffen. Doch eine Elektrifizierung der Bahnstrecke sollte frühestens 2032 fertig gestellt werden.

Wie die Landtagsabgeordnete Ilse Aigner (CSU) erklärt, sei der politische Wille da. Bis Januar sollen nun genau Zeitpläne erstellt werden, bis wann eine Elektrifizierung möglich ist und mit welchen Kosten das Unterfangen verbunden sein wird. Außerdem will man Ideen für eine Übergangslösung sammeln. Wasserstoffloks mit LOHC-Technologie seien dabei nun nicht mehr die erste Wahl, so Aigner weiter. Die Entwicklung dauere zu lange.

Siemens bietet Pilotprojekt für 2018

Angedacht sind jetzt Triebwagen, die ihren Strom von München bis Holzkirchen aus den bestehenden Oberleitungen und zwischen Holzkirchen und dem Oberland aus Akkus beziehen. Der Siemens-Konzern habe laut Aigner erklärt, dass ein solches Pilotprojekt schon 2018 zwischen München und dem Tegernsee zum Einsatz kommen könnte.

Auch Heino Seeger, Geschäftsführer der Tegernsee Bahn, begrüßt die neuen Entwicklungen. Er sieht durchaus die Möglichkeit die Probezüge zwischen den Fahrzeiten der BOB zu testen. Die werden nämlich zunächst nur ohne Fahrgäste eingesetzt, um die Akkulaufzeit zu testen. Dann werde auch entschieden, ob man zusätzlich eine Brennstoffzelle braucht.

Sollte das Projekt tatsächlich funktionieren, könnte man sich eine millionenschwere Elektrifizierung ins Oberland eventuell sogar ganz sparen. Auch Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis zeigte sich gegenüber der Zeitung zufrieden: „Die Politik gibt Gas, alle wollen voran kommen“, betont er.


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