Wettbewerb "Eisenbahner mit Herz" beginnt

BOB-Geschichten mit Herz gesucht

Von Lydia Dartsch

„Eisenbahner mit Herz“? Die gibt es definitiv bei der BOB – trotz der vielen Negativschlagzeilen. Vor drei Jahren schaffte es eine BOB-Mitarbeiterin auf das Siegertreppchen. Und auch dieses Jahr sucht die „Allianz pro Schiene“ Zugbegleiter und Lokführer, die nicht nur Dienst nach Vorschrift machen. Die Vorschlagrunde ist eröffnet.

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„Zum Glück hat die Kundenbetreuerin alle möglichen Stellen angerufen, sonst hätte ich meine Enkelin wahrscheinlich nicht gefunden.“ „Der Lokführer war ganz außergewöhnlich engagiert und ich war überglücklich als er mir meine Tasche sogar nach Hause brachte.“ „Nur dem beherzten Einsatz der Fahrgastbetreuerin ist es zu verdanken, dass mein Hund noch gerettet wurde.“

Diese und andere Geschichten sind es, die Eisenbahner mit Herz ausmachen. Zugegeben: Das liest man auf der Stimme so gut wie nie. Meist, wenn wir „BOB“ in die Überschrift schreiben, gibt es Probleme: Zugausfälle, randalierende und pöbelnde Fahrgäste oder unkooperatives Zugpersonal. Es ist Zeit, den Spieß umzudrehen.

BOB-Mitarbeiterin hilft kranker Frau

Jedes Jahr sucht die „Allianz pro Schiene“ Bahn-Mitarbeiter, die sich besonders für ihre Fahrgäste eingesetzt haben. Und wer einen hilfsbereiten oder auch humorvollen Einsatz von Mitarbeitern der BOB erlebt hat, ist aufgerufen, diese Geschichte aufzuschreiben und damit denjenigen zu nominieren. Das sei in den vergangenen Jahren schon mehrfach vorgekommen, teilt die BOB mit.

Im Jahr 2012 hatte die Fahrgastbetreuerin Alexandra Schertler den bronzenen Preis bei dem Wettbewerb gewonnen, weil sie sich besonders rührend um eine Dame gekümmert hatte, der es sichtlich nicht gut ging: Die Frau habe am Bahnhof Holzkirchen nach Luft japsend in der Tür gestanden und sei grün angelaufen, erzählt Schertler im Video.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=tuel4ahea-w&w=740&h=416]

Weil die Dame ablehnte, einen Arzt zu rufen, brachte Schertler sie in die erste Klasse, sorgte dafür, dass sie sich hinlegen konnte und beruhigte einen grölenden Junggesellenabschied im Nachbarabteil, so die Geschichte. Später sendete die Dame dieses Erlebnis an die Allianz pro Schiene.

Heuer werden zum sechsten Mal Eisenbahner mit Herz gesucht. Alle Fahrgäste können bis zum 31. Januar ihre schönsten Reisegeschichten einreichen. Unter den Nominierten kürt eine Fach-Jury die Eisenbahner mit Herz.

Fahrgäste, deren Geschichten ausgewählt werden, dürfen als Ehrengäste an der Siegesfeier in Berlin teilnehmen. Nähere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.allianz-pro-schiene.de/eisenbahner-mit-herz.


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