BOB: Security auf allen Strecken im Einsatz

Zur Wiesn-Zeit stockt man bei der Bayerischen Oberlandbahn die Kapazitäten gehörig auf. Securitypersonal ist daher gerade jetzt auf allen Strecken im Einsatz. Doch ein Vorfall lässt eine eine Leserin zweifeln – sie fühlt sich in der BOB nicht mehr sicher.

Über ein Alkoholverbot in der BOB wird immer wieder diskutiert. Doch wenn Fahrgäste schon betrunken zusteigen, kann nur noch Security-Personal für die nötige Sicherheit im Zug sorgen.
Über ein Alkoholverbot in der BOB wird immer wieder diskutiert. Doch wenn Fahrgäste schon betrunken zusteigen, kann nur noch Security-Personal für die nötige Sicherheit im Zug sorgen.

Logistisch und personell werden bei der Bayerischen Oberlandbahn die Kapazitäten zu Zeiten des Oktoberfestes deutlich erhöht. Eigentlich verkehren abends, nach zwanzig Uhr, die Züge nur noch mit zwei Wagen – gerade fahren jedoch drei, um die Besuchermassen wieder zurück ins Oberland zu bringen.

„Zudem werden in den Wagen selbst mehr Sicherheitsleute, mehr Zugbegleiter und mehr Reinigungskräfte als sonst unterwegs sein“, erklärte Arno Beugel, Netzmanager der Verkehrsgesellschaft, schon vor zwei Wochen auf Nachfrage der HS. Glaubt man einem Schreiben, das die Redaktion erreicht hat, sieht es bezüglich der Sicherheit jedoch anders aus:

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Leider wird momentan – zur Oktoberfestzeit – an der Sicherheit der Fahrgäste und des eigenen Personals gespart.

So lautet der Vorwurf der Leserin gegenüber der BOB. Sie fühle sich nun nicht mehr sicher. Security wäre ausschließlich zwischen dem Münchner Hauptbahnhof und der Haltestelle Holzkirchen an Bord. Laut ihrem Bericht verließen die Sicherheitsbegleiter vergangenen Donnerstag schon in Holzkirchen den Zug. Auf der Weiterfahrt in Richtung Tegernsee kam es dann zu einem unschönen Vorfall, den man bei der BOB zwar bestätigt, zu dem man sich aber nicht weiter äußern möchte.

Sichtlich betrunkene, junge Männer haben eine Zugbegleiterin tätlich angegriffen, nachdem sie diese dazu aufgefordert hatte, das Rauchen im Zug einzustellen, berichtet die Leserin. Es kam aber daraufhin, wie die Recherche der HS ergeben hat, weder zu einem Einsatz einer Bad Wiesseer oder Holzkirchner Streife, noch zu einem der eigentlich zuständigen Bundespolizei.

Keine größeren Vorfälle zu vermelden

„Unsere Planungen zum Einsatz des Sicherheitspersonals beruhen auf der Erfahrung der letzten Jahre“, heißt es bei der BOB. Mit den zur Verfügung stehenden Kapazitäten würde man auf die gegebene Situation sofort reagieren, sie angemessen verteilen und so auch das Sicherheitspersonal anpassen.

„Security wird daher dieses Jahr auf allen Strecken der BOB eingesetzt“, erklärt man auf der Pressestelle. Über die Linien will man hier jedoch keine genaue Auskunft geben. Es handle sich dabei aber selbstverständlich um „die Zeiten, die sicherheitstechnisch von Interesse sind“.

Auf Nachfrage kann seitens der BOB von weiteren, größeren Vorfällen gegenüber Fahrgästen oder dem eigenen Zugpersonal keine Rede sein. Generell weist man den Vorwurf von sich, an der Sicherheit in den Zügen zu sparen.

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