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Zu viele Fahrräder im Zug - Polizei rückt an

BOB wirft Radler raus

Von Laura Lorefice

Frühlingszeit ist Radlzeit: gerade im Holzkirchner Raum und rund um den Tegernsee lässt es sich wunderbar radeln. Doch im Zug kommt es durch die sperrigen Drahtesel immer wieder zu Spannungen zwischen Fahrgästen und Radlern. Am Sonntag musste sogar die Polizei einschreiten.

Besser man lässt sein Fahrrad am Bahnhof, als in die überfüllte BOB zu schleppen.
Besser man lässt sein Fahrrad am Bahnhof stehen, als in die überfüllte BOB zu schleppen.

Gestern Nachmittag ruft ein wütender Fahrgast in der Redaktion. Florian Bosse aus München ist einiges gewohnt als Radfahrer. Doch was Bosse am vergangenem Sonntag in der BOB erlebt hat, ärgert ihn masslos. In Tegernsee seien so viele Radlfahrer in die Bayerische Oberlandbahn eingestiegen, dass die Polizei einschreiten musste. Bosse erzählt:

Um 14:52 Uhr sind in Tegernsee dermaßen viele Radlfahrer zugestiegen, dass die kompletten Eingänge versperrt waren und der Zug voll war. Keiner hat aufgepasst, dass nur zwölf Radler Platz haben.

Tatsächlich muss die Bayerische Oberlandbahn laut dem Eisenbahnbundesamt darauf achten, dass die Flucht- und Rettungswege immer frei bleiben. Das war am Sonntag laut Bosse definitiv nicht mehr der Fall. 

In Schaftlach kam es dann auch prompt zu der Durchsage, dass alle Fahrradfahrer bitte den Zug verlassen sollten, da es zu viele sind. Da keiner der Fahrgäste Anstalten machte auszusteigen, wurde die Polizei verständigt. Die angerückten Beamten veranlassten schließlich die vielen Radler dazu, aus dem Zug auszusteigen, sodass alle Flucht-und Rettungswege frei waren. Durch den unfreiwilligen Stopp sei es zu einer Gesamtverspätung von über einer Stunde gekommen.

Der Pressesprecher der Bayerischen Oberlandbahn Christopher Raabe erklärt:

Laut Gesetz müssen alle Flucht- und Rettungswege zu jeder Zeit frei bleiben. Die Regelung dient der Sicherheit aller Fahrgäste. Und die Sicherheit gilt da vor allem. Da müssen wir hart bleiben.

Wer demnächst wieder mit dem Fahrrad unterwegs ist und mit der Bayerischen Oberlandbahn fahren möchte, kann sich hier über alle Richtlinien informieren. Den BOB-Fahrgästen vom Sonntag hilft das natürlich nicht mehr viel. Laut Bosse seien viele nach der „Odyssee“ verärgert und hungrig am Münchner Bahnhof ausgestiegen.

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