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Hartpenninger Eltern fordern mehr Sicherheit für ihre Kinder

Brennpunkt: Bushaltestelle

Von Cornelia Schramm

Kürzlich kam es in Hartpenning zu einem Auffahrunfall. Direkt an der Schulbushaltestelle. Kinder wurden nicht verletzt – diesmal zumindest nicht. Für den Elternbeirat ist klar: die Gemeinde muss jetzt endlich handeln. An vielen Stellen.

Die Hartpenninger Schulbushaltestelle soll künftig für Kinder und Autofahrer besser gekennzeichnet sein.
Die Hartpenninger Schulbushaltestelle soll künftig für Kinder und Autofahrer besser gekennzeichnet sein.

Hartpenning ist tagtäglich vom Durchfahrtsverkehr geplagt. Karsten Hense engagiert sich deshalb in der Bürgerinitiative „Hartpenning muckt auf“. Zudem ist der Hartpenninger besorgter Vater. Kürzlich kam es zu einem Auffahrunfall an der Fußgängerampel gegenüber vom alten Schulgebäude, berichtet er. Währenddessen hätten Kinder auf den Schulbus gewartet. An besagter Stelle ist immer wieder „Gefahr in Verzug“, wissen auch die Schulweghelfer.

Um Zeit zu gewinnen, missachten viele Autofahrer gerade morgens die rote Ampel. Sie ziehen an der wartenden Autoschlange vorbei, um links auf den Parkplatz der Bäckerei abzubiegen. So würden Kinder, die auf den Schulbus warten, jeden Tag aufs Neue gefährdet. Im Wartebereich wären sie ohnehin schon stark eingeschränkt, erklärt Karsten Hense vom Elternbeirat. Die Haltestelle sei für mehr als 50 Kinder zu klein.

Sicherheit geht vor

So fordern die Eltern in Hartpenning, dass die Bushaltestelle zum einen erweitert und zum anderen ausreichend gekennzeichnet werden muss. Das beklagte Platzproblem kann Robert Haunschild, Geschäftsführer der Gemeinde Holzkirchen nicht nachvollziehen. In den letzten 30 Jahren hätten an der Bushaltestelle immer bis zu vier Schulklassen gewartet. Dennoch habe sich das Ordnungsamt die Situation vor Ort bereits angeschaut, berichtet er.

Die Fußgängerampel vor Ort wäre gut einsehbar, sagt Haunschild. Langzeitmessungen des Verkehrsaufkommens laufen derzeit. Die Gemeinde „gewährt schon jetzt Sicherheit“, erklärt der Geschäftsführer. Die Schulweghelfer wären dazu eingehalten, sich die Kennzeichen „schwarzer Schafe“ zu notieren und sofort der Polizei zu melden. Digitale Anzeigen würden die Autofahrer inzwischen auf Geschwindigkeitsüberschreitungen aufmerksam machen.

Nach der Ortsbegehung durch Polizei und Gemeinde wird nun, sobald es die Witterungsverhältnisse zulassen, eine schraffierte Fläche eingezeichnet werden. So wird der Bereich zwischen Schule und Busstandfläche für Kinder und Autofahrer besser sichtbar sein. „Eine geriffelte Zone, ist ein Anfang, aber bringt auf Dauer nicht viel“, weiß Karsten Hense.

Hauptstraße als Tempo 30 Zone?

Beste Lösung für Hense: Das Errichten einer Tempo 30 Zone von 7:00 bis 14:00 Uhr, damit die Hartpenninger Schüler auf Schul-und Heimweg sicherer unterwegs sind. Für Haunschild klingt das zwar nach einer „guten Idee“, aber eine Tempo 30 Zone auf einer Bundesstraße durchzusetzen, sei „extrem schwierig und kaum realistisch“.

Schon seit Juli fühlt sich Hense von der Gemeinde vertröstet. Neben der nicht ausreichend gekennzeichneten Bushaltestelle, gebe es noch weitere Gefahrenpunkte in Hartpenning, wie den unterbrochenen Gehweg am Altwirt. „Aus Angst klettern die Kinder über Grundstücke“, berichtet Hense. Auch am Ortsausgang Richtung Bad Tölz fehle eine Querungshilfe. Hier könnten Kinder auf dem Weg zum Sportplatz unmöglich alleine über die Bundesstraße gehen.

Um Lösungen für die Brennpunkte zu finden, steht die Gemeinde Holzkirchen weiterhin in enger Absprache mit dem Straßenbauamt. Nur bis zu einem gewissen Grad könnten Gefahren aufgefangen werden. Haunschild betont, dass die Gemeinde nicht viel gegen grobe Fahrlässigkeiten des gemeinen Autofahrers tun könne.


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