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Bürgerengagement von Moosbach-Anliegern erfolgreich

Landtag kommt nach Moosrain

Von Rose Beyer

Der Streit zwischen Moosbach-Anliegern und der Gemeinde Gmund um den geplanten Ausbau zum Hochwasserschutz nimmt eine neue Wendung. Nachdem Bürgermeister Georg von Preysing die Enteignung der Anlieger angekündigt hatte, wandten die sich mit einer Petition an den Landtag.

Und diese könnte möglicherweise sogar Erfolg haben. Der Landtagsausschuss hat gestern beschlossen, sich vor Ort ein Bild zu machen. Die Bürgerinitiative freut sich, dass ihre Bedenken nun gehört werden.

Die Moosbach Anlieger wittern bei den heutigen Maßnahmen eine Vertuschungsaktion.
Die Moosbach-Anlieger haben im August vergangenen Jahres eine Petition eingereicht / Quelle: Archivbild

Nach dem Willen der Gemeinde Gmund sollte am Moosbach in Moosrain ein Damm errichtet werden, der zum einen eine Enteignung der Anlieger zur Folge hätte und zum anderen bis unmittelbar an die Wohnhäuser reichen sollte. Die Anwohner befürchten dadurch jedoch eine Minderung der Lebensqualität und einen erheblichen Wertverlust der Häuser. Vorschläge, einen Alternativausbau des Moosbaches betreffend, blieben von der Gemeinde Gmund bisher unbeachtet.

Als Reaktion reichten die vier Anlieger am 12. August eine Petition beim bayerischen Landtag ein, die mittlerweile angenommen wurde und nun zu der Besichtigung durch die Landtagsmitglieder führt. So hat der Landtagsausschuss „Eingaben und Beschwerden“ unter dem Vorsitz von Dr. Christian Magerl am vergangenen Mittwoch beschlossen, sich vor Ort ein Bild von der Situation zu machen. Die Bürgerinitiative hofft jetzt, dass ihre Bedenken endlich gehört werden.

Was bisher geschah

„Wir verstehen nicht, warum wir einen Teil unserer Grundstücke aufgeben sollen“, beteuert einer der Anwohner, Josef Stöckl. Sie haben hinsichtlich der von Gemeinde und Wasserwirtschaftsamt geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen ihre Bedenken. Weil man sich nicht einigen konnte über die Details des Abschnittes B, hatte der Gmunder Gemeinderat beschlossen, ein sogenanntes wasserrechtliches Planfeststellungsverfahren einzuleiten, an dessen Ende die Enteignung der Anlieger stehen könnte. Diese waren darüber empört gewesen.

Am 27. August rückte dann der Betonmischer an.
Am 27. August rückte dann der Betonmischer an.

Im August war dann ein Betonmischer angerückt, mit dessen Hilfe Arbeiter die teilweise einen halben Meter großen Löcher ausgebessert hatten, die sich nach dem Pfingsthochwasser in den Wänden des Überbaus gebildet hatten. Auf diese Aktion hin hatten die Anwohner einen Vertuschungsversuch gewittert. „So werden die maroden Mauern des Überbaus mit unseren Steuergeldern ausgebessert, sodass man später behaupten kann, es sei ja alles in Ordnung und dürfe nicht abgerissen werden“, meint Josef Stöckl.

Die Gemeinde konnte diese Vorwürfe allerdings nicht nachvollziehen und verwies auf das Landratsamt. Dieses habe bereits vor dem Einreichen der Petition ein Gutachten erstellen lassen, das die Standsicherheit des Überbaus prüfen sollte. Dabei sei herausgekommen, dass diese nicht mehr gewährleistet sei. Daher habe die Gemeinde handeln müssen, weil – im Falle eines erneuten Hochwassers – der Bau hätte einstürzen können.

Der Termin der Besichtigung durch die Landtagsmitglieder wird demnächst bekannt gegeben. Wir halten die Leser der TS auf dem Laufenden und informieren, wie der Vor-Ort-Termin verlaufen ist.

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