Bürgerbefragung zur Zukunft des Landkreises ist angelaufen – Auch Gmund und Rottach-Egern beteiligen sich daran

Von Redaktion

Vom 01. bis zum 31. Oktober läuft ganz aktuell eine Bürgerbefragung mit dem Thema „Leben im Alter“. Im Tegernseer Tal nehmen die Gemeinden Gmund und Rottach-Egern an der Befragung teil. Das Ganze ist Bestandteil des sogenannten Landkreisentwicklungskonzepts „Unser Landkreis Miesbach 2014“.

Laut Cristine Dietl, Seniorenbeauftragte des Landkreises, reichen die Fragen von Zufriedenheit mit den Lebensbedingungen über Freizeitangebote, die Wohnung / das Haus, Wohnangebote, Infrastruktur, Nahversorgung und gesundheitliche Versorgung bis hin zu Unterstützung und Betreuung im Alter. Erste Ergebnisse sind Anfang 2011 zu erwarten. Das Ziel ist es durch die Befragung die persönlichen Bedürfnisse der Bürger herauszufinden. Daraus sollen dann konkrete Maßnahmen für die Gemeinden abgeleitet werden.

Landrat Kreidl hat die Befragung initiiert

Zielgruppe der Befragung ist vor allem die Bevölkerung ab 55 Jahre. Aber laut Landrat Jakob Kreidl sind „natürlich auch jederzeit gerne Rückantworten aus jüngeren Altersgruppen willkommen“. Und Frau Dietl ergänzt: „Je mehr sich Gedanken machen und ihre Wünsche äußern, desto mehr kann für die Zukunft geplant werden.“

Die Fragebögen liegen einerseits in den Gemeinden (Verwaltung, Apotheken, Arztpraxen, Banken und Kirchen) aus. Zum Teil kommen sie auch per Post bzw. mit dem Gemeindeboten. Die beantworteten Bögen können in den zur Verfügung gestellten Abgabeboxen, bei den Gemeindeverwaltungen oder angegebenen Abgabestellen eingeworfen bzw. an die jeweilige Gemeinde zurück geschickt werden.

Ansonsten besteht auch die Möglichkeit die Befragung auszudrucken oder direkt online durchzuführen.
Wir haben das mal ausgetest und den Fragebogen unter www.landkreis-miesbach.de/bürgerbefragung ausgefüllt.

Dauer ca. 10 Minuten. Am Ende muss man noch angeben, ob man männlich oder weiblich ist, in welchem Altersbereich man sich befindet und wo man wohnt. Schon ist die Befragung fertig. Und doch bleibt auch nach der Befragung noch eine Frage offen.

Denn prinzipiell gesehen ist das Ganze zwar eine super Sache. Das Argument, dass es der demografische Wandel nötig mache, die wachsende Gruppe (derzeit 31,9 Prozent) der älteren Menschen ab 55 Jahren und ihre Bedürfnisse zu kennen, ist stichhaltig.
Aber wird in dem Prozess hin zu einem zukunftsfähigen Landkreis auch ganz explizit die Mehrheit (68,1 Prozent / < 55 Jahre) befragt? Der Aufruf von Landrat Kreidl an die jüngeren Bewohner ist sicherlich gut gemeint. Aber der Fokus dieser speziellen Befragung ist auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgelegt. Wenn man die Bedürfnisse der Mehrheit zum Beispiel wegen deren Inhomogenität außer Acht lässt, dürften sich diese Menschen irgendwann mal die Frage stellen was „Unser Landkreis 2014“ mit unseren tatsächlichen Bedürfnissen zu tun hat.


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