Schliersee:
Burgruine Hohenwaldeck wird saniert

Umfangreiche Bau- und Sanierungsarbeiten unter Federführung der Bayerischen Staatsforsten haben begonnen. Ziel? Ein kulturhistorisches Denkmal für die nächste Generation erhalten.

Baustelle mit Bergblick. Top-Aussicht in das Spitzing-Gebiet. Foto: Büro Bergmann GmbH

Seit mehr als zwei Jahren ist die Ruine für Besucherinnen und Besucher komplett gesperrt. Aufgrund instabiler und brüchiger Mauern war die Sicherheit nicht mehr gewährleistet und so entschloss sich der zuständige Forstbetrieb Schliersee der Bayerischen Staatsforsten, das Burggelände komplett zu sperren. 

Umfassende Vor- und Nacharbeiten

Im Vorfeld der Sanierungsarbeiten wurde das Ruinenareal umfangreich vermessen, die Schäden an den Burgmauern detailliert erfasst und dokumentiert; stets in enger Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden. Der heutige Zustand der Mauern wird durch die Verwendung von Mörtel, der dem Originalmörtel aus dem 13. Jahrhundert sehr nahe kommt, bewusst erhalten. Vielfach verwendet man Originalmauersteine, Mauerkronen legt man frei und stabilisiert diese.

 „Ich freue mich sehr, dass die Sanierungsarbeiten jetzt beginnen. Da es sich bei der Burg Hohenwaldeck um ein kulturhistorisch sehr wertvolles Denkmal handelt, waren umfangreiche Voruntersuchungen notwendig. Aber jetzt kann es losgehen. Ziel der Sanierung ist es, die zunehmend bröckelnden Mauern zu sichern und den eindrucksvollen Charakter der Ruine für die nächsten Generationen bestmöglich zu erhalten“, so Forstamtsleiter Jörg Meyer. 

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Auftraggeber für die Sanierung der Ruine ist der Forstbetrieb Schliersee. Das überregional bedeutsame Projekt wird zum größten Teil aus Mitteln des Freistaats Bayern finanziert, die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 200.000 Euro. 

Burgruine erlebbar machen

Die Idee ist, die Besucher durch die Anlage zu führen und ihnen die Burg anschaulich zu präsentieren. Die Gemeinde Schliersee gestaltet im Zuge der Sanierung auch den Wanderweg zur Burg neu. Die sagenumwobene Geschichte wird künftig schon beim Aufstieg erlebbar. Zahlreiche Informationstafeln erläutern den Werdegang des Gemäuers.

Geschichte der Burg Hohenwaldeck

Die Veste wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts von den Herren von Waldeck, einem altbayerischen Adelsgeschlecht, erbaut. Die Waldecker waren ursprünglich Dienstmannen des Bistums Freising, konnten aber eine weitgehend eigenständige Herrschaft aufbauen. Vom Mittelalter bis zum Ende des 15. Jahrhunderts spielten sie in Südbayern eine bedeutende Rolle. Ihr Stammsitz dürfte die Burg Altenwaldeck bei Irschenberg gewesen sein. Ende des 13. Jahrhunderts errichteten sie die Burg Hohenwaldeck südlich von Bad Aibling. Ein großer Bergsturz im Jahr 1480 zerstörte die Mauern der Burg Hohenwaldeck fast vollständig.

Bis zum Abschluss der Bauarbeiten im Herbst 2024 sind der Bereich der Burgruine und des Aussichtspunktes aus Sicherheitsgründen noch für Besucherinnen und Besucher gesperrt.  Danach wird das kulturhistorische Denkmal wieder zugänglich sein, um den phänomenalen Blick über den Schliersee zu genießen.

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