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Weyarn verzeichnet hohes Plus an Übernachtungen

München-Nähe und ganz viele Marterl

Von Linda Fischer

In der Gemeinde Weyarn boomt der Tourismus. Im Jahr 2013 konnte der Ort 36.000 Übernachtungen verzeichnen. 2012 waren es noch 27.000. Woran liegt der prozentual gewaltige Zuwachs? Arbeitet der Ort an einem besonderen Tourismuskonzept?

Beim Bürgerfest in Weyarn am Samstag.
Weyarn hat für Urlauber viel zu bieten: Feste, Natur und viel Geschichte.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 36.000 Übernachtungen in Weyarn 2013, 9.000 mehr als noch im Vorjahr. Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) ist stolz auf seine Gemeinde: „Unsere Betriebe sind sehr aktiv“, sagt er gegenüber der Holzkirchner Stimme. Zu den etablierten Pensionen gesellen sich noch zwei Campingplätze am Seehamer See. Einer sei unlängst sogar vom ADAC ausgezeichnet worden. „Er gehört damit zu den 4.500 besten Campingplätzen in Europa“, so der Rathauschef.

Das Potenzial für die Urlauber liege in der Region und den damit verbundenen Angeboten. Es gebe einen Rundweg um den See, einen Kulturpfad und seit etwa vier Wochen sogar einen Marterlführer.

Ich glaube, es gibt nirgendwo so viele Marterl wie in Weyarn,


meint Wöhr lachend. Ein weiteres touristisches Attribut des Ortes sei die Nähe zu München.

Thorsten Schär, Geschäftsleiter des Tourismusverbands Alpenregion Tegernsee Schliersee e.V. (ATS), spricht vom sogenannten „Abstrahleffekt“ der bayerischen Landeshauptstadt. „In München gibt es viele Messen und das Oktoberfest“, weiß Schär. So habe gerade im vergangenen Jahr die weltweit größte Messe der Baumaschinenbranche, die Bauma, auf dem Gelände der Neuen Messe München stattgefunden.

Laut dem Touristiker ein möglicher Grund für den rasanten Anstieg der Übernachtungszahlen. Obwohl: „An den Zahlen können wir nicht sehen, ob es sich um Messebesucher, Geschäftsleute oder Urlauber handelt.“

Nordlandkreis auf einem guten Weg

Ein Trend sei klar zu erkennen: „Ganz generell hat sich der Nordlandkreis im Vergleich zum Süden positiv entwickelt.“ Der Vergleich der Übernachtungszahlen einiger Gemeinden sprechen für sich: „In Holzkirchen sind sie von 41.000 im Jahr 2010 auf 48.000 im Jahr 2013 gestiegen“, listet Schär auf. In Valley habe es im selben Zeitraum einen Zuwachs von 3.000 gegeben.

Spitzenreiter bleibt Weyarn: In einem Jahr ein Plus von 9.000 Übernachtungen. „Wir von der ATS merken, dass die Gästehäuser im Ort gut ausgebucht sind“, so der Tourismus-Experte. Für ihn das Ergebnis von vielen „Mosaikbausteinchen“. „Die Gemeinde tut was“, lobt er.

Ob sich die positive Entwicklung auch 2014 fortsetzen werde, werde man an den neuen Zahlen sehen: „Die Bauma findet erst wieder in zwei Jahren statt.“ Dazu hat sich die Betten-Kapazität verringert, wie Bürgermeister Leonhard Wöhr betont:

Der ehemalige Gasthof Pritzl in Thalham beherbergt seit Mitte Mai Flüchtlinge. Das sind 20 Betten weniger. Wenn man das auf die Wochen hoch rechnet, ist das eine Menge.

Angesichts der aktuellen Zahlen sieht der Rathauschef durch das zu erwartende Minus keinen neuen Handlungsbedarf für ein besonderes Konzept: „Wir werben im Moment wenig“, gibt er zu, „und einige Betriebe planen, zu erweitern.“

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