Chancenreicher Arbeitsmarkt im Landkreis Miesbach

Die Zahlen aus dem Arbeitsmarkt-Report der Bundesagentur für Arbeit Rosenheim sind durchaus hoffnungsvoll. 233 Ausbildungsplätze sind allein im Bereich Bau frei.

Der ideale Jobstart ins Leben? Eine solide Ausbildung im Bau hat durchaus Zukunftschancen. Foto: IG Bau.

„Der Arbeitsmarkt in unserer Region zeigt sich, trotz der aktuellen Herausforderungen wie steigende Energie- und Rohstoffpreise, gestiegene Leitzinsen oder Rückgang der Nachfrage in einigen Bereichen, weiterhin stabil. Im September haben sich mehr Menschen in Arbeit abgemeldet (+240) als im Vormonat. Dies liegt wohl unter anderem daran, dass Frauen und Männer, die in den Betrieben über Neueinstellungen entscheiden, aus dem Urlaub zurückgekehrt sind.

Sie haben Bewerbungsunterlagen gesichtet, Vorstellungsgespräche geführt und neue Arbeitsverträge abgeschlossen“, sagt Michael Vontra, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim. „Weil die Zahl der Zugänge (2.310) bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern unter der der Personen liegt, die sich wegen Arbeitsaufnahme oder aus sonstigen Gründen abgemeldet haben (2.580), waren im September mit 8.560 weniger Personen arbeitslos gemeldet (-270) als im Vormonat. Diese Entwicklung ist umso erfreulicher, da der Rückgang für alle Regionen unseres Agenturbezirks gilt und die Arbeitslosigkeit (+220) in einem geringeren Maße über dem Vorjahreswert liegt als im August (+570).“

Arbeitslosenquote im Landkreis Miesbach

Im Landkreis Miesbach sind aktuell 1.444 Personen arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Quote von 2,6 Prozent (Vormonat: 2,6 Prozent; September 2022: 2,5 Prozent) entspricht. Davon sind 808 arbeitslose Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit Holzkirchen gemeldet, 24 weniger als im Vormonat. Beim Jobcenter sind 636 Menschen arbeitslos gemeldet, 18 weniger als im August.

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Arbeitslosenquote insgesamt bei 2,7 Prozent

Die Arbeitslosenquote liegt wie vor einem Jahr bei 2,7 Prozent. Der Agenturleiter erklärt: „Betriebe aus unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen brauchen offenbar weiterhin neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das kommt zum einen dadurch zum Ausdruck, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Agenturbezirk bis zum Stichtag am 31.03.23 leicht auf 202.340 gestiegen ist, wie aus den aktuell veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Zum anderen ist die Zahl der gemeldeten Stellenangebote mit 5.100 zwar niedriger als vor einem Jahr (-1.090), aber weiterhin höher als in den meisten Jahren seit Beginn der entsprechenden Auswertungen. Dabei sind vor allem Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung – also Fachkräfte – gefragt.“

Zu Menschen, die aktuell einen Job suchen, sagt er: „Damit Sie schnell agieren und sich auf ein Stellenangebot bewerben können, möchte ich Sie einladen, neben den Beratungsgesprächen mit unseren Kolleginnen und Kollegen die zahlreichen digitalen Dienstleistungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) zu nutzen.

Auch wer ein Kind in der Schule hat oder im Kindergarten, will Vontra erreichen: „Vielleicht ändert sich durch den begonnenen Kindertagesstätten- oder Schulbesuch Ihres Kindes Ihre persönliche Situation und es ist Ihnen möglich, wieder zu arbeiten. Falls Sie neu oder wieder in einen Beruf einsteigen möchten, stehen wir Ihnen gerne beratend und unterstützend zur Seite. Wir haben bei der Agentur für Arbeit und bei den Jobcentern Kolleginnen, die darauf spezialisiert sind zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zu Fragen zum beruflichen Wiedereinstieg zu beraten. Kommen Sie diesbezüglich gerne auf uns zu!“

Auch für potenzielle neue Arbeitgeber, die neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter suchen, hat Vontra einen Rat: „Geben Sie diesen Frauen und Männern eine Chance und nutzen Sie unsere vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten – auch finanzieller Natur – vom Kennenlernen über die Einarbeitung bis zur Qualifizierung am Arbeitsplatz […].“

„Last Call“ für einen der 233 freien Ausbildungsplätze im Kreis Miesbach

Im Landkreis Miesbach gibt es noch 233 freie Ausbildungsplätze – darunter 24 auf dem Bau. Das schreibt die IG BAU Oberbayern in ihrer Presseinformation. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur. „Es ist noch nicht zu spät: In letzter Minute noch die ‚Azubi-Ausfahrt‘ nehmen und die Karriere mit einer Berufsausbildung starten – das funktioniert auch jetzt noch. Jugendliche können bei den meisten Betrieben noch weit bis in den Herbst hinein eine Ausbildung anfangen“, sagt Harald Wulf.

Die Entscheidung, jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen, sei „der clevere Start ins Berufsleben“. „Es ist schade und auch nur schwer nachzuvollziehen, dass von den insgesamt 518 Ausbildungsplätzen, die im Kreis Miesbach bei der Arbeitsagentur für das gerade begonnene Ausbildungsjahr gemeldet wurden, immer noch 45 Prozent unbesetzt sind“, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende.

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