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Ein Erfahrungsbericht

Corona – auch geimpft kein Spaß

Von Redaktion

Ein trockenes Hüsteln, ein wenig Kopfschmerz. Gab’s früher Chemie und Mitleid, heißt es heute: Stäbchen in die Nase – und – schon ist er da, der positive Corona-Test. Unsere Kollegin hat Besuch von Omikron bekommen – trotz Impfung. War der Verlauf harmlos oder doch nicht ganz ohne?

Einige Tagen nach dem positiven PCR-Test kommt der Folgebefund mit dem bestehenden Verdacht auf die Omikron-Mutation.

Ziemlich genau 24 Stunden nachdem sich mein Freund mit Kopfschmerzen aufs Sofa verzogen und heißen Tee gefordert hat, beginnen bei mir die Symptome. Dass wir nicht ewig verschont bleiben würden, war uns schon lange klar, und doch ist der Schreck erstmal groß, wenn sich unaufhaltsam ein zweiter roter Strich auf der Testkassette abbildet.

Erste Station – PCR-Test

Wir googlen, wo und wie man jetzt zum PCR-Test darf. Haben wir richtig Symptome? Eigentlich ist alles nur so Männer-Grippe-mäßig. Also geht es zum Drive-In-PCR-Test nach Miesbach. „Warum sind Sie hier?“, fragt mich ein Security-Mann brüsk durchs Autofenster.

Erst vermute ich einen Witz. Doch ich muss in vollem Ernst sagen, dass ich mich testen lassen will, weil ich vermutlich Corona habe. Ich muss noch meinen positiven Schnelltest zeigen, dann wird ruckzuck im Rachen abgestrichen, und ich kann schon wieder heimfahren.

Als nächstes gilt es, mögliche Kontaktpersonen zu informieren. Glücklicherweise ist der Kreis bis auf die nächsten Familienangehörigen überschaubar. Erschreckend ist trotzdem, wie leicht sich das Virus scheinbar übertragen hat. Es kommen noch zwei positive Tests innerhalb der Familie hinzu.

Omikron und 14 Tage Quarantäne, oder?

‚Hoffentlich kein Omikron‘ denken wir, denn zu diesem Zeitpunkt galt noch 14 Tage Quarantäne, ohne Möglichkeit sich früher freizutesten. Weitere zwei Tage nach dem positiven PCR Test kommt dann der Folgebefund – mit Verdacht auf die Omikron-Mutation.

Das Warten beginnt. Während mein Freund schon nach zwei Tagen wieder vor Energie strotzt und symptomfrei durch die Wohnung hüpft, geht es mir lange nicht so gut. Einmal Staubsaugen, schon kommt die Erschöpfung. Ich entwickle Kopf- und Gliederschmerzen und fühle mich fiebrig. Mit erhöhter Temperatur lege ich mich ins Bett – das Fieber steigt. Nach langem Schlafen sinkt das Fieber aber zum Glück schnell wieder auf den Normalbereich. Jetzt bin ich noch schlapp und werde von einem trockenen Husten heimgesucht.

Nach den neuen Regelungen dürfen wir uns nach sieben Tagen frei testen. Mir hilft das leider nur wenig, der Test ist nach einer Woche immer noch positiv. Fit fühle ich mich sowieso noch nicht. Ich lege über meinen Studienarbeiten immer wieder einen Power-Nap ein.

Jeder Verlauf ist anders…

Erstaunlich, wie unterschiedlich Immunsysteme arbeiten. Wir wurden beide im Sommer geimpft – nur wenige Tage vor der Infektion planten wir noch unsere Booster-Impfung. Obwohl ich weiß, dass Omikron einen leichten Verlauf hat, ich jung, gesund und geimpft bin, habe ich doch einige Sorgen.

Die größte Angst galt dem Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn, von dem ich glücklicherweise verschont wurde. Jetzt, nachdem mein Test schon länger wieder negativ ist, spüre ich noch das Nachhallen der Infektion. Ab und an gibt es Tage, da bin ich nach zu viel Anstrengung einfach platt – muss mich ständig räuspern und habe Kopfschmerzen.

Mein Freund, der schon länger wieder Sport treibt, hat mit Herpesschüben zu kämpfen. Sonderlich schlimm war der Verlauf also alles in allem nicht, aber gerade die Unsicherheit ob da noch was nachkommt, lässt einen wünschen, es nicht bekommen zu haben.

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