Wieso Impfen in Agatharied so wichtig ist

Corona: Warum erst das Krankenhauspersonal?

Von Laetitia Schwende

Zwar gibt es aktuell einen Engpass bei den Lieferungen des Corona-Impfstoffs. Im Krankenhaus Agatharied wurden trotzdem bereits ein Viertel aller Mitarbeiter gegen das Virus geimpft. Wieso das so wichtig ist.

Chefarzt Dr. Wellner bei der Corona Impfung.

Bei der Priorisierung der Impfdosen stehen jenen Menschen, die in ihrem beruflichen Alltag bei der Behandlung von Patienten in den Covid-19-Risikobereichen nur durch ihre Schutzausrüstung von dem hochansteckenden Erreger getrennt sind, relativ weit oben. Nach einer erneuten Impfkaskade am vergangenen Wochenende verzeichnet das Krankenhaus Agatharied nun bereits rund 240 geimpfte Mitarbeiter. Weitere Impfungen sind für die nächsten zwei bis drei Wochen geplant.

Bei uns herrscht eine große Impfbereitschaft. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten werden zunächst die Kollegen geimpft, die in den Bereichen des Krankenhauses arbeiten, wo potentiell Corona-positive Patienten behandelt werden,

schildert Sven Steppat, Pflegedirektor am Krankenhaus Agatharied. Dazu zählen neben unseren beiden Isolierstationen auch die Intensivstation, der OP und natürlich die zentrale Notaufnahme. Man sei zuversichtlich, dass man durch diesen Schutz auch weiterhin handlungsfähig bleibe und die Patienten im Landkreis in gewohnter Qualität versorgen könne, so Steppat weiter.

Dr. med. Peter Wellner, Chefarzt der geriatrischen Abteilung und Mitglied des Ärztlichen Direktoriums am Krankenhaus Agatharied erhielt eine Impfung. Er ist täglich auf der Isolierstation der Klinik im Einsatz. Seine Erfahrungen als Impfkoordinator im Krankenhaus sind positiv:

Als Chefarzt für Geriatrie liegen mir die älteren Bewohner unseres Landkreises sehr am Herzen. Ich bin froh, dass es gelungen ist, im Januar die Alten- und Pflegeheime in der Gegend flächendeckend zu impfen.

Im nächsten Schritt sollen Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen vorgezogen werden, mit dem Ziel, die medizinische Versorgung auch weiterhin stabil zu gewährleisten. “Die Menge des zur Verfügung gestellten Impfstoffes haben wir leider nicht in der Hand”, so Wellner, “die organisatorischen Abläufe im Impfzentrum in Hausham laufen aber einwandfrei.“ Aktuell kommt es zu einem Engpass bei den Lieferungen des Impfstoffes. Wann neuer Impfstoff im Landkreis Miesbach ankommt, ist derzeit noch nicht absehbar.


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