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Tegernsee will Präzedenzfall vermeiden - Abriss trotzdem genehmigt

Keine Loggia auf dem Postareal

Von Nina Häußinger

Dass das ehemalige Postareal in der Tegernseer Bahnhofsstraße umgebaut werden soll, steht schon länger fest. Die Unternehmensgruppe ZIMA hat die Flächen erworben und will dort Platz für 22 Eigentumswohnungen schaffen.

Das Projekt war auf der jüngsten Bauausschusssitzung erneut Thema. Doch nicht alle neu eingereichten Anträge des Bauherren wurden angenommen.

So sehen die Garagen auf dem alten Postgelände im Moment noch aus - das wird sich aber schon bald ändern
Die alten Garagen auf dem Postareal sollen abgerissen und neu aufgebaut werden.

Der Bauherr will die 60 Meter lange Garage auf dem ehemaligen Postareal zu sieben Reihenhäusern umgestalten. Zusammen mit dem denkmalgeschützten Postgebäude sollen so insgesamt 22 Eigentumswohnungen inklusive Tiefgarage entstehen. Dem grundsätzlichen Bauantrag hat der Tegernseer Bauausschuss schon 2011 zugestimmt.

Eingereicht wurde der Antrag damals aber noch von einem anderen Bauherren. Das Unternehmen Licon, welches das Gelände kaufen und sanieren wollte, ist inzwischen wegen Steuerhinterziehung und Untreue ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten.

Dachterrassen für Eigentumswohnungen

Letzten Endes hat nun das Unternehmen ZIMA Alpen Posthof Gmbh & Co. KG den Grund erworben und will die Pläne verwirklichen. Dafür wurden jetzt erneut drei zusätzliche Anträge an den Tegernseer Bauausschuss gestellt. Einmal sollen die sieben Dachfenster, die bereits fest eingeplant sind, mit den Seitenfenstern verbunden werden, sodass eine Art Loggia entsteht.

Außerdem will der neue Bauherr die bestehenden Garagen komplett abreißen und in gleicher Art, nur höher, wieder aufbauen lassen. Der dritte Punkt betrifft die Flachdächer, die in einer vorhergehenden Sitzung bereits genehmigt wurden. Auf den Dächern sollen jetzt Dachterrassen für die darunter liegenden Wohnungen entstehen.

Für die Anträge zwei und drei sah der Bauausschuss keinerlei Probleme. Sowohl der Abriss und Wiederaufbau als auch die Dachterrassen können umgesetzt werden. Anton Staudacher merkte allerdings Folgendes an: „Die Terrassen kann man befürworten, aber nur mit einem transparenten oder zurückgesetzten Geländer.“ So soll eine optische Erhöhung der Fassade verhindert werden.

Dachbereiche dürfen nicht zu Loggien umgebaut werden

Den ersten Antrag, die Dach- und Seitenfester sowie die Dachbereiche zu einer durchgehenden Loggia zu verbinden, lehnte der Bauausschuss dagegen ab. Warum, erklärte Bürgermeister Peter Janssen: „Das können wir nicht genehmigen, weil wir das bisher bei allen Neubauten abgelehnt haben.“ Man würde, so Janssen, einen Präzedenzfall für viele andere Vorhaben schaffen.

Der Bauausschuss stimmte einstimmig gegen eine Verbindung von Dach- und Seitenfenstern, jedoch für einen kompletten Abriss und die Dachterrassen. Eingeschränkt wurde nur, dass die Geländer, wie von Staudacher vorgeschlagen, transparent oder um mindestens um 1,5 Meter zurückgesetzt sein müssen.

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