Das große Jägerlatein

Im Urlaub gehen bekanntlich viele ihren – unterjährig oft vernachlässigten – Hobbys nach. Der eine segelt, der andere steigt auf Berge und wieder andere gehen auf den Hochstand, um zu jagen. Einer aus dem Landkreis erwies sich dabei als besonders zielsicher.

achenkirch schießstand

Eine Glosse von Florian Simon Eiler
Wer in der Geschichtsstunde gut aufgepasst hat, weiß, dass wir ein Volk aus Jägern und Sammlern waren. Wobei es jetzt schon wieder den einen oder anderen Klugscheißer gibt, der uns verzapfen will, dass das „waren“ alles andere als zutreffend ist. Vielmehr haben wir es uns, nach seiner Meinung, in dieser dualen Evolutionssymbiose auch heute noch gemütlich eingerichtet.

Aktuelles Beispiel dafür könnte der Ex-Sparkassenchef und Liebling aller Sparbuchliebhaber, Georg Bromme, sein. Der hat es in Tirol mal so richtig krachen lassen. Seit seinen regelmäßigen Besuchen mit seiner Flinte im Jagdbezirk Schwaz sehen unsere österreichischen Brüder den Begriff des „Jägers“ mit völlig neuen Augen.

Was er so alles zusammengeschossen hat und wie viel, ist nicht bekannt. Was er jedoch eingesammelt hat, sehr wohl. Auf Schloss Rotholz in Thurnegg im schönen Zillertal gab es die Auszeichnung für „besondere Dienste im Jagdwesen“, in Kufstein ein Konzert mit Jagdhornbläsern und in Schwaz viele Freunde.

Sitting Bromme in Tegernsee

So erfolgreich Brommes Jagdstrategie war, so simpel war sie auch: immer eine „gladene Bix“ dabei und „a ordentliche Spendierhosen“ aus Leder auf der Haut. Bloß war letztere nicht seine, sondern die der Sparkasse. Tja, wer und wie viele sich aus Bayern in Österreich noch als gute Jäger beweisen wollten, bleibt vorerst ein Geheimnis. Indianer … ähh Jägerehrenwort.

Lieber Klamotten ausziehen, reinspringen in den Achensee und bloß wegtauchen. Ziel: Schnellstmöglich bayerischen Boden unter den Füßen haben. Der Landkreis Miesbach ist hierbei wesentlich ungefährlicher. Beispielsweise in Tegernsee. Obwohl, da erinnert man sich auch noch an den Großen Jäger, an „Sitting Bromme“ mit seiner niemals endenden Jagdleidenschaft. In der Stadt hat er den kapitalen Hirschen in Form eines alten Chors samt zehntausender antiker Bücher gesucht und auch „erlegt“ … Na dann, Waidmannsheil!

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