Das Internet bleibt – ob wir wollen oder nicht! Workshop für Händler und Gastronomen

Von Redaktion

Das ist so eine Sache mit dem Internet: Irgendwie braucht man es, manchmal macht es Angst, viele würden es gerne komplett ignorieren. Das war alles nicht anders bei der Erfindung des Automobils, des Telefons und der Antibabypille. Gebracht haben alle Diskussionen und Abwehr nichts. Die Zeit lässt sich nicht aufhalten, und wenns kommt, dann kommt’s.

Bei aller, teils berechtigten, Sorge um Datenschutz, Persönlichkeitsrechte und der Verrohung der Jugend, bringt das Internet aber vor allem Chancen. Für jeden von uns. Privat bei der Suche nach Informationen, geschäftlich bei der Suche nach Kunden.

Sogar die Politik merkt, dass sich viel geändert hat: monatelange Demonstrationen gegen einen Bahnhof in Stuttgart, ein Verteidigungsminister, dessen Doktorarbeit innerhalb weniger Tage auf Fehler und Plagiate durchforstet wird – alles organisiert über das Internet. Selbst die Bürgermeister im Tal merken langsam (hoffentlich), dass die Diskussionen im Internet nicht ignoriert werden können. Das Internet bildet Meinung: unkontrolliert und ehrlich.

Wer sich verschließt, verliert den Anschluss

Ganz deutlich wird das für die Hoteliers und Touristikorganisationen im Tal: Urlaub wird heute über das Internet gesucht und gebucht. Die Wandertour für den Kurztrip am Wochenende: geplant über das Internet. Die Hütte für die Mittagsrast: gefunden über das Internet. Wer im Netz nicht präsent ist, ist für viele Kunden nicht existent. Wer im Internet ein schlechtes Image hat, wird gemieden.

Unzählige Bewertungsplattformen bieten inzwischen Hilfe bei der Suche. Andere Nutzer geben dort Empfehlungen, loben den Kaffee, kritisieren den Kuchen. Schimpfen über die unfreundliche Bedienung oder freuen sich über die gute Beratung beim Einzelhändler. Gute Kritiken = viele Kunden. Schlechte Kritiken = da geht keiner mehr hin.

Nur das Café, das im Netz ist, wird besucht

Der Kunde, der im Netz gefunden hat, was er sucht, lässt sich von seinem Handy ans Ziel führen: Kostenlose Navigationsprogramme zeigen auf den Meter genau, wo man ist und wo man hin sollte. Selbst vorher unbekannte Cafés, Restaurants oder Bars in einem gewünschten Umkreis lassen sich so finden. Natürlich wieder bewertet von anderen Besuchern.

Das Ganze hat für viele Betriebe aber einen entscheidenden Haken: Sie wissen oft nicht, dass sie selbst dafür sorgen können, im Internet gefunden zu werden. Und sie wissen erst recht nicht, was bereits im Internet über sie gesprochen wird und wie sie das beeinflussen können.

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Internet Workshop für Händler und Gastronomen
im Tegernseer Tal

Die Tegernseer Stimme bietet am Samstag, 25. Juni 2011, einen Internet Workshop für Händler und Gastronomen aus dem Tegernseer Tal an. Ziel des halbtägigen Kurses (13:00 bis 19:00 Uhr) ist, dass Sie im Anschluss die für Ihr Unternehmen relevanten Internet-Werkzeuge einrichten und bedienen können. So sorgen Sie selbst dafür, dass Sie zukünftig im und über das Internet gefunden werden.

Die spezielle Ausrichtung umfasst folgende Punkte:

  • Professionelle Nutzung von Facebook und Twitter für Ihr Unternehmen
  • Sichtbarkeit in Suchmaschinen
  • Eintrag in Onlinekartendienste (z.B. Google Maps)
  • Eintrag in Empfehlungsdienste für Gastronomie und Handel (z.B. Qype, Google Places)
  • Einrichten einer eigenen Facebook Fan-Seite

Der Preis des Workshops beträgt 80,- Euro pro Teilnehmer. Seminarort ist Tegernsee.

Interessenten melden sich bitte direkt unter workshop@tegernseerstimme.de oder über das Kontaktformular. Alle weiteren Details erhalten Sie anschließend per Email.

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Von den richtigen Aktionen profitieren

Mit dem nötigen Wissen können auch die Händler im Tal vom Internet profitieren. Das Bräustüberl hat im letzten Jahr zum Beispiel eine Aktion im Internet angeboten: Gutscheine für eine günstige Mittagsrast ‒ einzulösen beim nächsten Besuch im Tegernseer Tal. Innerhalb von 24 Stunden haben über 500 (Neu-)Kunden zugeschlagen. Und die Gutscheine natürlich auch direkt bezahlt. Zu Hause am Computer.

Ein anderes Beispiel ist ein viel diskutiertes Hotel im Tal: DAS TEGERNSEE. Über den Namenswechsel gab es anfangs viel Spott und Häme. In einem Punkt war die Umbenennung aber extrem erfolgreich: Wenn man heute auf Google die Suchanfrage „Tegernsee Hotel“ eingibt, ist DAS TEGERNSEE auf Platz 1. Logisch: Es heißt ja auch so. Der erste Platz bei Google bringt schlicht und einfach mehr Kunden.

Die eigene Sichtbarkeit

Die eigene Sichtbarkeit im Internet verbessern kann jeder. Wir haben schon vor einiger Zeit eine Serie mit dem Titel „7 Fragen zum Internet“ erstellt. Dort erklären wir ausführlich, welche Möglichkeiten im Handel und der Gastronomie existieren, im und mit dem lokalen Internet zu arbeiten.

Von den verschiedenen Empfehlungsdiensten wie Qype oder google Places bis zum Eintrag in Online-Landkarten oder der besseren Sichtbarkeit in Google: In den Artikeln wird vieles sehr ausführlich besprochen und erklärt. Ein kleines bisschen Dazulernen kann schließlich niemandem schaden. Denn eines ist sicher: Das Internet bleibt da – ob wir wollen oder nicht!

Sport Romani ist einer der aktiveren Händler was die Arbeit mit dem Internet angeht


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