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Was Konzentrationsflächen für den Kiesabbau bewirken sollen

Das Otterfinger Kies-Problem

Von Katharina Fitz

Wer ein Haus bauen will, braucht Kies. Und Kies gibt es rund um Otterfing genug. Aus diesem Grund wollen dort schürfende Unternehmen ihre Gruben ausweiten. Um diese Planungen mit den Vorstellungen der Gemeinde in Einklang zu bringen, soll eine „Konzentrationsfläche Kiesabbau“ ausgewiesen werden

Kies gibt es rund um Otterfing genug - jetzt soll eine Regelung her
Kies gibt es rund um Otterfing genug – jetzt soll eine Regelung her

Das Problem beim Otterfinger Kiesabbau liegt darin, dass die Genehmigung nicht von der Gemeinde, sondern vom Landratsamt erteilt wird. „Wenn an uns ein Antrag gestellt wird, haben wir fast keine Möglichkeit, hier groß einzubremsen“, erläutert die zweite Bürgermeisterin Ulrike Stockmeier auf Anfrage. Dennoch lässt sich die Gemeinde beim Thema Kies das Ruder nicht ganz aus der Hand nehmen.

„Wir erstellen einen Teilflächennutzungsplan, damit wir Herr der Dinge sind und nicht das Landratsamt“, so der Otterfinger Bürgermeister Jakob Eglseder. „Innerhalb kürzester Zeit hat das Landratsamt fast zwölf Hektar für eine Erweiterung der Kiesgruben ausgewiesen und das geht uns zu schnell.“ Da es rund um die Gemeinde Otterfing große Kiesvorräte gibt – das haben Recherchen eines Geologen ergeben – befürchtet der Bürgermeister ein Ausufern des Abbaus.

Abhilfe schaffen soll nun eine „Konzentrationsfläche Kiesabbau“ im Norden der Gemeinde. Nur dort dürften die Firmen dann Kies schürfen – damit wäre ein Kiesabbau in für Natur und Mensch erträglichem Umfang gewährleistet.

Keine Handhabe gegen Lärm- und Staubbelästigung

Sorge bereitet dem Bürgermeister vor allem ein Großunternehmen, Gerüchten zur Folge die Firma Rohrdorfer. Sie plane, so Eglseder, Kiesabbau im großen Stil und überregionale Vermarktung. In diesem Fall wäre die Gemeinde bald nur noch von Kiesgruben umringt. Das sei den Bürgern nicht zuzumuten. „Wenn unsere Bürger bauen möchten, sollen sie den Kies aus der Region beziehen können und nicht von irgendwoher.“

Gegen die von einigen Anwohnern beklagte Lärm- und Staubbelästigung durch die vorbeifahrenden Kieslaster hat die Gemeinde Otterfing selbst bei Ausweisung einer Sonderfläche zum Kiesabbau keine Handhabe. „Die Lastwagen sind berechtigt, dort zu fahren“, erklärt Eglseder. Bestenfalls könnten Lärm und Staub verringert, aber nicht vollständig verhindert werden. In Sachen Kies hat sich die Gemeinde nun juristische und fachliche Unterstützung geholt. Ziel des Bürgermeisters ist eine „Abwicklung noch in diesem Jahr“.

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