Simpert Ernst und sein geheimnisvolles Menü
“Kampf der Regionen” mit einem Fischer vom Tegernsee

von Rose Beyer

Normalerweise zieht er Hechte, Forellen, Renken oder Saiblinge aus dem See und verarbeitet sie, bevor sie in der Theke des Tegernseer Fischereiladens zum Verkauf feilgeboten werden. Doch im vergangenen Sommer nahm sich Fischwirtschaftsmeister Simpert Ernst frei, um durch Deutschland zu touren. Der Grund: eine Kandidatenreise zum „Perfekten Dinner“.

Bereits im Mai 2011 hatten Christoph von Preysing, Ulrike Höfle, Fredl Schmitt, Charlotte Schöning und Dominik Salzer den Tegernseer Sieger beim “Perfekten Dinner” untereinander ausgekocht. Jetzt wollte sich Preysings Fischerkollege Ernst beim „Kampf der Regionen“ beweisen.

Simpert Ernst (rechts) mit zwei Kollegen vor der Tegernseer Fischerei

Im Mai 2012 hatten die Macher der Sendung zum Casting aufgerufen. Laut Aussagen der Produktionsfirma geht es bei dem Format darum, zu zeigen, wo in Deutschland am besten gekocht wird. Vier Hobbyköche aus jeweils vier unterschiedlichen deutschen Regionen treten gegeneinander an. Neben den kulinarischen Highlights soll Wissenswertes, Historisches und Skurriles zu der entsprechenden Heimatregion der Kandidaten vermittelt werden.

Eine prima Chance also für den Tegernseer Fischer, zu zeigen, wie verbunden er sich der regionalen Küche fühlt. Ernst packte und fuhr mit dem Zug quer durch Deutschland. Eine Woche sollte der Dreh dauern. Dabei stand abwechselnd ein Reisetag und ein Drehtag auf dem Plan. Die Stationen: Saarland, Ostfriesland, Dresden. Letzter Drehtag war dann zuhause am Tegernsee – just am 1. Juli, seinem 28. Geburtstag. „Ganz nett, aber anstrengend.“ Das Resumée des Hobbykochs fällt recht nüchtern aus.

Eine Woche reisen und drehen

Sechs bis acht Stunden im Zug, dann in einem mittelmäßigen Hotel nächtigen und am nächsten Tag möglichst fit am Set zu stehen – das ist offenbar nicht jedermanns Sache. Doch die Machern haben durchaus beabsichtigt, dass “der Dreh ein wenig aufwendiger ausfällt”. Dafür ist aber auch das Honorar etwas üppiger: Jeder Teilnehmer erhält eine einmalige Vergütung. Und auch die Börse für den Sieger ist mit 3.000 Euro deutlich höher.

Nicht nur die tägliche Arbeit als Fischer kann also ein Knochenjob sein. Auch das Drehen am Set ist offenbar kein Zuckerschlecken. Wer beim „Kampf der Regionen“ gewonnen hat, darf Simpert Ernst nicht verraten. Sein Vertrag untersagt dies strikt. Die Ausstrahlung der Sendung ist für Februar 2013 geplant.

Und auch das spezielle Menü für vier Personen, das er im Sommer gekocht hat, ist derzeit noch streng geheim. Nur soviel sei verraten: Wer den Beruf von Simpert Ernst kennt, der weiß wo er außer bei der Nachspeise seine Schwerpunkte gesetzt hat….


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