SPD-Stadtrat Thomas Mandl will auch Bürgermeister werden

Tegernseer Trio fast perfekt

Vor nicht allzu langer Zeit sah es in Tegernsee nach einem möglichen Alleingang von CSU-Bürgermeisterkandidat Hans Hagn aus. Und nun dürften es sogar drei werden, die den Sprung ins Rathaus wagen möchten.

Nach Hagns früher Nominierung hat die SPD nun ihren Mann ins Rennen geschickt. Thomas Mandl wird der zweite Kandidat für den Posten des Bürgermeisters. Und am Dienstag könnte der dritte folgen.

Die Tegernseer SPD hatte am Freitagabend über ihre Stadtratsliste und den Bürgermeisterkandidaten zu entscheiden.
Die Tegernseer SPD hatte am Freitagabend über ihre Stadtratsliste und den Bürgermeisterkandidaten zu entscheiden.

„Ich danke euch für das Vertrauen. Und meiner Frau. Ich habe mich dafür entschieden, weil sie mir grünes Licht gegeben hat. Denn es bedeutet sehr viel Arbeit und Entbehrungen, sich auf dieses Amt vorzubereiten“, so der 55-jährige Vorsitzende des Tegernseer SPD-Ortsvereins am späten Freitagabend im Gasthof Schandl.

In einer kurzen Aufstellungsversammlung hatte die SPD ihren Kandidaten für den Posten des Rathaus-Chefs bestätigt und gleichzeitig die Liste mit zehn Bewerbern für den Stadtrat festgezurrt. Thomas Mandl, derzeit noch der einzige SPD-Mann im Tegernseer Stadtrat, steht dabei an erster Stelle. Und kandidiert nach der Wahl 2008 erneut für das Amt des Bürgermeisters.

Seine Aussichten sind dabei nicht die besten, trotzdem möchte der Leiter der Volkshochschule Holzkirchen-Otterfing alles dafür tun, es nach der Niederlage um das Landtagsmandat im vergangenen Herbst besser zu machen. Gleichzeitig stellte Mandl klar, wofür er steht:

Ich möchte vor allem die Bürger viel früher bei großen und kleinen Projekten mit einbeziehen. Gleichzeitig müssen wir uns darum kümmern, bezahlbaren Wohnraum für Jung und Alt zu schaffen. Da krankt es sehr bei uns.

Thomas Mandl am Freitagabend bei seiner Rede.
Thomas Mandl bei seiner kurzen Rede.

Seit 2002 gehört Mandl bereits dem Stadtrat an. Immer wieder, und oft auch gegen große Widerstände, übernimmt er in dem Gremium die Rolle des Mahners und Kämpfers gegen Großprojekte und für den Naturschutz.

So hatte er sich im vergangenen Jahr mit großem Aufwand gegen das umstrittene Almdorf-Projekt gestellt und eine Petition mit über 800 Unterstützern auf den Weg gebracht.

Zwar wurde diese am Ende vom Petitionsausschuss des Landtags abgeschmettert. Mandl allerdings hat das viel Zustimmung und eine gewisse Bekanntheit über die Grenzen Tegernsees hinaus gebracht.

Und diese Bekanntheit in der Stadt wird er auch nötig haben, wenn es am 16. März heißt: Wer soll der Nachfolger des amtierenden Bürgermeisters Peter Janssen werden? Mandl, Hagn oder ein dritter – derzeit noch unbekannter – Kandidat der Freien Wähler?

Obermüller oder Sieben?

Hans Hagn, gut positioniert und mit den Stimmen der CSU und der Bürgerliste ausgestattet, gilt derzeit als aussichtsreichster Kandidat. Ob die Freien Wähler, wie von ihrem Fraktionsvorsitzenden Andreas Obermüller angekündigt, „zu 99 Prozent einen eigenen Kandidaten aufstellen“, dürfte sich am Dienstagabend herausstellen. Dann hält die FWG ihre Aufstellungsversammlung ab. Neben Obermüller ist auch der frühere CSU-Vorsitzende Peter Friedrich Sieben noch mit im Rennen.

Thomas Mandl hat mit einem möglichen Trio dagegen keine Probleme. Seine Absicht zur Kandidatur sei vor allem dem Umstand geschuldet, dass bisher noch keines seiner Ziele für den Stadtrat aus dem Jahr 2008 umgesetzt wurde. Zu seiner Unterstützung hat die SPD am Freitagabend auch eine eigene Liste aufgestellt. Aufgrund der Größe des Ortsvereins – es waren nur 19 Stimmberechtigte überhaupt anwesend– wurde kurzerhand die Geschäftsordnung geändert. Für die kommende Kommunalwahl dürfen sich nun auch parteifreie Tegernseer für die neue Liste „SPD/Parteifrei“ aufstellen lassen.

Auf der Stadtratsliste befinden sich nun neben Thomas Mandl auch seine 19-jährige Tochter Laura Mandl. Darüberhinaus sind Eva Wahl, Thomas Maban, Dubravka Novosel, Peter Schiffmann, Helmut Pasterk, Christine Malter, Adrian Harms und Hennig Möller vertreten.


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