Architekt gibt Einblick in die Pläne zur Orthopädischen Klinik in Tegernsee
“Das wirkt nicht mehr so wuchtig”

von Rose Beyer

Die orthopädische Klinik will erweitern. Jetzt muss nur noch die Stadt Tegernsee ihren “offiziellen Segen” geben und den Bebauungsplan ändern. Wie berichtet, sind einige Anwohner rund um die Point allerdings nicht erfreut über den geplanten Neubau. Der zuständige Architekt beschwichtigt jedoch.

Zur Verdeutlichung haben wir uns auf dem Gelände umgesehen und alles im Film festgehalten.

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Eine Skizze der geplanten Gebäude besteht bereits. Wie die Gebäude allerdings genau aussehen, stellt sich wohl erst in Zukunft heraus. Wie Pressesprecher Jan Paeplow bereits vor einigen Wochen erklärte, sei man seitens der Rentenversicherung als Eigentümer allerdings um größtmögliche Transparenz bemüht.

Fokus auf Zentralgebäude

Das sieht auch Klaus Gutschalk so. Er ist Architekt bei der Mannheimer Planungsgesellschaft Schmucker und Partner und war von Anfang an bei dem Projekt dabei. Er bittet noch um ein wenig Geduld, was die Veröffentlichung neuer Pläne betrifft. Allerdings hat er uns im Film einige Details zu den neuen Gebäuden verraten und möchte damit auch die Sorgen der Anwohner nehmen.

Während die bestehenden – etwa 50 Jahre alten – Gebäude abgerissen werden, soll der Fokus auf dem denkmalgeschützten Zentralgebäude liegen. Um dieses sollen sich dann die neuen Gebäude gruppieren. “Alles ist auf das treppenartig zum See hin verlaufende Gelände abgestimmt”, berichtet der Architekt.

Kommt man von der Straßenseite, erwartet einen zukünftig ein wesentlich weniger breites Gebäude als jetzt. Dieses soll von 42 auf 17 Meter geschmälert werden. Künftig wird dies die Öffnung der Klinik nach außen hin sein und den Blick auf die denkmalgeschützte Villa freigeben, erklärt Gutschalk.

Näher am See

Zur relevanten Nachbarseite – im Osten des Grundstücks im Bereich des sogenannten Ganghofer-Hauses – beträgt der jetzige Abstand von Gebäudeteilen zurzeit rund fünf Meter. Mit den Neubauten soll dieser auf dann acht Meter vergrößert werden. Für die Anwohner sei das eine Verbesserung, wie Gutschalk betont:

Eine harmonisch dem Gelände angepasste Gebäudeform ist uns wichtig. Diese soll unter anderem dafür sorgen, dass die bestmögliche Belichtungssituation erreicht wird.

Besonders der Abstand zum Ufer sorgt allerdings für einige Aufregung. Bis auf 50 Meter werden die Gebäude künftig an den Tegernsee heranrücken. Und damit deutlich näher, als dies bisher der Fall ist. Dabei müsse allerdings berücksichtigt werden, dass die Kopfseiten der Gebäude zum See hin nur eine Breite von rund 17 Metern haben werden. “Das wirkt dann optisch nicht mehr so wuchtig”, meint Gutschalk.

Ob die Anwohner diese Meinung jedoch teilen werden, darf wohl bezweifelt werden.

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