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Überraschungen bei Premiere des Jedermann in der Wiesseer Spielbank

“Der bayerische Tod ist griabig”

Von Nina Häußinger

Was passiert, wenn der Tod aus dem Jedermann auf den Boandlkramer aus dem Brandner Kaspar vom Tegernsee trifft? Das durften gestern die zahlreichen Zuschauer der diesjährigen Premiere des Jedermann in der Spielbank Bad Wiessee erleben. Jetzt ist klar, warum so viele Menschen nach Bayern ziehen …

Der Jedermann ist diesmal im Rollstuhl aufgetreten

Pünktlich zum Start um 20 Uhr schüttete es wie aus Kübeln. Zwar hofften die Veranstalter noch bis zur letzten Minute, das Stück doch noch auf der schönen Waldbühne der Spielbank zeigen zu können. Am Ende musste man aber doch in den Veranstaltungsraum im Inneren flüchten.

Erschienen waren auch im dritten Jahr zahlreiche Theater-Interessierte. Unter den Zuschauern Robert Huber, zweiter Bürgermeister von Wiessee mit seiner Frau und Alfons Besel, Bürgermeister von Gmund. Besonderer Dank wurde Dr. Martin Marianowicz, Betreiber der Privatklinik im Jägerwinkel, entgegen gebracht. Er begleitet die Schauspieltruppe schon seit Jahren und hält ihnen auch nach dem Umzug von der Festung Hohensalzburg nach Bad Wiessee vor drei Jahren die Treue.

Der Boandlkramer vom Brandner Kaspar machte dem Tod aus dem Jedermann also gleich zu Beginn des Stücks klar, was das Besondere am boarischen Tod ist – der is nämlich griabig. „Deshalb ziehen so viele nach Bayern. Weil sie in Bayern sterben und in den bayerischen Himmel kommen wollen“, so der Brandnerkasper.

Ein Jedermann im Rollstuhl

Das Treffen der beiden dunklen Gestalten aus verschiedenen Stücken war gestern Abend aber nicht die einzige Überraschung. Hans Jürgen Stöckerl inszenierte den Jedermann heuer im Rollstuhl sitzend. Grund ist eine Fußverletzung. Und so erschien er in dieser Form fast noch passender, als geldgieriger Jedermann, dessen Buhlschaft, Bedienstete und Verwandte um ihn herumscharwenzeln.

Vergleichen mit dem großen Jedermann von Salzburg darf man einen Abend in Bad Wiessee freilich nicht. Trotzdem ist der schauspielerischen Leistung auf der engen Bühne und mit wenig Mitteln Respekt entgegen zu bringen. Und vielleicht haben die Besucher heute oder morgen Abend mehr Glück, und können die Atmosphäre auf der Waldbühne genießen.

Hier einige Eindrücke:

Auf der Waldbühne konnte der Jedermann gestern nicht aufgeführt werden

Der Brandner Kaspar mit dem Tod des Jedermann


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