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Wiessee erteilt Maria Furtwängler Baugenehmigung mit Gegenleistung

Der Deal mit den Grundstücken

Von Nina Häußinger

Bereits im Dezember hat der Wiesseer Gemeinderat das Okay für das Bauprojekt von Maria Furtwängler gegeben. Das Problem: Das Grundstück liegt im Außenbereich und daher ist ein Erlass einer sogenannten Einbeziehungssatzung nötig.

Doch diese Hürde ist jetzt genommen. Denn der Gemeinderat hat das Grundstück in den Innenbereich mit aufgenommen – allerdings nicht ohne Gegenleistung.

Gestern stellte der Wiesseer Gemeinderat die Weichen für mehr Kontrolle im Ortszentrum.
Gestern machte der Wiesseer Gemeinderat den Weg frei für den Bau von Maria Furtwänglers Haus / Archivbild

Maria Furtwängler darf ihr geplantes Wohnhaus mit Nebengebäude bauen. Schon im Dezember hatte der Gemeinderat dem Bauprojekt zugestimmt. Da das 1.900 Quadratmeter große Grundstück aber im Außenbereich der Gemeinde liegt, wurde ein zweites Verfahren nötig. Durch den Erlass einer Einbeziehungssatzung hat man die Fläche jetzt mit in den Innenraum einbezogen.

Ganz so einfach wie es klingt, ist es dann aber doch nicht gewesen. Furtwängler besitzt ein zweites Grundstück. Ursprünglich hatte sie hierfür die Genehmigung, zwei neue Einfamilienhäuser darauf zu errichten. Die Naturschutzbehörde hat die Fläche aber als bedeutende Biotopfläche ausgewiesen. Deshalb verzichtet Furtwängler jetzt im Gegenzug auf die Neubebauung dieses Grundstücks zu Gunsten des Naturschutzes.

Auf dem Grundstück, das neu bebaut wird, kommen letzten Endes 100 Quadratmeter Geschossfläche dazu, auf dem Biotopgelände fallen dafür 550 Quadratmeter weg. „Das ist ganz im Sinne des Naturschutzes“, erklärte der Wiesseer Bauamtsleiter Helmut Köckeis.

Höß: „Das hat nichts mit Furtwängler zu tun“

Die Naturschutzbehörde des Landratsamtes hat zudem eine arten- und naturschutzrechtliche Prüfung durchgeführt. Das Gutachten sollte feststellen, ob bedrohte Tierarten durch den Neubau gefährdet werden. Doch die Behörde konnte Entwarnung geben: Das Bauvorhaben hat keinerlei negative Auswirkungen auf die Tiere.

Klaudia Martini von der SPD findet trotzdem, dass die Untersuchung sinnvoll war. „Wir sollten das ernst nehmen, schließlich leben wir von der Natur und den Besonderheiten bei uns.“ Laut Bürgermeister Peter Höß habe die Vereinbarung nichts mit dem Namen Furtwängler zu tun. Um keine Angriffsfläche zu bieten, habe man in diesem Fall sogar alles sehr genau geprüft.


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