Der neue Wandingerparkplatz in Rottach – Widersprüche einstimmig abgeschmettert

Von Redaktion

Ergänzung vom 21. Dezember / 13:52 Uhr
Auf der letzten Rottacher Gemeinderatssitzung hatte Bürgermeister Hafner über den Stand der Bauarbeiten am Wandingerparkplatz informiert. Aufgrund des Schnees ruht dort gerade alles. Aber vorher konnte noch einiges erledigt werden. Was auch durch den Bericht des Planers bestätigt wurde:

Die Umlegung des Salitererwegs ist fertiggestellt, die Ashpaltierung erfolgt. Der neue Straßenbereich des Weges ist vollständig befahrbar.

Die Parkplätze nordseitig des Saliterersweges sowie der Dammweg sind fertig und stehen zur Benutzung zur Verfügung. Die Parkplatzreihe südlich des Weges ist abgedeckt und kann ebenfalls genutzt werden.

Sämtliche Arbeiten am Untergrund sind fertiggestellt. Der ostseitige Gehweg der Bundesstraße steht zur Verfügung.

Ursprünglicher Artikel vom 22. November:

Der Wandingerparkplatz im Bau - Aufnahme aus der letzten Woche bei Sonnenschein

Der Wandingerparkplatz in Rottach – ein in der geplanten Form nicht akzeptables Übel. So zumindest die Meinung von 18 Anwohnern.

Die Bezeichnung Anwohner und nicht Anlieger war Bürgermeister Franz Hafner dann auch sehr wichtig in seinen Ausführungen zu den umfangreichen Widerspruchsschreiben, welche der Gemeinde Ende Oktober sowie Anfang November zugegangen waren. In diesen hatte der Tegernseer Karl Reiner (Besitzer des Salitererhofes), flankiert von 18 Unterstützern, die eines der Schreiben unterzeichnet hatten, einen Forderungskatalog formuliert.

Zuerst hatte die Gemeinde im Ortsplanungsausschuss entschieden, auf die Einwände nicht eingehen zu wollen, da es sich bei den Unterzeichnern um keine direkten Anlieger handelt.
Aber nachdem die Schreiben durch den umtriebigen Gastronomen auch an das Landratsamt als Rechtsaufsichtsbeschwerde gegen die Rottacher Verwaltung eingereicht worden waren, sah sich Hafner gezwungen dazu Stellung zu nehmen.

Konkret ging er auf die 8 Forderungen folgendermaßen ein:
1. Der Salitererweg sollte zugunsten der Sicherheit auf 9 Meter verbreitert werden
> Abgelehnt. Überall in der Gemeinde sind es 6 Meter. Eine Verbreiterung an dieser wenig-befahrenen Stelle kann nicht nachvollzogen werden.

2. Verzicht auf die Kopfparkplätze und Ersatz durch Längsparkplätze
> Abgelehnt. Das Parkverhalten bei Längsparkplätzen ist erheblich belästigender und zeitaufwändiger als bei Kopfparkplätzen.

3. Beseitigung des Hindernisses an der oberen Zufahrt zum Parkplatz
> Soll im Plan verbessert werden.

4. Vorsorge für den Schutz von Fußgängern, insbesondere von Schulkindern
> Abgelehnt. Es ist nicht erkennbar, warum gerade dort ein erhöhtes Aufkommen von Schulkindern sein soll.

5. Vorsorge für den ungehinderten Einsatz von Notfahrzeugen
> Das ist ganz sicher ausreichend gewährleistet.

6. Verrohrung eines Anliegerbachs
> Abgeleht. Da es ein reiner Anliegerbach ist, hat dieser mit der konkreten Maßnahme nichts zu tun.

7. Gestaltung und Planung wie die Einfahrt zum Salitererweg vor Fremdfahrzeugen geschützt werden soll
> Wird durch ein bereits geplantes Sackgasse-Schild gewährleistet.

8. Gutachten zur Klärung, ob an der Stelle nicht doch ein Parkhaus notwendig ist
> Abgelehnt. Das wurde bereits untersucht. Und die Errichtung eines Parkhauses wäre aufgrund des Untergrunds so kostenintensiv, dass es jeden vernünftigen Rahmen sprengen würde.

Im Anschluß an seine Ausführungen ging Hafner nochmal konkret auf den dritten Punkt Reiners ein:

Alle Anfragen sind von unserer Seite aus zurückzuweißen. Bis auf den dritten Punkt. Diesen haben wir in unserer neuen Planung berücksichtigt und uns mit dem Architekten Gedanken über eine Verbesserung gemacht.

Die Verbesserung sieht vor, dass der neue Parkplatz zwei Zu- und Ausfahrten erhalten soll. Desweiteren wird ein Stellplatz und ein Baum aus der Planung entfernt um eine zu spitze Ausfahrt in den Salitererweg zu vermeiden.

Das Areal des neuen Wandingerparkplatzes in Rottach-Egern, auf dem 100 Parkplätte entstehen.

Gegenüber dem Merkur sprach der Initiitator der Einsprüche von einem Erfolg und zeigte sich zufrieden: „Mehr konnte man nicht erreichen.“

Es stellt sich natürlich die Frage, was Karl Reiner dann erreichen wollte, wenn er bereits mit einer Erfolgsquote von 10% zufrieden ist?
Ist er etwa zufrieden damit, dass er die Gemeinde und das Landratsamt mehrere Stunden Zeit gekostet hat?
Oder eventuell froh darüber, mit seinem Namen in der Zeitung aufzutauchen?

Oft gibt es Einwände von Anliegern, die gerechtfertigt sind und über die gesprochen werden muss, um im Rahmen eines Kompromisses einen gangbaren Weg zu finden. Manchmal gibt es aber auch Einwände, die diese Bemühungen entwerten. Schad drum.


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