Trend fürs Tegernseer Tal: Winter ohne Ende

von Nina Häußinger

Das große Chaos im Oberland ist vorbei und im Moment sind viele mit dem Beseitigen von Schneebergen beschäftigt. Der Winter macht derweil trotzdem keine Pause. Nach Dauerfrost am Wochenende, könnte es kommende Woche schon wieder schneien.

Der Trend: “Winter ohne Ende” – hier zu sehen das Kirchlein in Glashütte / Foto: Nina Häußinger

Das große Schneechaos ist vorbei und so langsam kommt das Oberland wieder zur Ruhe. Trotzdem bleibt uns der Winter wohl erstmal erhalten. „Nachdem eine schwache Kaltfront am Freitag abgezogen ist, liegen wir in einer mäßig kalten Luftmasse, die in den nächsten Tagen hier zur Ruhe kommt und sich weiter abkühlt“, erklärt der Wetterexperte aus Schaftlach Hans Wildermuth.

Mit weiteren Fronten sei demnächst nicht zu rechnen, die Tiefdruckgebiete ziehen vom Atlantik ins Mittelmeer und beeinflussen uns zunächst nicht. „Das bedeutet aber auch, dass milde Luft vom Atlantik keine Chance hat, nach Mitteleuropa vorzudringen“, so der Wetterfrosch weiter.

Dauerfrostlage ab dem Wochenende

Ab dem Wochenende wird sich daher eine Dauerfrostlage einstellen, tagsüber knapp unter Null Grad und nachts je nach Aufklaren bis unter -10 Grad. Das Wochenende bleibt trocken teils sonnig teils wolkig, es überwiegen aber die Wolken. Das wird die erste Wochenhälfte so anhalten, dabei ist es mal sonnig, mal wolkig und im Vorland auch mal neblig.

In der zweiten Wochenhälfte zieht dann wohl ein starkes Tief über Frankreich ins Mittelmeer –
das wird die Tiefdrucktätigkeit dort erheblich anheizen, so dass ein Einfluss auf den Alpenbereich und das Alpenvorland sehr wahrscheinlich wird. Schneefall ist dann eher in der zweiten Wochenhälfte wieder ein Thema, was aber mit größerer Unsicherheit behaftet ist, es kommt auf die Tiefdruckentwicklung im Mittelmeer an. Wildermuth meint:

Hier besteht auch wieder die Möglichkeit ergiebigen Schneefalls.

Der dann fallende Schnee würde aus Mittelmeerwasser bestehen, im Gegensatz zur aktuellen Schneedecke, die aus Atlantikwasser besteht. Somit ist also noch nicht ganz klar, was uns in der kommenden Woche erwartet. „Ziemlich sicher ist hingegen, dass die Temperatur im Frostbereich bleibt.Man kann sich aus aktueller Sicht sogar mit der Aussage aus dem Fenster lehnen, dass der Rest des Januars vom Winter beherrscht wird“, so der Wetterfrosch.

Die Schneedecke bleibt also erhalten. Zur Zeit beträgt die Schneehöhe in Schaftlach 82 cm, in Kreuth 120 cm, am Spitzingsee 182 cm und am Brauneck 267 cm.


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