Die 5-Sekunden-Regel – nützlich oder eher kontraproduktiv?

Wenn man den Begriff „5-Sekunden-Regel“ hört, dann denkt man sofort an Sport oder einer anderen Beschäftigung, die mit Timing zu tun hat. Doch dabei liegt man weit daneben. Denn glaubt man es oder nicht, die 5-Sekunden-Regel bezieht sich auf Glücksspiel, genauer gesagt auf Spielhallen im Internet. Die Maßnahme, die gegen Spielsucht effektiv sein sollte, sorgte inzwischen für Aufruhr in der Spielergemeinde. Was es alles so mit der 5-Sekunden-Regel an sich hat, wollen wir hier deshalb ein bisschen gründlicher auf die Spur gehen.

Die 5-Sekunden-Regel – was ist das eigentlich?

Was so unklar und kompliziert klingt, ist sehr einfach erklärt. Bekanntlich bilden Spielautomaten, die sogenannten Slots, einen Großteil der Angebote von Online Casinos. Hier drehen die Zocker die Walzen genau wie bei den einmaligen Einarmigen Banditen und hoffen dabei auf eine gewinnbringende Kombination aus identischen Symbolen. Diesmal sind aber die Walzen virtuell und wie schnell und oft man sie in Bewegung versetzen kann, besagt genau die 5-Sekunden-Regel. Zwischen zwei Drehs müssen nämlich mindestens 5 Sekunden vergehen. Erst dann ist eine weitere Runde am beliebten Spielautomaten möglich.

Da fragt man sich sogleich, was sollte so eine seltsam klingende Einschränkung bezwecken. Die Erklärung bedarf ein bisschen Kenntnis der rechtlichen Materie und der gegenwärtigen Lage rund ums Glücksspiel in Deutschland.

Mit Gutem im Sinn erschaffen

Bis Mitte 2021 gab es die 5-Sekunden-Regel gar nicht. Was veränderte sich so gravierend in diesem Jahr also, dass ganz neue Begriffe das Licht der Welt erblickten? Die Antwort findet man in der deutschen Gesetzgebung, die Glücksspiel im Internet endlich regeln sollte. Bis 2021 gab es sie nämlich gar nicht, was Online Casino-Spiele betraf. Das sollte sich natürlich ändern und der Gesetzgeber erschuf dabei einen strengen Rahmen, der Glücksspiel in Grenzen setzen sollte. Alles natürlich mit dem Schutz des Spielers im Sinn.

Die 5-Sekunden-Regel entstand dabei zusammen mit weiteren Maßnahmen, die einer potenziellen Spielsucht entgegenwirken sollten. Der Mechanismus sollte so funktionieren: Wenn man zwangsläufig Pausen zwischen den einzelnen Spielrunden am Spielautomaten einlegt, spielt man in einem langsameren Tempo. Und man macht eben langsamer Verluste, falls den Spieler Fortuna nicht gnädig ist. Die Regel wirkt dabei wie eine Art Drossel beim Spielen und soll somit den Spieltrieb zügeln.

Nur eines hat man sich dabei nicht gut überlegt. Dass Spielsucht ein ernst zu nehmender Zustand ist, der mit solch naiven Maßnahmen nicht bekämpft werden kann. Denn wie beim Drogenkonsum und anderen Suchterscheinungen ist der Betroffene zu allem bereit, um eine Befriedigung seines Triebs zu erzielen. Ja, er wird langsamer spielen, doch aufhören wird er deswegen nicht.

Weitgehende Konsequenzen für normale Spieler

Den Problemspielern hat die 5-Sekunden-Regel bis dato kaum geholfen. Getroffen hat sie jedoch stark die ganz normalen Zocker, die verantwortungsvoll und des reinen Spielspaßes wegen spielen. So eine Maßnahme empfinden sie nämlich als lästig, da sie ihnen genau den Spaß an den Casino-Spielen verdirbt. Und genau wie bei anderen Dingen im Leben war bald auch hier ein Ausweg gefunden. Wer weiterhin Casino-Vergnügen ungetrübt genießen will, der kann die besten Online Casinos ohne 5-Sekunden-Regel aufsuchen. Hier gibt es die lästige Einschränkung einfach nicht. Die EU-Lizenz macht es möglich, wobei die deutsche Zulassung einfach entfällt. Und das bedeutet keinesfalls, dass in solchen Spielhallen nicht verantwortungsvoll gespielt wird. Ganz im Gegenteil, nur verwechselt man hier nicht Spielsucht Bekämpfung mit Spielverderber-Maßnahmen!

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