Die besten Zeichentablets für Anfänger

Von Extern

Die Welt wird immer digitaler. Unzählige Aufgaben in der Arbeitswelt und ein großer Teil der Freizeitgestaltung werden von oder an Computern erledigt und finden vor Bildschirmen statt. Besonders im Jahr 2020 hat die Gaming-Industrie große Zuwächse verzeichnen können. An den Rechnern der Welt wurden große digitale Schlachten geschlagen, es wurde gerätselt, Pokale in diversen Sportarten gewonnen oder Welten errichtet, um nur einige Beispiele zu nennen.

Auch in den virtuellen Casinos herrschte Hochbetrieb, da sie den Vorteil haben, dass dort Spiele wie Eye of Horus kostenlos ausprobiert werden können, bevor echte Einsätze zum Zuge kommen. Genauso konnten Streamingdienste Millionen von Zuschauern vor den Bildschirmen versammeln.

Aber auch die Kreativen toben sich schon seit einiger Zeit im digitalen Bereich aus. Vorbei sind die Zeiten, als Musiker ihre Kunst mit Bandmaschinen, die nur wenige Spuren aufnehmen konnten, für die Ewigkeit bannen mussten. Hochkomplexe Software hat in der Musikproduktion Einzug gehalten.

Vielen Freunden oder eher Gelegenheitskonsumenten von Comics und Karikaturen ist nicht bewusst, dass mittlerweile die meisten Zeichner ebenfalls auf digitale Leinwände umgestiegen sind. Selbst ein Urgestein wie Klaus Stuttmann, dessen humorige Gesellschaftskommentare zum Beispiel im Tagesspiegel oder der Taz erfreuen, hat das Papier gegen ein Zeichentablet eingetauscht. Wenn auch Sie beim digitalen Zeichnen kreativ durchstarten möchten, dann haben wir nun einige Tipps zum Einstieg für Sie.

Die zwei Kategorien: Stift- und Display-Tablets

Zunächst wollen wir auf ein paar wesentliche Kriterien schauen, über die Sie sich bei der Auswahl Ihres Zeichentablets Gedanken machen sollten. Dabei kommt es am Ende sehr darauf an, welche Merkmale Ihnen mehr liegen und welche Details Ihnen wichtig sind. Jeder Künstler tickt schließlich anders.

Das Stift-Tablet

Das wesentliche Merkmal eines Stift-Tablets ist, dass es allein als Funktionsfeld für den speziellen Zeichenstift dient und das gezeichnete Werk dann auf einem separaten Bildschirm zu sehen ist. Es ist mit einer Maus am Rechner vergleichbar, die Eingabe erfolgt extern und wird dann auf dem Monitor angezeigt. Somit ist das Stift-Tablet ein extra Gerät, das an einen Rechner oder anderen Bildschirm angeschlossen werden muss und somit nur im Zusammenspiel funktioniert. Stellen Sie dabei sicher, dass es keine Kompatibilitätskonflikte zwischen den Geräten und der Software gibt.

Freunde dieser Methode schätzen, dass die Zeichenhand nicht verdeckend auf das Ergebnis wirkt.

Das Display-Tablet

Diese Variante des Zeichentablets kommt dem klassischen Zeichen wesentlich näher, denn wie auf dem Papier zeichnen Sie hier direkt auf dem Display, natürlich mit einem entsprechenden Spezialstift. Sie sehen also viel unmittelbarer, was Sie tun und Zeichenbewegung und Bildschirm sind nicht wie beim Stift-Tablet voneinander getrennt.

Wenn Sie sich ein handliches Gerät zulegen, dann ist dies natürlich auch besser transportabel und Sie müssen nicht zwei getrennte Geräte handhaben. In diese Kategorie fallen auch diverse Tablet-PCs und natürlich iPads. Sie verfügen über druckempfindliche Touch-Displays, auf denen auch mit entsprechenden Spezialstiften gearbeitet werden kann.

Qualitätskriterien und Kosten

Zuerst ein kurzes Wort zu den Kosten. Für Einsteiger kann es bereits ab circa 40€ losgehen und nach oben hin sind die Grenzen natürlich offen. Sie können auch gerne 3.000€ ausgeben. Aber wir wollen uns an den Einsteigerbereich halten. Wichtig ist auch hier, was Sie für Ihr Geld bekommen. Über folgende Faktoren sollten Sie sich informieren und im besten Fall ausprobieren, was Ihnen eher liegt:

  • Die Größe und Auflösung
    Entscheidend sind natürlich die Maße des Displays oder des aktiven Bereichs des Eingabefeldes. Eine höhere Auflösung des Bildschirms sorgt zudem für bessere Ergebnisse bei Ihren Zeichnungen. Natürlich haben beide dieser Faktoren auch einen Einfluss auf die Kosten.
  • Die Stiftdruckstufen
    Die Drucksensitivität des Gerätes ist besonders wichtig. Das Tablet erkennt, wie viel Druck Sie mit dem Eingabestift ausüben und überträgt dies auf das Zeichenergebnis. Somit hängt von diesem Faktor sehr stark ab, wie natürlich sich das Zeichnen für Sie anfühlt. Ein Tablet kann zum Beispiel mit 2.048 Druckstufen ausgestattet sein, ein Mittelwert wird bei 4.096 Stufen erreicht. Aber auch zum relativ günstigen Preis können Sie schon ein Gerät mit 8.192 Druckstufen bekommen. Für Hobbyzeichner muss es hier jedoch nicht das obere Ende der Skala sein.
  • Auswechselbare Stiftspitzen
    Beim Zeichnen werden die Spitzen der Stifte mit der Zeit stark beansprucht und verlieren dann ihre Form. Deswegen sollte es möglich sein, die Spitzen auszuwechseln.
  • Tasten am Tablet
    Manche Tablets bieten Tasten, die den Workflow unterstützen. Mit ihnen kann man dann zum Beispiel zoomen oder drehen und zwischen Stift und Radiergummi wechseln.
  • Für Einsteiger geeignete Zeichentablets

    Kommen wir nun zu den konkreten Beispielen und einigen Vorschlägen für Tablets, die Sie sich zum Einstieg ins digitale Zeichnen zulegen können. Am besten testen Sie die Geräte vor dem endgültigen Kauf einmal selbst, um ein Gefühl für die Funktionen und einen Eindruck von der jeweiligen Qualität zu bekommen.

    GAOMON S620

    Dieses Stift-Tablet bietet eine 7,6 Zoll Diagonale und hat vier Expresstasten, die Sie mit Ihren bevorzugten Funktionen selbst belegen können. Das Gerät funktioniert mit einem passiven Stift, der keine Batterie oder Kabel benötigt. Für den günstigen Preis von nur 39,99€ bietet das Tablet dennoch stolze 8.192 Druckstufen. Es kann mit Windows oder macOS und mit gängiger Zeichensoftware verwendet werden. Mit einem OTG Verbindungskabel kann das Tablet sogar mit einem Android Smartphone verbunden werden, für iOS-Geräte ist dies nicht möglich.

    XP-PEN Star 06

    Für 89,99€ können Sie dieses Stift-Tablet per Bluetooth mit Ihrem Rechner verbinden. Natürlich kann auch eine Kabelverbindung hergestellt werden. Die Diagonale des Funktionsfeldes beträgt hier 11,8 Zoll. Es gibt sechs Tasten für den Schnellzugriff und einen extra Umschalter. Sie können auch hier über die zugewiesenen Funktionen selbst entscheiden. Der Stift ist ebenfalls batterielos und bietet die Möglichkeit, die Spitzen zu wechseln. Ob Windows oder Mac – alle Systeme und gängige Zeichenprogramme sind kompatibel.

    XP Pen Artist 12 Pro

    Für ein Display-Tablet müssen Sie ein wenig tiefer in die Tasche greifen, wenn Sie Ihre Ideen direkt auf dem integrierten Bildschirm umsetzen möchten. Bei diesem Gerät mit 11,6 Zoll Bildschirm liegt der Preis bei 269,99€, was für Display-Zeichentablets aber noch günstig ist. Auch hier erhalten Sie 8.192 Druckstufen. Es gibt sechs individuell nutzbare Expresstasten und ein Auswahlrad. Das Gerät ist mit gängiger Zeichensoftware verwendbar. Aber Achtung, auch dieses Tablet benötigt Computerunterstützung. Komplett unabhängige Geräte sind noch kostspieliger.


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