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Die Fahrerkarte als Nachweis für gewerbliche LKW-Fahrer

Von Extern

In Europa fahren täglich mehrere tausend Lkw-Fahrer und transportieren Produkte und Dienstleistungen von einem Ort zum anderen. Dabei arbeiten die meisten Fahrer der Güterbeförderung unter enormen Zeitdruck, diese rechtzeitig abzuliefern. Damit trotz des Zeitdrucks dennoch die Verkehrssicherheit und der Arbeitsschutz gewährleistet werden, existieren gewisse Regelungen innerhalb der EU für den Güterverkehr. Diese konzentrieren sich vor allem auf die Lenk- und Ruhezeiten, deren Regelungen in Europa einheitlich geregelt sind. Dabei spielt die sogenannte Fahrerkarte eine bedeutende Rolle, durch die Fahrer sowohl geschützt als auch überprüft werden können.

Aufgabe einer Fahrerkarte

Damit die Richtlinien zur Lenk- und Ruhezeit in der EU eingehalten werden, werden sie durch einen Fahrtenschreiber bzw. der Fahrerkarte dokumentiert. Die Fahrerkarte kommt bei digitalen Tachographen zum Einsatz und dient als fahrerbezogener Nachweis für die Arbeitszeiten im LKW. Diese wird dann eventuell bei einer Polizeikontrolle ausgewertet oder vom Arbeitgeber überprüft. Tatsächlich müssen Arbeitgeber oder Fahrer nach spätestens 28 Kalendertagen die Fahrerkarte auslesen. Damit dies schnell und effektiv abläuft empfehlen sich intelligente Telematiksysteme von FleetGO, durch die der Betrieb umfassend und benutzerfreundlich optimiert und kontrolliert werden kann.

lnformationen auf der Fahrerkarte

Auf der Fahrerkarte werden die wichtigsten Informationen des Fahrers gespeichert, die dann bei der Kontrolle dem jeweiligen Kontrolleur sichtbar sind. Dabei befinden sich folgende Daten auf der Karte:
– Vollständige Name des Fahrers
– Geburtsdatum
– Angabe der Behörde, die die Karte ausstellt
– Gültigkeit der Karte
– Führerscheinnummer des Fahrers
– Lichtbild
– Kartennummer
– Die Unterschrift

Das Lichtbild dient als Nachweis, falls die Karte geklaut oder verloren geht. Die Fahrerkarte darf nicht geliehen oder weitergegeben werden und wird streng bestraft. Neben den oben genannten persönlichen Informationen zum Fahrer, speichert die Fahrerkarte auch weitere Daten. Dazu gehört u.a. die Fahreraktivität, mit allen Lenk- und Ruhezeiten, Unterbrechungen, der Anzahl der Fahrer und der gefahrenen Gesamtstrecke. Die Karte muss alle 28 Tage ausgelesen werden, bevor die ältesten Daten überschrieben werden. Zusätzlich beinhaltet die Karte alle Informationen zu den genutzten Fahrzeugen, inklusive dem Datum, den Kennzeichen oder dem Kilometerstand.

Wichtig: Bei einer Polizeikontrolle wird die Karte mit einem Lesegerät überprüft. Dabei kann diese sogar die Geschwindigkeit abrufen, mit der in den letzten 24h gefahren wurde. So lassen sich Verstöße gegen die Höchstgeschwindigkeit erkennen.

Dauer und Kosten einer Fahrerkarte

In der Regel muss sich jeder Fahrer, für dessen Beruf eine Fahrerkarte notwendig ist, selbst um die Beschaffung bzw. Beantragung einer Fahrerkarte kümmern. Der Antrag für eine Karte wird dabei bei der zuständigen Behörde abgegeben, wie zum Beispiel dem Kraftfahrtbundesamt oder der Fahrerlaubnisbehörde des Wohnortes. Gleichzeitig kann eine Fahrerkarte auch beim TÜV oder der Dekra beantragt werden.

Die Beantragung einer Fahrerkarte ist mit Kosten verbunden, die sich abhängig vom Bundesland unterscheiden. Die Beantragung kostet in der Regel zwischen 10 und 12 Euro. Allerdings kommen zusätzlich noch Ausstellungsgebühren hinzu. Am Ende kostet die Fahrerkarte insgesamt um die 35 bis 45 Euro. Diese Kosten werden vom Fahrer selbst übernommen, da der Unternehmer laut deutschem Gesetz nicht verpflichtet ist, die Fahrerkarte zu übernehmen. Die Ausstellung dauert ca. 5 Tage. Allerdings kann sich der Zeitraum auch verlängern, wenn zum Beispiel ein hohes Arbeitsaufkommen existiert. Manche Arbeitgeber übernehmen die Beantragung der Fahrerkarte, allerdings ist dies keine Pflicht.

Die Analyse der Fahrtenschreiberdaten

Nach den gesetzlichen Regelungen muss die Fahrerkarte nicht nur alle 28 Werktage ausgelesen und die Daten heruntergeladen und archiviert werden. Der Arbeitgeber muss jede Fahrerkarte auch dahingehend untersuchen, ob und inwiefern das Fahrstundengesetzt eingehalten wurde. Dafür müssen die zuvor heruntergeladenen Daten analysiert werden. Dafür muss eine bestimmte Software genutzt werden, die die Daten entschlüsseln kann. Anschließend überprüft die Software, ob alle Daten vollständig und Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten des Fahrers zu erkennen sind. Wurde ein Verstoß ermittelt, kontaktiert der Arbeitgeber den Fahrer per Benachrichtigung und erstellt eine Aufzeichnung, da das gesamte Archiv und keine Einzelfälle von Behörden untersucht wird.

Die Fahrerkarte dient also als Nachweis, ob sich Fahrer an gesetzliche Regeln und Richtlinien halten. Sie speichert neben persönlichen Fahrer-Daten auch alle Informationen zur Lenk- und Ruhezeit, nimmt die Geschwindigkeit auf und notiert Stoppzeiten.

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