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Die größten Überraschungen der aktuellen Bundesliga-Saison

Von Extern

Wenn der FC Bayern München die Tabelle anführt, überrascht das keinen mehr, selbst wenn das Team die Sommerpause über nicht so effektiv trainieren konnte wie sonst und mit Julian Nagelsmann nicht nur ein neuer, sondern gleichzeitig relativ junger Trainer für den Erfolg der Mannschaft verantwortlich ist. Sie sind nach wie vor das stärkste Team, dicht gefolgt derzeit von Borussia Dortmund – immerhin ebenfalls achtmaliger Rekordhalter. Erstaunlicher ist da schon der derzeit dritte Tabellenplatz von Bayer Leverkusen und die unerwarteten Erfolge beim 1. Union Berlin und VfB Stuttgart.

Schon zu Beginn des Jahres gab es eine Überraschung, als Außenseiter 1. Union Berlin die Bundesliga aufmischte, als der Verein bereits nach 14 Spielen auf dem fünften Platz lag und vor allem mit seiner starken Offensive überzeugte, die der der FC Bayern Elf kaum in etwas nachstand. Vor allem das effiziente „Pressing“ des Teams und das schnelle Umschalten nach dem Ballgewinn, also dem Wechsel von Defensive in Offensive, wurde vom DFB gelobt. Die Mannschaft um Trainer Urs Fischer zeigte sich zudem bei Eckbällen und indirekten Freistößen als besonders gefährlich. Auch zum Jahresende und kurz vor der Winterpause hat sich am anfänglichen Erfolg der Berliner nichts geändert: sie liegen nach wie vor auf dem fünften Platz, und das nur mit einem Punkt hinter dem FC Freiburg und Bayer Leverkusen. Am 30. Oktober treffen Sie auf den FC Bayern München und mögen dieser Begegnung entgegenzittern, zumal das Team doppelte Strapazen aushalten muss: Union Berlin sielt als einziger deutscher Verein gleichzeitig in der Europa Conference League, der neuen dritten europäischen Liga, wo vor allem weniger erfolgreiche Fußball-Nationen vertreten sind. In vergangenen Begegnungen mit den Münchnern hielten sich die Berliner jedoch wacker mit einem Unentschieden im vergangenen Dezember sowie im April diesen Jahrs.

Wer Bundesliga Quoten studiert und gerne Wetten abgibt, mag auch den VfB Stuttgart im Auge behalten. Der Verein hatte sich 2019/2020 knapp den Aufstieg in die Bundesliga zurückerkämpft, hält sich nun aber und gilt als einer der spannendsten Newcomer der vergangenen Saison. Für Furore sorgt dabei Neuzugang Silas Wamangituka als offensiver Mittelspieler, der für die aktuelle Saison den „Bundesliga Rookie Award“ gewann. „Der Junge verfügt über unfassbares Talent“ so VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo. Der 21-Jährige aus Kongo setzte sich bei der Preisvergabe erfolgreich gegen Ritsu Doan von Armenia Bielefeld, BVB-Spieler Jude Bellingham, Matthew Hope vom Schalke 04, VfB-Kollegen Mateo Klimowicz sowie Jamal Musiala vom FC Bayern durch. Wamangitukas aktueller Marktwert: 25 Millionen Euro, vom VFB wurde er für acht Millionen Euro vom FC Paris abgelöst. Derzeit liegt der VfB auf Platz 12 der Tabelle, eine großartige Leistung, mit guten Prognosen weiter nach oben aufzusteigen.

Auch Bayer Leverkusen hält sich in den oberen Tabellenrängen, schaffte es zum Ende des vergangenen Jahres sogar auf Platz 2 und liegt nun auf Platz drei – und das, trotz erheblicher Ausfälle. Ende September setzte sich die Mannschaft gegen den VFB mit einem 3:1 durch, obwohl sie sich nach der Roten Karte für Robert Andrich in der 31. Minute, die meiste Zeit des Spiels in der Unterzahl befanden. Traditionell schloss Bayer Leverkusen die Bundesliga im oberen Drittel ab, schaffte es jedoch seit der Saison 1992/93 nicht mehr zum Pokalsieg.

Enttäuschend ist hingegen die Leistung von Schalke 04, wenngleich nicht gerade überraschend: als eine der größten Mannschaften darf der Verein nach dem Abstieg in die 2. Liga nicht mehr mit den Großen spielen. Auch in der 2. Liga liegt Schalke derzeit nur auf Platz drei der Tabelle, hinter dem FC St. Pauli auf Platz eins und Jahn Regensburg auf Platz zwei – eine bittere Pille für das Team unter der Leitung von Dimitrios Grammozis.

Einen der überraschendsten Momente der aktuellen Saison: die 1:3 Niederlage von Borussia Dortmund gegen den FC Freiburg, trotz eines geschenkten Eigentors. Die Schlappe kam kurz nach der Niederlage gegen den FC Bayern im DFL-Supercup Finale. Schon in der sechsten Minute war Freiburg in Führung gegangen, der Ausgleich kam dann durch ein Eigentor von Yannik Keitel, und dennoch konnte der BVB nicht aufholen und musste in der 53. Minute ein weiteres Tor wegstecken.

Welche Transfers überraschten in der aktuellen Saison? Der jüngste Transfer aus der Bundesliga heraus ist gleichzeitig der drittgrößte in der Bundesligageschichte: Kai Havertz wurde für 80 Millionen Euro im September vom FC Chelsea aufgekauft. Den umgekehrten Weg in die Bundesliga nahm Leroy Sané im Juli, als er für 45 Millionen Euro von Manchester City zum FC Bayern München wechselte.

Generell waren infolge kostspieliger und umfassender Transfers während der Sommerpause die Erwartungen groß, dass man mit den Neuzugängen kräftig punkten und vielleicht sogar die Bayern vom Thron stoßen könnte. Borussia Dortmund verzeichnete sieben Neuzugänge, der VfL Wolfsburg 11, der 1. FC Union Berlin sogar 18. Der FC Bayern kaufte Marcel Sabtziger und Dayot Upamecano von RB Leipzig, Sven Ulreich vom Hamburger SV, Omar Richards vom FC Reading, Michael Cuisance wechselte vom Olympique Marseille nach München, nachdem seine Leihe dort geendet hatte, ebenso wie Christian Früchtl, der nach seiner Leihe beim 1. FC Nürnberg ebenfalls zum FC Bayern zurückkehrte und dort nun wieder im Tor steht.

Damit sind die Münchener stark aufgestellt und lassen auch kurz vor der Winterpause keinen Zweifel daran, wie sie die Saison 2021/22 abzuschließen gedenken – wie gewohnt als deutscher Meister, und das bereits zum 22. Mal.

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