Die Nachricht hinter der Polizeimeldung

Die Töpferei von Marianne Winter-Andres an der Strasse in Richung Festenbach.

Wir hatten vor zwei Tagen darüber berichtet. In Gmund-Festenbach wurde die Töpferei von Marianne Winter-Andres ausgeraubt. Dabei wurde Keramik im Wert von 2.000 Euro erbeutet. Die gesamte Polizeimeldung ist nachzulesen in diesem Artikel.

Gestern Mittag waren wir dann bei Frau Winter-Andres und haben mit Ihr zu dem Einbruch und den Auswirkungen gesprochen. Dabei haben wir auch gleich mal Bilder von ähnlichen Stücken gemacht, die gestohlen wurden. Einige waren Unikate und somit gibt es keine Vergleichsobjekte. Falls jemand trotzdem irgendwo ähnliche Keramiken, nur in etwas größer als auf den Bildern, entdeckt oder diese im Internet zum Kauf angeboten sieht, sollte sich bitte an die Polizei in Bad Wiessee melden.

Für den Raub brauchte es mindestens 2-3 kräftige Männer und einen Lieferwagen

Man könnte jetzt auch sagen: Gut es geht um 2.000 Euro. Das ist zwar ärgerlich, aber verkraftbar. Nur es geht um mehr. Für Frau Winter-Andres bricht mit diesem Diebstahl eine Welt zusammen. Sie ist laut Ihrer eigenen Aussage immer sehr offen zu anderen Menschen und behandelt alle mit einem großen Vertrauensvorschuss. Das Haus an der Strasse in Richtung Festenbach kennen wahrscheinlich viele. Es ist schön geschmückt. Und tagsüber ist der Garten an der Strasse voll mit kleinen und großen Keramiken. In der Nacht bleiben dann zumindest die großen Stücke draußen. Erstens sieht es einfach netter aus und zweitens kommt ja keiner auf die Idee, dass 2-3 kräftige Männer mit einem Lieferwagen vorbeikommen. Denn die waren notwendig, um die teilweise sehr unhandlichen und schweren Stücke zu entfernen.

Sind die Räuber doch keine Fremden?

Komisch auch, dass normalerweise irgendjemand immer zu Hause ist, da die ganze Familie dort unter einem Dach wohnt. Nur just an diesem Abend war niemand da. Alle gemeinsam auf einer Feier in Festenbach. So ein Zufall, oder etwa doch nicht? Diese Ungewissheit macht Frau Winter-Andres auch am meisten zu schaffen. Kennt Sie die Diebe eventuell persönlich? Wurde Sie ausgespäht? Wem kann Sie noch vertrauen?

Dass sich diese Ohmacht auch auf die Arbeit und das Leben auswirkt kann jeder nachvollziehen. Und plötzlich geraten die 2.000 Euro in den Hintergrund. Denn der angerichtete Schaden ist jetzt schon größer. Und er geht tiefer, als man es mit Geld ausdrücken könnte.

Also falls jemand die folgenden Stücke, nur in etwas größer, irgendwo sehen sollte, bitte direkt an die Polizei in Bad Wiessee wenden.

Der gestohlene Hase sah identisch aus, war aber 90 cm hoch.
Eines der Stücke.
Eines der Stücke.

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