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Die Revolution der Währungssysteme

Noch vor wenigen Jahren wurden die elektronischen Währungssystem, allen voran Bitcoin, nicht ernst genommen. Erst in den letzten zwei Jahren akzeptieren immer mehr Unternehmen die neuen Zahlungssysteme. Weltweit akzeptieren schon über 50.000 Unternehmen Bitcoin, unter Ihnen große Unternehmen wie Amazon und viele anerkannte Online-Händler.

Bild: Pixabay.com

Erst vor Kurzem hat das Online Magazin t3n mit Sitz in Hannover bekanntgegeben, dass es ein Teil des Gehalts seiner Angestellten in Bitcoin ausbezahlen werde. Vor zwei Jahren wäre dies noch unmöglich gewesen, die Währung galt als Zahlungsmittel für Computerfreaks und Kriminelle im Dark Net. In den letzten zwei Jahren hat sich aber viel in der Welt der elektronischen Währungen getan, immer mehr Unternehmen setzen ihr Vertrauen in die Krypto-Währung. 

Warum ist Bitcoin aber anders als andere Währungen? Hinter einer Währung steht normalerweise ein Land oder wie im Falle des Euros eine Staatengemeinschaft. Die von ihnen herausgegebene Währung wird gesetzlich akzeptiert und der Wert garantiert. Der Staat kann aber auch jederzeit mehr Geld herausgeben und den Wert der eigenen Währung steuern. Dafür unterliegt Bitcoin aber auch nicht den üblichen weltweiten Inflationsraten von 2,6-6,3%. Der Besitzer dieser Währung unterliegt also immer dem Gesetzgeber, oder seiner Wirtschaftsleistung als Gegenwert dieser Währung.
 
Bei Bitcoin gibt es kein Land oder Staat, der den Wert von Bitcoin garantiert und auch nicht kontrolliert. Alle Transkationen laufen anonym ab, es gibt keine Möglichkeiten Überweisungen oder Bezahlungen einer Person zuzurechnen. Auf dem Computer oder dem Smartphone wird eine Wallet (Geldbörse) eingerichtet, mit der der Besitzer innerhalb von Minuten mit Bitcoin handeln kann.

Die Geldbörse bekommt eine Zahl zugeordnet, mit der der Besitzer mit seinem gültigen Passwort jederzeit über sein Guthaben verfügen kann. Alle Überweisungen und Zahlungen sind kostenlos und im September 2017 wurden schon Transaktionen im Wert von über 1.200.000.000 USD  gemacht wurden.

Als die elektronischen Währungen 2008 entstanden, wurde ihre Unsicherheit bemängelt, da es kein Kontrollorgan gab. Die Überweisungen werden durch ein dezentrales Datenbanksystem getätigt, die sogenannten Blockchains. Je nach elektronischer Währung stellen Tausende Benutzer die Rechenleistung ihrer Computer zur Verfügung um diese Blockchains zu verarbeiten. Dadurch wird eine Rückverfolgung unmöglich. Das macht die elektronischen Währungen viel sicherer als jede Kreditkarte oder andere bargeldlose Zahlungsarten.

Der Wert von Bitcoins regelt sich selber, insgesamt befinden sich im Moment etwa elf Millionen Bitcoin im Umlauf. Durch den Bitcoin-Algorithmus wird garantiert, dass es nie mehr als 21 Millionen Bitcoin geben wird. Diese Summe wird wahrscheinlich 2030 erreicht werden und hängt von den Benutzern ab, die ihre Rechenleistung dem Bitcoin-System zur Verfügung stellen. Durch das finite Volumen der Währung wird auch ihr Wert gehalten.

Der erste Kauf mit Bitcoins wurde wahrscheinlich am 21. Mai 2010 gemacht. Lasco Hanyecz erwarb für 10.000 Bitcoin eine Pizza, Bei einem heutigen Wert von Euro 3.664 pro Bitcoin wären das heute Euro 36.640.000 Euro. Der Wert ist also enorm gestiegen und wird wohl auch in den nächsten Jahren weiterhin steigen, aufgrund des immer größeren Interesses, auch in Deutschland. Laut Statista gibt es sogar schon 850 Geldautomaten weltweit, die Bitcoin in der lokalen Währung auszahlen. Auch wenn wir in der Region Tegernsee noch nicht soweit sind, ist zu beobachten, das immer mehr Geschäfte das Bitcoin-Logo im Eingangsbereich zeigen. 


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