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Holzkirchner Polizei und BOB ziehen positive Wiesn-Bilanz

Die Wiesn-Maß war halb voll

Von Laura Lorefice

Nasskaltes Wetter, ein neues Sicherheitskonzept und eine Besucherzahl die staunen lässt. Nicht nur die Stadt München zieht ihre Bilanz nach der Wiesn. Auch die Holzkirchner Beamten veröffentlichen ihren Abschlussbericht. Sicher ist: Die Maß war heuer halb voll, statt halb leer. 

Die Maß halb voll, statt halb leer - Holzkirchner Polizei zieht positive Wiesn-Bilanz. /Kleines Bild: pixplosion/pixelio.de
Die Maß halb voll, statt halb leer – Holzkirchner Polizei zieht positive Wiesn-Bilanz. /Kleines Bild: pixplosion/pixelio.de

Die Münchner Polizei spricht von einer „sicheren Wiesn“ und lobt die Sicherheitspartnerschaft zwischen Beschickern, Behörden, Bayerischem Roten Kreuz (BRK) und den Sicherheitskräften. Auch das neue Sicherheitskonzept sei aufgegangen. Das bestätigt auch die Bundespolizei, die einen Rückgang der Gesamtstraftaten und Diebstählen verzeichnete und gegenüber dem Münchner Stadtportal erläuterte, dass das Rucksack- und Taschenverbot auf der Festwiese am Hauptbahnhof keine Probleme verursachte.

Mehr Besucher als gedacht

Nach Schätzung der Festleitung kamen 5,6 Millionen Gäste auf das Oktoberfest, das erstmals ohne „Oide Wiesn“ einen Tag länger dauerte. Die Zahl erscheint verhältnismäßig hoch zu sein, wenn man bedenkt, dass im Vorjahr „nur“ 300.000 Besucher mehr auf der Wiesn gefeiert haben (Stand 2015: 5,9 Mio. Besucher). Dennoch ist es die niedrigste Besucherzahl seit dem Jahr 2001, in dem der Anschlag auf das World Trade Center viele Menschen verunsichert hatte. Heuer war entschleunigtes Bummeln angesagt, die Zelte waren meistens offen und die Stimmung sehr entspannt.

Doch nicht nur die Münchner Fraktion zieht ihr Resümee. Auch die Holzkirchner Autobahnpolizei sieht auf eine positive Wiesn-Bilanz. Wie schon in den letzten Jahren führte die Autobahnpolizeistation auch zur diesjährigen Wiesn-Saison vermehrte Verkehrskontrollen durch.

Zwei Anzeigen in wenigen Stunden

Von insgesamt 320 kontrollierten Fahrzeugen, konnten neun Fahrten unter Alkoholeinfluss sowie nur eine Drogenfahrt festgestellt werden. Bei drei Personen wurden Betäubungsmittel in geringer Menge sichergestellt. Keinen zu hohen Alkoholpegel, jedoch zu schnell unterwegs waren 186 Autofahrer – 51 von ihnen wurde sogar der Führerschein für mindestens einen Monat entzogen. Der Spitzenreiter war bei erlaubten 80 km/h mit 164 km/h unterwegs.

Ein Fahrer hatte etwas sehr viel Bargeld bei sich – um genau zu sein, über 18.000 Euro, die er aus Österreich unangemeldet einführte. Der Fall wurde von den Holzkirchner Beamten an den Zoll übergeben. Gegen einen anderer Fahrzeuglenker wurde eine Anzeige nach dem Waffengesetz eingeleitet, weil er einen Schlagring mit sich trug.

Unbelehrbar zeigte sich ein junger Italiener am mittleren Wiesn-Wochenende. Er wurde bereits von Beamten des Polizeipräsidiums München wegen einer Drogenfahrt angezeigt. Nachdem er sich einer Blutentnahme unterziehen musste, feierte er munter weiter. Als er dann gegen Mitternacht an der Kontrollstelle der Autobahnpolizei Holzkirchen vorbeikam, befand er sich zwar auf dem Beifahrersitz, die Beamten stellten jedoch bei einer Durchsuchung Drogen bei ihm sicher. Der Italiener bekam somit binnen weniger Stunden gleich zwei Anzeigen.

Bei Dienststellenleiter Johann Brandhuber von der Holzkirchner Polizeiinspektion ging es heuer ebenfalls „eher ruhig“ zu:

Hin und wieder mussten wir Betrunkene aus den Zügen holen, die nicht aussteigen wollten oder gewisse Orientierungsschwierigkeiten hatten. Die haben wir dann in den richtigen Zug gesetzt oder jemanden verständigt, sodass sie nach Hause gebracht wurden. Die typischen Trunkenheitsgeschichten eben, keine großen Sachen.

Auch Anna Graser, Leitung für Marketing, Kommunikation und Fahrgastinformation bei der BOB empfand die Wiesn als „gesittet“. Laut den BOB Mitarbeitern wurden dieses Jahr sogar „gefühlt weniger Leute zum Oktoberfest transportiert“. Genau Zahlen könne sie noch nicht nennen. Während der Wiesn wurde in den BOB-Zügen Sicherheitspersonal eingesetzt, die dieses Jahr laut Graser einen entspannten Job hatten.

Kurios ging es jedoch wieder im Fundbüro der Wiesn zu. Die witzigsten Fundstücke laut dem offiziellen Abschlussbericht: Unter anderen zwei Romane „Nie wieder Blondinen“ mit Widmung, ein ärztliches Attest und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (für die Dauer der Wiesn) sowie eine ganz besondere Verlustanfrage eines Bayers: „I lost mei Oide“.

 

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