Bürger sorgen sich um ihr Stammlokal

Die Wiesseer Post soll eine Perle werden

Von Nina Häußinger

Das Hotel zur Post in Bad Wiessee wird im November schließen. Dann fällt eines der wenigen Gasthäuser im Ort weg. Die Bürger sorgen sich. Bürgermeister Robert Kühn will schon in zwei Jahren etwas neues eröffnen.

Wie geht es weiter mit dem Hotel zur Post im Wiesseer Ortskern?

Das Hotel zur Post ist die Ortswirtschaft von Bad Wiessee. Hier gibt es einen Stammtisch, Vereine treffen sich und auch Bürgerversammlungen können im großen Saal abgehalten werden. Auch bei Gästen ist das Gasthaus durch bayerische Küche, Grillabende und Musik beliebt.

Doch all das wird es wohl bald nicht mehr geben. Nach 30 Jahren verabschiedet sich Pächter Kurt Geiß im November in den Ruhestand. Dann hat die Gemeinde, der das Gebäude gehört, neue Pläne. Das bereitet vielen Bürgern Sorge. Fritz Niedermaier sprach das Thema auf der Bürgerversammlung am Mittwoch an. “Wo sollen unsere Gäste zum Essen hingehen?”

“Das Gebäude entspricht nicht mehr den Anforderungen”, betont Bürgermeister Robert Kühn. Dabei spricht Kühn vor allem von Brandschutz, den Laufwegen und der Energieversorgung. Er findet, es sei ein Glück, dass das Hotel eine Liegenschaft der Gemeinde ist und man so entscheiden könne, was hier künftig entsteht.

Wir können das Herz unseres Ortes sichern.

Dazu gehöre jedoch eine Generalsanierung. Kühn denkt an eine Wiedereröffnung 2024. Das verlangt dem Ort einiges ab, das weiß auch Kühn. Trotzdem ist er überzeugt, dass man nur einen guten neuen Wirt findet, wenn das ordentlich gemacht ist und man das Hotel in einem wunderbaren Zustand übergibt.

Auch dem Bürgermeister ist klar, dass er und der Gemeinderat den Bürgern noch viele Antworten schuldig sind. Aber es gebe 100.000 Überlegungen und man wolle mit etwas handfestem nach draußen gehen. Auf jeden Fall soll die beliebte Ortswirtschaft erhalten bleiben, die Angst vor einer dauerhaften Schließung konnte Kühn seinen Bürgern also nehmen. Und er betont abschließend: “Wenn wir diese Post haben, wird sie eine Perle für das ganze Tegernseer Tal sein.”


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