Gmund: Dieb drohte Ladenbesitzer mit Waffe

Wie gestern berichtet, kam es in der Parfümerie Bayerschmidt in Gmund zu einem versuchten Ladendiebstahl. Heute kommen neue Details ans Licht.

Als Ladeninhaber Peter Bayerschmidt den Dieb festhielt, drohte dieser ihm mit einer vermeintlichen Pistole, die er angeblich bei sich trug. Ob der Täter wirklich bewaffnet war, bleibt jedoch weiter unklar.

Der Dieb der gestern in der Parfümerie Bayerschmidt ein Parfüm klauen wollten, drohte dem Ladenbesitzer mit einer vermeintlichen Waffe /Foto: Peter Bayerschmidt
Der Dieb, der gestern in der Parfümerie Bayerschmidt ein Parfüm klauen wollten, drohte dem Ladenbesitzer mit einer vermeintlichen Waffe /Foto: Peter Bayerschmidt

Gestern gegen 14 Uhr betrat der Täter die Parfümerie Bayerschmidt, um sich dort beraten zu lassen. Als die Verkäuferin dem Mann jedoch kurz den Rücken zukehrte, nutzte dieser die Gelegenheit und steckte ein Parfüm im Wert von 63 Euro in seinen Rucksack. Das blieb jedoch vom Ladenbesitzer Peter Bayerschmidt nicht unbemerkt.

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Da der Mann sich ungewöhnlich nervös verhielt, wurde Bayerschmidt laut eigener Aussage misstrauisch und bemerkte kurze Zeit später das Fehlen eines Parfüms in der Auslage. „Das kam in letzter Zeit schon öfters vor“, sagt Bayerschmidt. Darum sei er auch sensibler, was das Thema angehe. Erst vor wenigen Wochen hatten Diebe mehrere seiner Filialen aufgesucht.

Hatte der Mann eine Waffe bei sich?

Als der Mann dann den Laden verlassen wollte, forderte Bayerschmidt ihn auf, das Parfüm herauszugeben. „Da er sich jedoch weigerte, habe ich sofort die Polizei verständigt und versucht, ihn festzuhalten“, erklärte der Ladenbesitzer gestern. Was gestern Nachmittag noch nicht bekannt war, ist der Umstand, dass der Täter Bayerschmidt daraufhin drohte, er habe eine Pistole bei sich und er werde ihn erschießen, wenn er ihn nicht gehen lasse.

Der mutmaßliche Dieb konnte sich schließlich losreißen und flüchtete über den Gmunder Friedhof. Bayerschmidt verfolgte den Mann, trotz der Drohung, noch einige Meter bis zum Neubau der Grundschule. „Angst hatte ich keine in dem Moment. Da denkt man gar nicht dran“, so der Ladenbesitzer. Erst nach einiger Zeit brach er die Verfolgung ab. Der Flüchtende verschwand anschließend in der unübersichtlichen Baustelle. Ob der Mann wirklich eine Waffe bei sich trug, bleibt derweil unklar. Denn gesehen hatte sie niemand.

Polizeihubschrauber war in der Nähe

Ungewöhnlich war auch, dass kurz nach der Tat ein Polizeihubschrauber nach dem Mann suchte. Das erklärt Polizeiinspektor Niedermaier von der Polizei Bad Wiessee so: „Der Hubschrauber ist nicht extra aus München gekommen. Der war in der Nähe.“ Ob deswegen zusätzliche Kosten entstanden seien, könne man derzeit noch nicht sagen.

Bisher gibt es noch keine neuen Hinweise auf den Täter. Die Polizei sucht weiterhin nach einem Mann mit der folgenden Beschreibung: Etwa 30 bis 40 Jahre alt, 165 cm groß, kräftige Statur, kurze dunkle Haare, rundes Gesicht, kein Bart, keine Brille. Sprach deutsch mit osteuropäischem Akzent. Bekleidet mit blauer Jeans, schwarzer hüftlanger Daunenjacke und einem schwarzer Rucksack der Marke Wellenstein.

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