Digitalisierung des Mittelstandes


Die Tegernsee-Region ist durch mittelständische Unternehmen geprägt. Diese haben in den letzten Jahren tiefgreifende Veränderungen durch die Digitalisierung erlebt.

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Vor allem der Mittelstand tut sich häufig schwer mit der Digitalisierung. Dabei bietet sie gerade für solche Unternehmen viele Vorteile und Chancen.

Oberbayrische Mittelständler sind meist Unternehmen mit einer langen Tradition.

Das schafft zwar Vertrauen bei Kunden, bringt aber potenziell auch Schwierigkeiten mit sich: Denn wer auf eine langjährige Historie zurückblickt, tut sich oft schwer damit, Unternehmensstrukturen zu erneuern. Noch immer investieren mittelständische Unternehmen überwiegend in Maschinen, Gebäude und Einrichtungen. Studien zeigen, dass dafür etwa 169 Millionen Euro bereitgestellt werden, während es für Digitalisierungsprojekte gerade einmal 14 Millionen Euro sind.

In vielen Fällen wird die Digitalisierung zudem nur als eine von mehreren Möglichkeiten betrachtet, Effizienz und Produktivität zu steigern. Selten ist mittelständischen Unternehmen klar, dass sich durch die Digitalisierung auch neue Geschäftsfelder erschließen lassen und zusätzliche Services angeboten werden können.

Häufig fehlen außerdem entsprechende Experten, die sich mit digitalen Systemen auskennen und diese im Unternehmen implementieren können. Fachkräfte im IT-Bereich sind im Mittelstand grundsätzlich rar, in ländlichen Regionen wie rund um den Tegernsee ist es aber noch schwieriger, Expertenkräfte zu gewinnen.

In vielen Unternehmen scheitert die Digitalisierung allerdings nicht am Fachkräftemangel, sondern an der Führung. Insbesondere die Chefs mittelständischer Traditionsbetriebe sind meist nicht gewillt, die Kultur und Struktur des Unternehmens nachhaltig zu verändern.

Digitalisierung bietet Prozessoptimierung und neue Arbeitsformen

Mittelständische Unternehmen können von der Digitalisierung auf vielfältige Weise profitieren. Ein Beispiel ist die vereinfachte Verwaltung der Flotte eines Fuhrparks.

Viele Jahre lang gehörte das manuelle Auswerten von Tabellen, Tankquittungen und Fahrtenbüchern zum Arbeitsalltag. Mit Hilfe neuer Systeme haben nun zahlreiche Unternehmen ihre Flotte optimiert: Dank GPS-Tracking können sie die Position ihrer Fahrer, problematische Streckenverläufe sowie Be- und Entladezeiten beim Kunden genau nachvollziehen.

Auf Grundlage solcher automatisch erfassten Daten können Geschäftsprozesse optimiert, die Produktivität gesteigert und die Wirtschaftlichkeit gestärkt werden.

Auch für das Handwerk ergeben sich durch die Digitalisierung neue Chancen. So setzen v iele traditionelle Handwerksunternehmen mittlerweile auf digitale Konfiguratoren.

Damit können zum Beispiel Tischler, Küchenplaner und Installateure detaillierte Pläne ihrer Möbelstücke erstellen. Durch die Nutzung von Virtual-Reality-Brillen können sie die Projekte anschließend ihren Kunden zeigen. Bei einem virtuellen Rundgang durch geplante Küchen, Bäder und Wohnräume bekommen diese einen detailgetreuen Eindruck von den Ergebnissen, bevor die eigentliche Produktion beginnt.


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